Die White Wings müssen unmittelbar vor und nach Weihnachten aufs Parkett. Nur Paul Albrecht (links) hat frei. Er zog sich in der letzten Partie eine Verletzung am Sprunggelenk zu und fällt aus. Archivfoto: TAP

Hanau

Pro A: White Wings erst in Nürnberg, dann gegen Kirchheim

Basketball. Vollgas statt Besinnung für die Hebeisen White Wings: Am Freitagabend (19.30 Uhr) gastieren sie bei den Nürnberg Falcons. Bereits am Mittwoch (20 Uhr, beide Spiele live und kostenlos im Internetstream unter airtango.live) steht das Duell mit dem Tabellennachbarn Kirchheim Knights in der Main-Kinzig-Halle an.

Von Dominik Sharaf

Ziel der Mannschaft von Simon Cote ist, eine seit fünf Begegnungen währende Niederlagenserie zu beenden und den Playoff-Qualifikationsplatz acht in der Tabelle der ProA zurückzuerobern. Topwerfer Paul Albrecht fehlt jedoch verletzt.

Wegen einer Sprunggelenksverletzung, die er sich während der Begegnung mit den Crailsheim Merlins zugezogen hatte, muss Albrecht mehrere Wochen pausieren. „Es ist ein schwerer Schlag“, sagt Sportdirektor Helmut Wolf. Mit seinem Schnitt von 10,1 Punkten pro Partie und seinem Passspiel wird der 24-Jährige in der Offensive eine Lücke hinterlassen. Hinzu kommt: Der Hanauer Kader ist extrem dünn besetzt, aus einer Achter- wird eine Siebenerrotation. Sofern die White Wings nicht – wie angekündigt – auf dem Transfermarkt tätig werden: „Wir suchen intensiv nach Verstärkung, müssen aber abwarten, ob es sich finanziell stemmen lässt“, erklärt Wolf.

Stark gespielt und deutlich verbessertGegen Nürnberg scheint ein Sieg auch mit einem Schrumpfkader möglich: Die Franken sind Tabellen-14. und gewannen lediglich vier von 14 Partien. Die White Wings reisen mit dem Rückenwind einer guten Vorstellung gegen Tabellenführer Crailsheim an. „Wir haben stark gespielt und uns deutlich verbessert“, meint Wolf und misst der aktuellen Negativserie der White Wings keinen Wert bei: „Wir haben in den vergangenen Wochen nur gegen die Topteams der Liga gespielt. Uns war klar, dass es da sehr schwierig würde zu punkten. Wir sind also absolut im Soll. Mit Nürnberg kommt nun ein Gegner auf Augenhöhe.“

Die Falcons gelten als Wundertüte. In der Saison 2017/2018 kassierten sie Niederlagen gegen schwächere Teams, überraschten aber gegen Klubs aus dem oberen Tabellendrittel – zum Beispiel mit Erfolgen über die RheinStars Köln und Phoenix Hagen. „Ein kaum auszurechnender Gegner“, weiß Wolf. Hauptmanko ist die Treffsicherheit: Mit 69 Punkten pro Partie stellen die Nürnberger den schlechtesten Angriff der Liga.

Zum VergleichDie White Wings markieren im Schnitt sieben Zähler mehr, gehören aber nicht zu den ProA-Topwerfern. Anders als Cote steht den Falcons ein breiter Kader mit 14 Spielern zur Verfügung – darunter fünf US-Profis inklusive des kürzlich verpflichteten Anthony Dallier. Sollten die Nürnberger gewinnen, würden sie auf zwei Punkte heranrücken – die Gladiators Trier, die Niners Chemnitz und die Uni Baskets Paderborn könnten gleichziehen.

Die auf dem Papier schwierigere Aufgabe stellt die Begegnung mit den Kirchheim Knights dar. Mit dem jüngsten Erfolg über Überraschungsteam Karlsruhe Lions haben die Baden-Württemberger den White Wings Tabellenplatz acht weggeschnappt und zwei Punkte zwischen sich und das Ende der Playoff-Zone gelegt. Sie treffen heute auf den Abstiegskandidaten Ehingen Urspring.

Um die Hoffnung auf einen Einzug in die K.o.-Runde am Leben zu erhalten, sollte Hanauer Defensive am Mittwochabend Kirchheims Charles Barton stoppen. Der US-Amerikaner zählt zu den fünf besten Werfern der ProA.

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