Brian Sullivan wird seit drei Wochen von einer Trainingsverletzung ausgebremst. Seine White Wings Hanau müssen am Wochenende gleich zweimal ran. Archivfoto: TAP

Hanau

White Wings bangen um Sullivan und Jönke

Basketball. Zwei knackige Aufgaben vor der Brust und zwei Sorgenkinder im Lazarett: Vor dem ProA-Doppelspieltag am Wochenende bangen die Hebeisen White Wings um den Einsatz von Brian Sullivan und Till-Joscha Jönke.

Von Dominik Sharaf

Den US-Profi hält seit drei Wochen eine mehrfach überwunden geglaubte Trainingsverletzung von einem Comeback ab. Jönke erlitt in der Partie in Dresden eine Gesichtsverletzung und droht auszufallen, wenn es am Freitagabend (20 Uhr) in der Main-Kinzig-Halle gegen die Gladiators Trier geht. Schon 45 Stunden später müssen die Hanauer, am Sonntag (17 Uhr), bei den Nürnberg Falcons antreten.Sollte er fit genug sein, könnte Jönke mit einer Gesichtsmaske auflaufen. Keine optimalen Voraussetzungen, aber in einer nur zehn Mann starken Rotation ist auf den 24-Jährigen kaum zu verzichten. Nicht nur deshalb würde Cheftrainer Simon Cote seinen drittbesten Werfer mit Kusshand auf den Court schicken, zumal in der Offensive und bei der Abschlussquote zuletzt Verbesserungsbedarf bestand. Hinzu kommt: Till-Joscha Jönke reibt sich in der Defensive auf, die in der dieser Saison bei allen Siegen das Prunkstück der Truppe war.Trier verfügt über viel QualitätDer Vergleich mit Trier könnte im Kampf um eine mögliche Playoff-Qualifikation wegweisend sein. Genau wie die White Wings stehen die Gladiators bei vier Siegen aus sieben Partien, rangieren aber in der Tabelle aufgrund des besseren Korbverhältnisses vor den Hanauern.Wie viel Qualität im Team von Trainer Marco van den Berg steckt, zeigte ein 78:69-Erfolg über Bundesliga-Kandidat Rockets Gotha vor wenigen Tagen, bei dem jeder eingesetzte Spieler Punkte erzielte. Die Ausgeglichenheit des Kaders ist insbesondere in den Schlussvierteln ein Ass im Ärmel der Trierer und könnte gegen dezimierte White Wings erneut zu einem Erfolgsrezept werden.Simon Schmitz zieht die FädenDie Fäden laufen aber bei dem BBL-erfahrenen Kapitän Simon Schmitz zusammen. Er kommt nicht nur auf über zehn Punkte pro Partie, sondern verteilt auch 5,3 Vorlagen. Der erst 18-jährige Sebastian Herrera Kratzborn ist der Rohdiamant der Truppe und Nationalspieler Chiles, besitzt aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Topwerfer ist US-Profi Brandon Spearman mit einem Schnitt von 17 Zählern.Die nervenschwache Equipe aus Nürnberg präsentiert auf dem Papier die einfachere Aufgabe, schließlich sind die seit Anfang Oktober sieglosen Franken nur 13. der Tabelle. Sie haben aber gegen Trier gewonnen und gleich dreimal mit vier Punkten Unterschied oder weniger verloren.Diante Watkins sorgt immer für GefahrDie White Wings sind gewarnt – nicht nur vor dem besten Spielmacher der Liga: Diante Watkins kommt auf 19,3 Punkte pro Partie und liefert dabei 5,7 Vorlagen. Weiterer Vorteil für die Falcons: Sie spielen am Freitag ebenfalls zu Hause und haben am Doppelspieltag nicht zusätzlich mit Reisestrapazen zu kämpfen.

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