Macht einen guten Job auf der SGB-Bank: Carsten Keller. Archivfoto: TAP

Bruchköbel

Verbandsliga: Knappe Niederlage für die SG Bruchköbel

Fußball. Vier Minuten fehlten der SG Bruchköbel gestern Nachmittag beim FV Bad Vilbel für eine faustdicke Überraschung. In der 86. Minute zerstörte der spät eingewechselte Thorben Knauer mit einem Knaller aus 14 Metern alle Träume der Gäste auf einen weiteren Punktgewinn nach dem 1:1 am Donnerstag beim FC Alsbach.

Knappe Bruchköbeler Niederlage

Dass der Sieg der klar favorisierten Gastgeber aufgrund einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel letztlich verdient war, wollte auch Oliver Gust nicht in Frage stellen. Trotzdem war der SGB-Abteilungsleiter mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor nur 90 Zuschauern zufrieden. „Vor drei Wochen hätten wir hier noch eine Packung kassiert, jetzt haben wir Bad Vilbel das Leben ganz schön schwer gemacht. 0:1 beim Topfavoriten der Liga zu verlieren ist wahrlich keine Schande.“  

Mit unveränderter Mannschaft schickte Co-Trainer Carsten Keller die SGB ins Rennen gegen die Grün-Weißen. Außer einem Schuss von Filip Osman (9.), der knapp das Ziel verfehlte, hatte die gut stehende Gästeabwehr die Offensive der Hausherren gut im Griff. Was auch mit ein Verdienst des Innenverteidigers Ogün Arslan war, der erneut mit einer tadellosen Leistung glänzte.

Gravierender PatzerDie erste Bruchköbeler Chance war eher ein Zufallsprodukt. Cihan Aydin luchste an der Mittellinie einem gegnerischen Spieler das Leder ab, passte zu Dorian Ahouandjinou (25.), der aus 40 Metern mit einem Heber den zu weit vor seinem Kasten postierten FVB-Keeper Robin Orband überlisten wollte. Pech, dass das Spielgerät von der Oberkante der Latte ins Aus ging. Brenzlig wurde es für die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel.

Nach einer Rechtsflanke war Tobias Kühn falsch postiert, doch Davor Babic (41.) zielte über das Tor. Noch gravierender war der Patzer von Maximilian Walter nur eine Minute später. SGB-Keeper Onur Aydin wusste sich gegen den durchgebrochenen Zoran Djordjevic nur noch mit einem Foul zu helfen. Djordjevic (42.) trat zur Exekution an und scheiterte am prächtig reagierenden SGB-Zerberus. „Wir haben bis jetzt wenig zugelassen. Am Ende wird der gewinnen, der den größeren Willen besitzt“, mutmaßte Gust zur Halbzeit.

Tolle ParadenUnd den besaßen zweifelsfrei die Gastgeber, die nach dem Wechsel Bruchköbel teilweise in seiner Hälfte einschnürte. Onur Aydin stand öfters im Brennpunkt, hielt aber mit tollen Paraden gegen Osman (64.), Dominik Emmel (72.), und Jonas Grüters das 0:0 fest. Die beste Chance besaß der eingewechselte Ajdin Maksumic (81.), der aus kürzester Entfernung eine Emmel-Flanke über das Tor drosch. Bruchköbeler Konter sorgten nur noch für gelegentliche Entlastung, Gefahr vor dem FVB-Tor brachten sie nicht.

Genauso wenig bewirkte der nach einer Stunde gekommene Ex-Bruchköbeler  Ugor Erdogan auf der Gegenseite. Als viele schon mit einem 0:0 rechneten, schlug Knauer zu. Am kommenden Sonntag geht es zum dritten Auswärtsspiel in Folge zur TS Ober-Roden. Nach derzeitigem Stand dürfte auch gegen den Rödermark-Verein das Trainerduo Keller/Stefan Alraum auf der Bank sitzen.

Bruchköbel:Onur Aydin – Rohner, Dickerhoff, Arslan, Walter – Kühn, Cihan Aydin (70. Beqiraj), Ahouandjinou, Werner, El Kaddouri (75. Ferguson) – Jajetic (46. Büdinger) Tor: 1:0 Knauer (86.) – Schiedsrichter: Wegmann (Darmstadt) – Zuschauer: 90 – Beste Spieler: Osman/TW Onur Aydin, Arslan, Ahouandjinou geb

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