Für Hanaus neuen Trainer Raduan Belaajel lief der Einstand anders als erwartet. 3:2 verlor seine Mannschaft gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht. Archivfoto: Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Überraschende Niederlage für 1960 Hanau

Fußball. Der Einstand von Raduan Belaajel beim SC 1960 Hanau ging voll in die Hosen. Die Gastgeber unter-lagen dem abgeschlagenen Schlusslicht FC Sandzak Frankfurt überraschend 2:3 (0:2). „Vollkommen verdient“, konstatierte der neue HSC-Coach. Gleichzeitig trauerte er mehreren hochkarätigen Chancen nach.

Von Gert Bechert

Auch weil einige Stammkräfte neben sich standen. Wie Benjamin Braus. Er tauchte in der 62. Minute frei vor Gästekeeper Elvis Nurkovic auf, schoss ihm aber das Leder aus sechs Metern in die Arme. Neun Minuten später wurde Braus endgültig zum traurigen Helden, als er an der Mittellinie bei einem unnötigen Dribbling den Ball verlor und Dino Cakovic (71.) mit dem 3:0 endgültig die Weichen auf Sieg der Gäste stellte.

Ersatzspieler aus Stadion verwiesen

Dabei schien vor Spielbeginn den Gastgebern alles in die Karten zu spielen. Kurz vor dem Anpfiff verließen drei Ersatzspieler des FC Sandzak das Stadion, wegen angeblich ausstehender Zahlungen. Somit saß nur Dzenan Sabotic auf der Bank, der in der 46. Minute für den verletzten Nenad Matic zum Einsatz kam. Noch stärker schlug das Verletzungspech beim HSC zu. Schon nach 33 Minuten war das Auswechselkontingent ausgeschöpft. Daran lag es aber nicht, dass die Hausherren nicht ins Spiel kamen. Sandzak war sofort hellwach und ging nach einem schönen Spielzug durch Torjäger Cakovic (15.) in Führung. Nur zwei Minuten später düpierte Adnan Sejdovic (17.) mit einer Bogenlampe aus über 30 Metern HSC-Keeper Jannis Pellowski – 0:2.

Erst nach einer halben Stunde fingen sich die Hausherren und starteten einige gefährliche Angriffe, die vornehmlich über rechts vorgetragen wurden. Nach Wiederbeginn blieb es jedoch bei einer kurzen Drangphase. Danach versäumten es die kampfstarken Gäste, den Sack frühzeitig zuzumachen. Cakovic (57.) scheiterte an Pellowski, den Nachschuss von Riki Hirakawa klärte Patrick Bleibdrey auf der Torlinie. Dass die Gastgeber auch nach dem 0:3 und der Gelb-Roten Karte für Özcan Aydin (80.) sich weiter um eine Resultatsverbesserung bemühten, war einzig lobenswert. Die Tore von Özdemir (85.) und Semih Aydilek (90.+3) kamen jedoch zu spät für eine Aufholjagd.

Hanau 1960: Pellowski – I-toi, Braus, Mahboob (23. Trajanov), Müller (32. Bleibdrey) – Aydin, Demir, Mastilovic, Erdogan (33. Er-be) – Özdemir, Aydilek – Tore: 0:1 Cakovic (15.), 0:2 Sejdovic (17.), 0:3 Cakovic (71.), 1:3 Özdemir (85.), 2:3 Aydilek (90.+3) – Schiedsrichterin: Stadler (Fulda) – Zuschauer: 100 – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Aydin (80./Hanau) – Beste Spieler: -/Cakovic, Jansa, Jukic

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