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Vier Hassia-Ruderer kämpfen um Medaillen bei U19- und U23-Weltmeisterschaft

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Der U19-Achter des DRV mit (von links) Lilly Waske (Dresden), Leonie Ristow (Potsdam), Tjorven Schneider (Münster), Celina Grunwald (RC Hassia Hanau), Emma Mehner (Dresden), Janina Kröber (Magdeburg), Isabell Heine (Dresden), Michelle Lehbahn (Potsdam) und Florentina Riffel (Potsdam).
Der U19-Achter des DRV mit (von links) Lilly Waske (Dresden), Leonie Ristow (Potsdam), Tjorven Schneider (Münster), Celina Grunwald (RC Hassia Hanau), Emma Mehner (Dresden), Janina Kröber (Magdeburg), Isabell Heine (Dresden), Michelle Lehbahn (Potsdam) und Florentina Riffel (Potsdam). © -

Lisa Holbrook, Celina Grunwald, Ole Hanack und Trainer Nick Stollenmeyer - diese vier werden die Farben des Hanauer Ruderclub Hassia bei der kombinierten Weltmeisterschaft der Altersklassen U23 und U19 im italienischen Varese vertreten. Mehr als 1000 Ruderinnen und Ruderer aus aller Welt werden auf dem Lago di Varese, 50 Kilometer nördlich von Mailand, ins Rennen um die begehrten WM-Medaillen gehen.

Hanau/Varese – Lisa Holbrook startet im U23-Vierer ohne Steuerfrau, Celina Grunwald im U19-Achter, Ole Hanack im U19-Doppelzweier und Nick Stollenmeyer als Trainer des U19-Vierers mit Steuerfrau. Die Vorentscheidungen laufen seit gestern, die Medaillen werden in den Finalläufen am 30. und 31. Juli vergeben.

Lisa Holbrook, die amtierende U23-WM-Bronzemedaillengewinnerin im Achter, bleibt dem Verlauf ihrer Saison treu: Nichts läuft wie geplant. Waren es über das Jahr eine Coronainfektion und eine gebrochene Rippe, die die Ambitionen der Architekturstudentin bereits jetzt in der offenen Altersklasse am WM-Start zu liegen, zunichte machten, so ist es jetzt die Coronainfektion einer ihrer Teamkameradinnen im Vierer ohne. Davon lässt sich Holbrook aber nicht aus der Ruhe bringen.

Hanauer WM-Hoffnungen: Celina Grunwald, Trainer Nick Stollenmeyer und Ole Hanack.
Hanauer WM-Hoffnungen: Celina Grunwald, Trainer Nick Stollenmeyer und Ole Hanack. © DRV/Schwier

Ole Hanack, amtierender EM-Bronzemedaillengewinner im U19-Achter, hat das vorbereitende harte Trainingslager in Berlin-Grünau in vollsten Zügen genossen und ist bestens gewappnet für die Weltmeisterschaft. Der Doppelzweier mit seinem Partner Jakob Geyer vom Berliner Ruderclub ist von Tag zu Tag und von Belastung zu Belastung immer besser in Fahrt gekommen. Jetzt fiebern die beiden der WM in Varese entgegen. Dort erwartet sie mit insgesamt 26 gegnerischen Booten das zweitstärkste Meldefeld der gesamten U19-WM. Ein echter Leckerbissen, bei dem es nicht nur wegen der norditalienischen Temperaturen heiß her gehen wird.

Celina Grunwald ist amtierende WM-Silbermedaillengewinnerin im U19-Achter und wird auch in Italien mit ihren Teamkameradinnen in dieser Bootsklasse am Start liegen. Zehn anderen Teams gilt es dann die Butter vom Brot zu nehmen. Darauf hat sich die Mannschaft nach den harten Trainingseinheiten schon eingeschworen - beim gemeinsamen Waffelessen, einer der kleinen Freizeitfreuden der ambitionierten Sportlerinnen im durchgetakteten Trainingslager-Alltag.

Hassia-Coach Nick Stollenmeyer hat Verband mit guten Leistungen überzeugt

Nick Stollenmeyer coachte in dieser Saison Celina Grunwald und Ole Hanack zum Erfolg und zur WM-Qualifikation. Das fiel auch dem Deutschen Ruderverband auf, der Stollenmeyer sogleich für ein besonderes Projekt nominierte: die Bildung des weiblichen U19-Vierers mit Steuerfrau. Stollenmeyer, der auch an der Karl-Rehbein-Schule unterrichtet, fand sich ganz in seinem Element wieder. Vom Kartenspiel bis zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten ließ er kein Register des Teambuildings ungezückt und tat auch auf dem Wasser das, wofür ihn der Deutsche Ruderverband haben wollte: Beim abschließenden Relationsrennen erzielte seine Mannschaft von allen deutschen Booten im Quervergleich die zweitschnellste Zeit. Ein gutes Zeichen für die WM in Varese.

In der Vorbereitung auf die Wettkämpfe gegen die weltweite Konkurrenz haben die jungen Ruderteams ein straffes Programm absolviert. Ein beispielhafter Tag startete um 5.30 Uhr mit einem kleinen Imbiss, ehe ab 6 Uhr die erste intensive Trainingseinheit auf dem Wasser auf dem Plan stand.

U23-Starterinnen: Lisa Holbrook (RC Hassia Hanau), Katharina Bauer (Trier), Annika Elsen (Trier) und Mira Moch (Regensburg, von links).
U23-Starterinnen: Lisa Holbrook (RC Hassia Hanau), Katharina Bauer (Trier), Annika Elsen (Trier) und Mira Moch (Regensburg, von links). © -

Das große Frühstück folgte um 8 Uhr, ab 11 Uhr standen entweder Krafttraining oder ein Alternativtraining an Land mit anschließender Gymnastik an. Nach dem Mittagessen um 13 Uhr gab es eine kleine Pause oder Physiotherapie, ehe die Ruderer wieder in ihrem Element gefordert waren. An die lange Rudereinheit zwischen 18 und 22 Kilometern schloss sich das Abendessen an. Damit war der Trainingstag aber immer noch nicht beendet, denn Stretching und Kräftigungsgymnastik für den Rumpf standen noch an.

So sind die deutschen Nachwuchsruderer um die Hanauer Delegation bestens gewappnet für die Weltmeisterschaften der Altersklassen U19 und U23.  mei

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