Fußball

Verbandsliga: Di Natale verlässt den FC Hanau 93

Fußball. Der FC Hanau 93 führt souverän das Feld in der Verbandsliga Süd an und will im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SV Altwiedermus drei weitere Punkte einfahren. Die Truppe der beiden Trainer Slavisa Dacic und Christoph Prümm ist gegen die Ronneburger klar favorisiert.

Von Frank Schneider

Auswärts hat der nun von Sven Reuter gecoachte SVA erst einen einzigen Punkt eingefahren, während der HFC überhaupt noch kein Spiel der laufenden Verbandsliga-Saison verloren hat.

„Wir wollen ungeschlagen in die Winterpause gehen“, sagt der Sportliche Leiter Giovanni Fallacara. Nach dem Match gegen Altwiedermus genießt der Spitzenreiter eine Woche später gegen Rot-Weiss Frankfurt nochmals Heimrecht.

Di Natale wechselt zum Kreisoberligisten TSG Mainflingen

Abseits der aktuellen sportlichen Situation verkündete der HFC-Sportchef interessante personelle Neuigkeiten. So wird Enrico Di Natale den Verbandsliga-Spitzenreiter in der Winterpause verlassen und beim Offenbacher Kreisoberligisten TSG Mainflingen anheuern. Di Natale war mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden.

„Außerdem spielen in Mainflingen einige seiner Freunde“, liefert Fallacara ein weiteres Argument, weshalb der vielseitig verwendbare Spieler in Zukunft für den aktuellen Tabellenzweiten der Kreisoberliga Offenbach auflaufen möchte. Di Natale ist nach Sven Diedrich (SV Seemental) und Pascal Herpich (JSK Rodgau) bereits der dritte Spieler, der den FC Hanau 93 im Laufe der Saison vorzeitig verlässt. Dazu trennte sich der Verein von Defensivspieler Aryan Assar. „Möglicherweise werden wir in der Winterpause den Kader verstärken“, erklärt Fallacara.

Mezini erleidet Kreuzbandriss

Zusätzliche Notwendigkeit besteht nach der Diagnose der Verletzung von Betim Mezini. Der lauffreudige Mittelfeldspieler zog sich in Wald-Michelbach einen Kreuzbandriss zu. Ein Operationstermin ist bereits fixiert, die Saison für den Neuzugang gelaufen.

Vor der Planung der Rückrunde genießen die beiden anstehenden Heimspiele gegen Altwiedermus und Rot-Weiss Frankfurt Priorität. Der jetzt schon komfortable Vorsprung an der Tabellenspitze soll (derzeit neun Punkte auf Platz zwei) verteidigt oder sogar noch ausgebaut werden. „Die Mannschaft ist voller Tatendrang, doch ich bin sicher, dass es Altwiedermus uns nicht leicht machen wird“, erläutert Giovanni Fallacara. Die Euphorie ist groß. Es gehe, so Fallacara, am Sonntag darum, den Gegner nicht zu unterschätzen.

„Altwiedermus ist nach dem Trainerwechsel stärker geworden und wird gegen uns alles reinhauen“, denkt der Sportliche Leiter. Ex-Profi Daniyel Cimen steht den Hanauern am Sonntag wieder zur Verfügung, ansonsten wird es im Kader des Tabellenführers keine Veränderungen geben.

SV Altwiedermus will sich nicht verstecken

Beim SV Altwiedermus führte Trainer Sven Reuter die Abschlussschwäche im ersten Durchgang auf die erlittene 0:2-Niederlage zurück. Die Chance, nach dem Erfolgserlebnis im vorherigen Heimspiel gegen Vatanspor Bad Homburg nachzulegen, war aus Sicht des Übungsleiters vorhanden, „doch muss man in der Verbandsliga eben 90 Minuten gut spielen, um am Ende erfolgreich zu sein“, so Reuter.

Der krassen Außenseiterrolle ist man sich im Lager der Eintracht vor dem Trip an die Kastanienallee bewusst. Beton anrühren und vorne auf den lieben Gott hoffen, davon hält Sven Reuter dann aber nicht sonderlich viel. „Wir wollen die Hanauer ein wenig ärgern und das traue ich meiner Mannschaft auch zu“, so Reuter, der im gleichen Atemzug fortführte: „Natürlich muss bei uns dann schon alles passen und der HFC einen nicht so guten Tag erwischen.“

So wie zum Beispiel im letzten Punktspiel gegen Urberach, als es für den Ligaprimus auch nur zu einem torlosen Remis reichte. Die vorhandene gute Balance zwischen Offensive und Defensive ist aus Sicht von Reuter das große Plus des Spitzenreiters. Personell sieht es beim SVA so aus, dass Coach Reuter bis auf Marvin Laubach (Hüftprobleme) wohl aus dem Vollen schöpfen kann.

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