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Weltrekordhalter Dirk „Iron-Dirk“ Leonhardt genießt das Faulsein

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Überglücklich, aber komplett geschafft: Dirk Leonhardt hat vor zwei Wochen den längsten Triathlon der Welt gefinisht. Eines der Trikots versteigert er nun.
Überglücklich, aber komplett geschafft: Dirk Leonhardt hat vor zwei Wochen den längsten Triathlon der Welt gefinisht. Eines der Trikots versteigert er nun. © Privat

Nachdem Dirk Leonhardt von Anfang Juli bis Mitte August mit dem längsten Triathlon der Geschichte nicht nur seine Heimatstadt Bruchköbel begeistert, sondern auch den gesamten Main-Kinzig-Kreis zum Mitfiebern gebracht hat, ist der erfolgreiche Ultrasportler mittlerweile wieder voll in sein altes Leben eingetaucht.

Bruchköbel – 45 Tage lang war der 38-jährige „Iron-Dirk“ für die mehr als 30-fache Ironman-Distanz unterwegs gewesen und hatte in diesem Zeitraum 200 Kilometer schwimmend, 5400 Kilometer auf dem Rad und 1336 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Zwar wartet der zweifache Familienvater noch auf die offizielle Bestätigung des Guinness Book of World Records, doch dafür kostet der Ausdauerathlet mittlerweile die neugewonnene Freiheit aus: „Mir geht es super. Ich bin in kein Loch gefallen. Ich genieße die Ruhe, das Faulsein und die Zeit mit der Familie total. Ich kann es immer noch nicht richtig fassen, wie viel Glück ich hatte, wie gut alles gelaufen ist und mich nichts so richtig zum Stoppen gebracht hat.“

In den sechs Wochen, die Leonhardt unterwegs gewesen war, gab es die einen oder anderen Weh-Wehchen und auch einen Unfall mit einem parkenden Auto. Doch vor allem die Füße hatten dem Niederissigheimer auf dem letzten Teilabschnitt seiner historischen Reise ziemlich zugesetzt. Sie waren von Blasen übersät und komplett offen. Umso schöner ist es nun für ihn, endlich die Füße hochlegen zu können. „Die Fußsohlen heilen gut. Die Blasen sind weg.

Natürlich braucht es noch ein bisschen, bis sich alles vollkommen regeneriert hat. Aber alles, was offen war, ist mittlerweile mit neuer Haut bedeckt.“

Bruchköbel: Homeoffice trug zum Wohlbefinden des Weltrekordhalters bei

Dank der Möglichkeit, seiner Arbeit bei der Deutschen Bundesbank zum Großteil im Homeoffice nachgehen zu können, musste sich Leonhardt auch nicht all zu oft in enges Schuhwerk quetschen, was ebenfalls zum Wohlbefinden beigetragen hat.

Auch die Physiotherapeutin sowie eine Medizinerin, die Leonhardt im Nachgang seines Megaprojekts konsultiert hat, sind zufrieden mit dem Heilungsverlauf. So konnten die Muskeln, letzte Blockaden und Verspannungen nahezu vollständig gelöst werden. „Ich fühle mich wohl. Das Herz ist fit. Die Halsschlagadern sind laut meiner Ärztin jugendlich. Es gibt keine Ablagerungen.“

Angesichts der guten körperlichen Konstitution war es dann auch nicht verwunderlich, dass der Weltrekordmann nur eine Woche nach dem Zieleinlauf schon wieder beim Stadtradeln auf dem Sattel saß und eine lockere Runde mit dem Seniorenradeln auf dem Fünf-Sterne-Wanderweg rund um seine Heimatstadt Bruchköbel gedreht hat. „Das hat sich alles schon wieder sehr gut angefühlt, auch wenn ich die Muskeln natürlich noch nicht wieder so belasten kann. Da es gelenkschonender ist, werde ich das Rad auch weiterhin zum Abtrainieren nutzen“, so der Schirmherr der lokalen Stadtradeln-Veranstaltung.

Weltrekordhalter versteigerte eines seiner beiden Trikots

Im Rahmen seiner letztwöchentlichen Regeneration fand Leonhardt zudem noch die Möglichkeit, Gutes zu tun. Der zweifache Ironman versteigert derzeit auf Ebay eines seiner beiden Weltrekord-Lauftrikots (Größe S), auf dem neben ihm auch das hr3-Morningshow-Duo Sonja Rösner und Tobi Kämmerer sowie Bruchköbels Oberliga-Handballer Milos Kreckovic unterschrieben haben. Der komplette Erlös kommt der Kindernothilfe zu Gute. Mit den Suchbegriffen Leonhardt, Triathlon und Weltrekord wird man auf dem Auktionsportal fündig.

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