Der Hanauer Abdulkadir Okutan (links) will mit seinem Team die kleine Negativserie der letzten Wochen beenden und im letzten Hinrundenspiel noch einmal punkten, bevor es in die Winterpause geht. Archivfoto: TAP

Hanau

Verbandsliga Süd: Angespannte Personallage bei SC 1960 Hanau

Fußball. Die personelle Lage ist prekär, doch die Zuversicht groß. Geht es nach Trainer Antonio Abbruzzese, so erntet der SC 1960 Hanau am Sonntag im letzten Spiel des Jahres in der Verbandsliga Süd noch einmal Punkte. Gekickt wird auf dem Kunstrasenplatz im Frankfurter Stadtteil Bonames gegen den spielstarken Neuling FC Sandzak Frankfurt.

Von Frank SchneiderAus dem Hinspiel haben die Hanauer noch etwas gutzumachen, denn es endete im Herbert-Dröse-Stadion 2:1 für Sandzak.

Die Punktausbeute des HSC war in den vergangenen Wochen nicht überwältigend gut, Abbruzzese sieht jedoch keinen Anlass zum Draufhauen.Mehr Konzentration in den Zweikämpfen„So viel Pech, wie wir in den beiden vergangenen Spielen gehabt haben, kann man nicht immer haben.“ Für ihn war die 3:4-Heimniederlage gegen Viktoria Nidda äußerst unglücklich, gerade wegen eines klaren Chancenplus auf Seiten der eigenen Mannschaft.

„Zum Teil war leider auch ein bisschen Unvermögen dabei“, schränkt Abbruzzese ein, wohl wissend, dass sowohl beim Abschluss als auch beim Führen wichtiger Zweikämpfe bisweilen ein wenig die Konzentration gefehlt hat. „Das wollen wir am Sonntag einen Tick besser machen und dann bin ich optimistisch und sicher, dass wir etwas holen werden. Die Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt, stellt mich sehr zufrieden“, lobt der Coach das Engagement seines Teams, dem in den vergangenen Wochen immer wieder wichtige Stützen weggebrochen sind.Etliche VerletzeDie Ausfälle, mit denen der aktuelle Tabellenneunte zu kämpfen hat, sind schon frappierend. Semih Aydilek, eigentlich in der Offensive gesetzt, weilt schon seit Wochen aus beruflichen Gründen im Ausland. „Ich habe ihn erst einmal gesehen“, berichtet Abbruzzese.

Die Rotsperre für Günel Günel kam absolut ungelegen, da mit Melih Gültekin, Ali Mahboob, Timo Dauber und Serhat Yildiz etliche Spieler verletzt fehlen. Bei Yildiz gibt es eine kleine Resthoffnung, dass er am Sonntag in Frankfurt dabei sein kann, bei Dauber, Gültekin und Mahboob ist das ausgeschlossen. Die beiden Letztgenannten hatten auf ein Comeback noch vor der Winterpause gehofft, dann aber hinsichtlich ihrer Verletzung wieder einen Rückschlag erhalten.„Bei uns wird sich im Winter einiges tun“Das Spiel gegen Sandzak steht zwar im Fokus, doch die Gedanken der Verantwortlichen des SC 1960 Hanau schweifen auch längst in Richtung Restrunde. „Ab Platz sechs kämpfen alle Vereine gegen den Abstieg, wir wissen, dass wir kein tolles Polster auf die hinteren Ränge haben“, betont Abbruzzese.

Der erfahrene Übungsleiter erwartet eine „spannende, interessante, aber auch gefährliche“ Rückrunde und kündigt schon jetzt personelle Umwälzungen im Kader an. „Bei uns wird sich im Winter einiges tun, die Funktionäre im Verein arbeiten schon seit Wochen an der Kaderplanung für die Rückrunde. Zu 99 Prozent verlassen – und zwar überwiegend aus beruflichen Gründen – wird den Verein Julian Davy. „Ich finde das schade, denn er hat in den zwei Spielen, die er unter meiner Regie gemacht hat, in der Abwehr sehr stark gespielt“, so Abbruzzese. Weitere Personalien wird der Verbandsligist in den nächsten Tagen und Wochen bekannt geben.

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