Neuzugang Markus Hofmeier soll das Spiel des SC 1960 Hanau in der Mittelfeldzentrale lenken. Archivfoto: TAP

Hanau

Verbandsliga: Sechs-Punkte-Spiel für SC 1960 Hanau

Fußball. „Alle Spieler sind sehr angespannt, aber im positiven Sinn. Sie warten wie ein Sprinter auf den Startschuss“, beschreibt Raduan Belaajel die Stimmungslage beim SC 1960 Hanau. Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr, Herbert-Dröse-Stadion) geht es nach der langen Winterpause wieder los.

Von Gert Bechert

Im Topspiel der Verbandsliga Süd empfängt der HSC als Dritter den Fünften Germania Ober-Roden. „Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel“, konstatiert der HSC-Trainer. Ein Blick auf die Tabelle gibt ihm Recht. Mit einem Sieg würde der HSC den Abstand auf Ober-Roden auf sechs Punkte vergrößern, bei einer Niederlage wären beide Teams punktgleich.

Belaajel weiß, dass sich seine Mannschaft in den verbleibenden elf Spielen – die Partie gegen Eintracht Altwiedermus wird nach dem Rückzug der Ronneburger mit 3:0 für den HSC gewertet – keinen Ausrutscher mehr leisten kann. „Wichtig wird sein, dass wir die direkten Vergleiche gegen unsere Konkurrenten um Platz zwei gewinnen“, betont Belaajel. Platz eins ist allerdings weit entfernt. „Bei acht Punkten Rückstand auf Hanau 93 und nur noch elf Spielen ist das kaum zu stemmen“, zeigt sich Belaajel als Realist.

Vier Neue bei den 1960ern

Jetzt gilt alle Konzentration dem kommenden Gegner. Vom 3:2-Hinspielsieg lässt sich der HSC-Coach nicht täuschen. „Die Germania tritt geschlossen auf und hat mit Mohammed Hakimi einen absoluten Ausnahmespieler in ihren Reihen.“ Hakimi führt gemeinsam mit HSC-Spieler Semih Aydilek und Dino Cakovic (Sandzak Frankfurt) mit 14 Treffern die Torschützenliste an. Aber nicht nur auf Hakimi muss ein Auge geworfen werden, auch der Ex-Offenbacher Fabian Bäcker und der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Marco Christophori-Como sind immer für ein Tor gut. Nicht mehr dabei ist der frühere HSC-Kicker Vassilios Porporis, der in der Winterpause zum Hessenligisten FC Eddersheim wechselte.

Die vier Neuen im Trikot der 1960er haben sich nach den Worten Belaajels gut eingefügt. Besonders gilt dies für den „Königstransfer“ (Belaajel) Markus Hofmeier, der vom FV Bad Vilbel kam. „Er ist nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine absolute Bereicherung. Mit seiner Einstellung und seinem Charakter ist er vorbildhaft“, schwärmt Belaajel vom 25-Jährigen. Den Platz im zentralen Mittelfeld dürfte Hofmeier keiner streitig machen, zumal Kim Werner weiter ausfällt. Was auch auf den zweiten langzeitverletzten Melih Gültekin zutrifft. „Leider hat sich unsere Hoffnung, beide nach der Winterpause wieder einsetzen zu können, zerschlagen“, bedauert Belaajel. Doch auch ohne die beiden wird das Ziel Relegationsplatz zwei ins Visier genommen werden.

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