Kaan Köksal (Mitte) ist einer der neuen Spieler beim SC 1960 Hanau. Archivfoto: TAP

Hanau

Verbandsliga: Köksal und Aslan wieder beim HSC

Fußball. Der SC 1960 Hanau hat auf den schwachen Saisonstart in der Verbandsliga Süd reagiert und mit Kaan Köksal (SV Zeilsheim) und Ibrahim Aslan (1. FCA Darmstadt) zwei ehemalige Spieler zurückgeholt.

Von Frank Schneider

Beide kamen bereits am vergangenen Freitag beim 5:2-Erfolg ihres neuen (alten) Vereins im vorgezogenen Match bei der Usinger TSG zum Einsatz. „Kaan war ja zwei Jahre bei uns und nach seinem Wechsel nach Zeilsheim ist der Kontakt nie abgerissen“, berichtet HSC-Sportchef Okan Sari. In der vergangenen Saison war Köksal mit 18 Saisontreffern der beste Torschütze des SC 1960 Hanau und trug maßgeblich dazu bei, dass der letztjährige Aufsteiger im Endklassement einen starken vierten Platz einnehmen konnte.

In Sachen Vertragsverlängerung konnte sich der Mittelstürmer allerdings seinerzeit mit den Verantwortlichen nicht einigen. Jetzt ging die Rückholaktion schnell. „Wir haben das sauber mit dem SV Zeilsheim geregelt und ich möchte mich bei dem Verein und seinem Trainer Sascha Amstätter ausdrücklich bedanken. Ohne das Einverständnis von Sascha Amstätter wäre Kaan nicht gewechselt“, so Sari.

Bereicherung für das TeamBei Ibrahim Aslan lag der Fall etwas anderes. Der 27-Jährige trainierte schon seit Wochen bei den Hanauern mit. Ursprünglich wollte der ehemalige Kicker des SV Sandhausen seine Fußballkarriere als Profi in der Türkei fortsetzen, entschied sich aus privaten Gründen aber nun für einen Verbleib in Deutschland. Der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler ist eine weitere Bereicherung für das Team von Coach Seref Zangir, vor allem, weil er ein starker Linksfuß ist. Laut Sari wird der SC 1960 Hanau nicht mehr initiativ auf dem Transfermarkt tätig werden, bis zum 31. August bestünde noch die Möglichkeit dazu.

Nach dem 5:2-Sieg in Usingen herrschte am Freitagabend im Lager des SC 1960 Hanau große Erleichterung. Der verpatzte Start gegen drei Aufsteiger hatte schließlich für Frustration gesorgt und auch das Umfeld leicht nervös gemacht. „Ich habe immer gesagt, dass wir nach den Abgängen im Sommer die Ruhe bewahren müssen und Geduld mit den jungen Spielern aufbringen sollten. In Usingen hat man die Verunsicherung am Anfang gespürt, als wir 0:2 hinten lagen“, so Sari.

Team zieht sich selbst aus dem SumpfUmso erleichterter waren er und Trainer Seref Zangir, dass sich das Team selbst aus dem Sumpf zog und in beeindruckender Manier das Spiel noch drehte. Spätestens nach dem 3:2-Führungstreffer von Sercan Demir in der 73. Minute wendete sich das Blatt zugunsten der Grimmstädter.

Auf Usinger Seite haderten Trainer und Spieler über Entscheidungen des Schiedsrichters. Eine Viertelstunde vor Schluss sah der Usinger Christian Kaus wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte. Drei Minuten vor dem Ende sah Lars Günther wegen einer Tätlichkeit sogar glatt Rot. Danach war die Moral der UTSG gebrochen und Hanau baute mit zwei späten Treffern den knappen Vorsprung noch zu einem 5:2-Erfolg aus.

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