Baris Özdemir und der SC 1960 Hanau verließen zuletzt zwei Mal als Verlierer den Platz. Archivfoto: TAP

Fussball

Verbandsliga: HSC will nach Derbyniederlage wieder aufstehen

Fussball. Für den SC 1960 Hanau steht in der Verbandsliga Süd das nächste Topspiel an. Die Elf von Coach Antonio Abbruzzese reist am Sonntag (15 Uhr) zum punktgleichen Verfolger Rot-Weiß Walldorf.

Von Frank Schneider

Beim starken Neuling aus Südhessen wartet eine schwere Aufgabe, doch der HSC will nach der schmerzlichen Derbyniederlage gegen Hanau 93 und der davor kassierten 1:5-Schlappe bei Rot-Weiß Frankfurt den Bock wieder umstoßen und in die Erfolgsspur zurückkehren. Schlechte Stimmung will Abbruzzese erst gar nicht aufkommen lassen. „Warum auch? Wir sind immer noch Zweiter. Wenn uns das einer vor der Saison so prognostiziert hätte, es wäre sofort von uns unterschrieben worden.“

Der Italiener ist aber erfahren genug, um zu wissen, dass die Gemüter bei einer länger anhaltenden sportlichen Durststrecke sich schnell erhitzen können. Deswegen soll in Walldorf mit aller Macht ein Sieg her. „Wir fahren dahin, um das Spiel zu gewinnen“, unterstreicht Abbruzzese. Dass Stadtrivale Hanau 93 im Kampf um die Meisterschaft bei nunmehr sechs Punkten Vorsprung in der deutlich besseren Position ist, spielt für den HSC-Trainer derzeit keine große Rolle. Selbst bei einem Durchmarsch der 93er wäre der Hessenliga-Einzug am Saisonende über die Aufstiegsrunde ja immer noch möglich. „Es hilft auch nichts zurückzuschauen“, hofft Abbruzzese, dass die Derbyniederlage abgehakt ist, schließlich geht es in der Verbandsliga Süd noch einige Wochen Schlag auf Schlag weiter.

Zuletzt acht Gegentore in zwei Spielen

Ziel des Sportclubs ist es, sich zur Winterpause in eine gute Position zu bringen, um danach voll in den Angriffsmodus gehen zu können. Bis dahin drohen auch Innenverteidiger Melih Gültekin und Mittelfeldspieler Kim Werner auszufallen. Beide laborieren noch an ihren Verletzungen. Mit Ugur Albayrak ist ein zentraler Spieler angeschlagen, während die Gelb-Rot-Sperre für den flexibel einsetzbaren Kevin Müller abgelaufen ist. Eines steht fest: Es bedarf am Sonntag in Walldorf einer konzentrierten Abwehrleistung. Acht Gegentore aus den vergangenen beiden Spielen deuten klar Verbesserungsbedarf an. Mit Dominik Lewis und Christopher Nguyen verfügt der Aufsteiger über zwei brandgefährliche Stürmer. Das Selbstvertrauen der Rot-Weißen ist nach dem 1:0-Sieg beim 1. FC Erlensee ebenfalls intakt.

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