Symbolbild: Pixabay

Hanau

Vorfall bei AH-Turnier: Michael Jung bis 7. Oktober gesperrt

Fußball. Ein böses Nachspiel hatte für Michael Jung ein AH-Turnier Ende Juni beim KSV Eichen.

Der Spieler des FC Mittelbuchen und Trainer der zweiten Mannschaft des FC Erlensee wurde wegen unsportlichem Verhalten und einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter zu einer Gesamtsperre von zehn Wochen bis zum 7. Oktober 2019 verurteilt. Das Verfahren gegen Schiedsrichter Guiseppe Conigliaro wurde abgetrennt und wird gesondert verhandelt. Die Verfahrenskosten (71,35 Euro) und die Geldstrafe (30 Euro) gehen zu Lasten des Spielers, wofür dessen Verein FC Mittelbuchen haftet.

Bei besagtem Turnier hatte es von Beginn an einen „verbalen Kleinkrieg“ zwischen Jung und dem Schiedsrichter gegeben. Jung forderte öfters einen Strafstoß, wobei er den Schiedsrichter beleidigte. Der Unparteiische empfahl daraufhin, Jung auszuwechseln, bevor er die Rote Karte ziehen müsse. Offenbar aus Frust darüber schoss Jung während einer Spielpause das Leder Richtung Referee, traf dabei aber einen gegnerischen Spieler am Kopf, der behandelt werden musste. Das Sportgericht wertete den Vorgang als unsportliches Verhalten. Da Jung bewusst fahrlässig gehandelt habe, sprach es eine Sperre von fünf Spielen aus.

Tätlichkeit gegen Schiedsrichter

In der Folge forderte der Unparteiische Jung auf, das Gelände zu verlassen. Woraufhin Jung auf den Schiedsrichter zulief und ihn mit der Hand gegen das Gesicht stieß. Obwohl der Schiedsrichter als auch ein Zeuge und der Beschuldigte selbst keinesfalls von einem Schlag sprachen, lag für das Sportgericht eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter vor. „Einem anderen Menschen in Rage ins Gesicht zu greifen, liegt schon sehr nahe an einer Körperverletzung, dies muss entsprechend geahndet werden“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Das Sportgericht verhängte die Mindeststrafe von zwölf Spielen, die aber durch das ebenfalls unsportliche Verhalten des Schiedsrichters, der sich zu nicht druckreifen Äußerungen hinreißen ließ, auf sieben Spiele reduziert wurde. Da im vorliegenden Fall zwei sportwidrige Handlungen vorlagen, die in unmittelbarem Zusammenhang standen, sprach das Gericht eine Gesamtstrafe von zehn Wochen für Jung aus. Der 43 Jahre alte Übungsleiter darf bis zum 7. Oktober den FC Erlensee II nicht aktiv von der Bank aus coachen.

Nicht betroffen von der Sperre sind die Trainingseinheiten und das Betreuen der Mannschaft vor und nach dem Spiel. geb

Das könnte Sie auch interessieren