Maximilian Bergold (links) drängt sich im Training auf und ist eine ernsthafte Alternative im Rückraum. Archivfoto: TAP

Hanau

Vier-Punkte-Spiel: HSG peilt erste Auswärtszähler an

Handball. In der 3. Liga Ost steht die HSG Hanau am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Brüderstraße) gegen die SG LVB Leipzig vor einem Vier-Punkte-Spiel: Der Tabellennachbar aus Sachsen ist direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt und liegt punktgleich einen Platz vor den Hanauern auf Rang zwölf.

Von Robert Giese

Nicht der schlechteste Gegner also, um die ersten Auswärtspunkte in der 3. Liga einzufahren, findet HSG-Coach Patrick Beer: „Wir wollen endlich auswärts punkten – und werden dafür auch eine Menge tun.“ Die Partie gegen den direkten Konkurrenten sei „unglaublich wichtig“, mit einem Sieg könnte Hanau einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und sich im Tabellenkeller zumindest etwas Ellbogenfreiheit verschaffen.Allerdings treffen die Grimmstädter auf eine Leipziger Mannschaft, die sich nach schwachem Saisonstart zuletzt in starker Form zeigte und von den letzten vier Spielen drei gewann. In eigener Halle verfügen die Sachsen zudem über eine gute Bilanz, sechs ihrer acht Punkte konnte die SG zuhause holen, was die auswärts bisher punktlosen Hanauer vor einige Probleme stellen könnte.Starkes Spiel über den KreisLaut Beer verfügen die Sachsen über eine „erfahrene, ausgeglichene“ Mannschaft, bei der Linksaußen Sascha Meiner mit bisher 52 Treffern eine starke Saison spielt. Ob der Kapitän der Leipziger aber auch gegen Hanau aufläuft, ist wohl fraglich – in der Vorwoche fiel er wegen einer Grippe aus. Neben Meiner ist David Heinig bisher der torgefährlichste Spieler der SG: „Er sorgt im linken Rückraum für mächtig Gefahr“, weiß Beer um die Stärken des Rechtshänders.Auch über den Kreis spielen die Leipziger stark – „das müssen wir unbedingt unterbinden“, betont der Trainer der Hanauer. In der Vorwoche gelang das Marc Strohl nach seiner Einwechslung gegen Coburg sehr gut, ob er auch gegen die Leipziger von Beginn an aufläuft, ließ Beer aber noch offen: „Er hat noch ein bisschen Trainingsrückstand und ist noch nicht bei hundert Prozent.“Bergold ernsthafte AlternativeKein Geheimnis sei allerdings, dass ein ähnlich guter Start in die Partie wie gegen die Coburger auch in Sachsen vieles leichter machen würde. „Nach der langen Auswärtsfahrt muss es unser Ziel sein, gleich gut ins Spiel zu kommen“, macht Beer daher klar.Dafür können die Hanauer aller Voraussicht nach auf den gleichen Kader wie in der Vorwoche zurückgreifen. Leistungsträger Yaron Pillmann war zwar die Woche über etwas angeschlagen und wurde deshalb geschont, dafür drängte sich der zuletzt immer wieder von Blessuren zurückgeworfene Maximilian Bergold im Training auf und wäre im Rückraum eine ernsthafte Alternative. Da Beer davon ausgeht, dass Pillmann bis zum Sonntag wieder fit ist, hat der Hanauer Trainer am Wochenende folglich die Qual der Wahl, wen er gegen Leipzig aufstellt.Brüggemann ist gesetztVor allem über die rechte Angriffsseite, die gegen Coburg meist abgemeldet war, täten den Grimmstädtern einige neue Impulse vermutlich ganz gut, Beer selbst sähe vor allem Rechtsaußen Björn Christoffel gerne häufiger und besser in Szene gesetzt als zuletzt. Auf der linken Seite klappte das gerade in den letzten beiden Heimspielen richtig gut, dort ist Marius Brüggemann „gerade wegen seiner klasse Abwehrleistung“ gesetzt und überzeugte mit einer überragenden Wurfquote zuletzt auch offensiv.Beer hofft nicht nur auf einen weiteren starken Auftritt seines Linksaußen, sondern auch auf die Unterstützung einiger HSG-Fans in Leipzig. „Einige haben sich schon angemeldet“, freute sich der Hanauer Trainer, „das ist bei so einer weiten Fahrt ja auch nicht gerade selbstverständlich.“

Das könnte Sie auch interessieren