Pechvogel: Ugur Erdogan hat sich verletzt und steht dem SC 1960 Hanau nicht zur Verfügung. Archivfoto: tap

Fußball

Verbandsliga Ugur Aslan kommt von Türk Gücü Friedberg zu 1960

Fußball. Nein, an das Hinspiel gegen Rot-Weiss Frankfurt haben die Verantwortlichen des SC 1960 Hanau keine guten Erinnerungen. Mit einer deftigen 1:5-Klatsche kehrte der HSC vom Sportgelände am Brentanobad heim. „Dieses Spiel war damals ein negativer Wendepunkt“, erinnert sich Sportchef Okan Sari.

Von Frank SchneiderWeitere Punktverluste folgten, wenig später trat Trainer Antonio Abbruzzese von seinem Amt zurück. Auch dessen Nachfolger Raduan Belaajel ist beim aktuellen Tabellendritten längst Geschichte, einmal mehr trägt Okan Sari auch als Interimstrainer die Verantwortung. „Ich mache das definitiv nur bis Saisonende“, stellt er jetzt klar. Co-Trainer Berkan Güngör soll jedoch bleiben. Gesucht wird ein neuer Cheftrainer.

Neuzugang steht fest

Unterdessen steht ein Neuzugang für die kommende Saison bereits fest. Vom Hessenligisten Türk Gücü Friedberg wechselt der 22-jährige Ugur Aslan zum HSC. Aslan wurde im Juniorenbereich bei Kickers Offenbach ausgebildet. Okan Sari ist froh, dass der talentierte wie ehrgeizige Akteur sich zu einem Wechsel nach Hanau entschieden hat.

„Wir wollen nichts überstürzen und konzentrieren uns auf die aktuelle sportliche Situation“, erklärt Sari, bestätigt aber zugleich, dass mit den Spielern des aktuellen Kaders derzeit sehr wohl parallel die Gespräche für die kommende Saison laufen. Und zwar ligaunabhängig. Die Rechnung, womöglich doch noch für die Hessenliga infrage zu kommen, ist recht simpel: Um den aktuellen dritten Rang noch verbessern zu können, braucht der SC 1960 Hanau eine Siegesserie, inklusive Dreiern in den Toppartien gegen die Spitzenteams Rot-Weiß Walldorf und FC Hanau 93.

Ambitionen im Kreispokal

Auch im Kreispokalwettbewerb hat die Sari-Elf noch Ambitionen. Im Halbfinale kommt es ebenfalls zum Knüller gegen Hanau 93. Das Viertelfinale bei der SG Marköbel sei kräftezehrend gewesen, war aber schließlich das einzige Pflichtspiel in den vergangenen vier Wochen. „Der Spielplan war für uns ungünstig, doch wir haben versucht, das Beste daraus zu machen“, erzählt Sari. Positiv war die Tatsache, dass Melih Gültekin, Paa-Kofi Boateng und Ali Mahboob ausreichend Zeit hatten, ihre Verletzungen auszukurieren und teilweise über Einsätze in der zweiten Mannschaft sogar wieder Matchpraxis sammeln durften.

Mit den drei genannten hat Interimstrainer Sari im Endspurt vor allem im Defensivbereich deutlich mehr Alternativen zur Verfügung. Auch Gjorgi Trajanov ist wieder fit. Ugur Erdogan war indes der Pechvogel in der spielfreien Zeit, denn er zog sich eine erneute Verletzung zu.

Bis auf Erdogan wird dem Tabellendritten am Sonntag gegen die trotz des jüngsten 2:0-Erfolgs gegen Erlensee noch nicht gesicherten Rot-Weißen aus Frankfurt aber wohl der komplette Kader zur Verfügung stehen. Ziel sind laut Sari klar drei Punkte: „Wir wollen ein Zeichen setzen.“

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