Kaan Günes ist neuer Co-Trainer des SC 1960 und damit rechte Hand von Chefcoach Antonio Abbruzzese. (Archivfoto: TAP)

Hanau

Verbandsliga: HSC will gegen Bad Vilbel hoch verteidigen

Fußball. Bereit für den Spitzenreiter: Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge freut sich der SC 1960 Hanau in der Verbandsliga Süd auf das am Freitagabend steigende Duell gegen Tabellenführer FV Bad Vilbel.

Von Frank Schneider

Die Partie wird auf dem Sportgelände des Herbert-Dröse-Stadions um 19.30 Uhr angepfiffen. Für Kaan Günes wird es die Heimpremiere sein. Der ehemalige Aufstiegstrainer von Türk Gücü Hanau fungiert beim HSC seit einigen Tagen als Co-Trainer von Antonio Abbruzzese.

„Uns erwartet ein wahnsinnig schweres, aber auch sehr interessantes Spiel“, sagt unterdessen der Cheftrainer der auf Rang sieben vorgerückten Hanauer. Dass es gegen die derzeitige Übermannschaft der Liga geht, wertet der Italiener als zusätzliche Motivation. „In diesem Spiel werden wir sehen, was unsere Serie wert ist“, stachelt Abbruzzese sein Team an.

Bad Vilbel besticht mit glänzender Offensive

Am Freitag gegen Bad Vilbel und am kommenden Dienstag in Wald-Michelbach – so lauten die beiden nächsten Aufgaben des HSC. Gelingt es in diesen Partien, das derzeit mit 20 Zählern bestückte Punktekonto weiter aufzustocken, können die 1960er ihre Blicke in der Tabelle womöglich nach oben richten.

Ganz vorne hat sich der FV Bad Vilbel in den vergangenen Wochen etwas abgesetzt. Das Team von Trainer Amir Mustafic besticht mit einer glänzenden Offensive und ist seit Jahren eingespielt. In der vergangenen Saison verpassten die Wetterauer die Rückkehr in die höchste hessische Spielklasse nur knapp.

Fehler des Gegner konsequent ausnutzen

„Ich habe Bad Vilbel im Heimspiel gegen Bensheim beobachtet und kann sagen, dass sie sicherlich nicht ohne Grund Tabellenführer sind und dem Feld schon etwas davongelaufen sind“, so Abbruzzese. Viele Schwächen hat er beim glatten 4:0-Erfolg der Vilbeler nicht ausgemacht. Sollte der mit fünf Punkten Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Hanau 93 blendend dastehende Ligaprimus am Freitagabend welche an den Tag legen, so gelte es diese konsequent zu nutzen.

Spiel aufdrücken

Der HSC-Trainer wird eine mutige Marschroute ausgeben. „Wir müssen versuchen, Bad Vilbel unser Spiel aufzudrücken. Läuft es umgekehrt, wird es noch schwieriger.“

Spiel aufdrücken bedeutet für Antonio Abbruzzese in diesem konkreten Fall früh attackieren und hoch verteidigen. Lässt man der spielstarken Truppe des FV Bad Vilbel zu viel Platz zum Kombinieren, dann wird es in der Regel in der eigenen Spielhälfte gefährlich. Dass bislang in seinen drei Spielen noch kein Gegentor fiel, führt der neue Übungsleiter auf das gute Defensivverhalten des gesamten Teams zurück. „Unsere Stürmer sind die ersten Abwehrspieler, anders funktioniert das nicht.“

Zusammenarbeit mit Kaan Günes klappt gut

Der neue Trainer will die Abläufe beim Verbandsligisten weiter optimieren und freut sich sehr, dass er mit Kaan Günes nun eine rechte Hand an seiner Seite weiß, auf die er sich verlassen kann. „Die Zusammenarbeit in den ersten Tagen klappt wirklich sehr gut, er ist mit voller Leidenschaft dabei“, berichtet Abbruzzese.

Eine weitere positive Nachricht erreichte die Verantwortlichen des Vereins nach dem MRT-Termin von Timo Dauber. Dessen Verletzung ist nicht so schwer wie zunächst angenommen und stellte sich „nur“ als Außenbandanriss heraus. „Ich denke in zwei, drei Wochen wird Timo wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, berichtet Abbruzzese.

Aydilek fällt wohl aus

Ansonsten sind vor dem Match gegen Bad Vilbel mit Güney Günel, Kaan Köksal und Travis Parker drei Akteure leicht angeschlagen, doch alle drei werden am Freitagabend vermutlich zum Einsatz kommen. Semih Aydilek dagegen eher nicht. Der Stürmer fehlte zuletzt aus beruflichen Gründen. Schafft er es, bis zum Spiel rechtzeitig in Hanau vor Ort zu sein, wird er laut Abbruzzese wohl zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

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