Hanaus Torwart Jens Westenberger rettete einige gefährliche Szenen im Spiel und sicherte so den 93er einen Punkt. Archivfoto: Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Hanau 93 gelingt nur Remis bei Viktoria Urberach

Fußball. Am Ende herzten alle Jens Westenberger. Der Torwart des FC Hanau 93 war beim torlosen Remis im Verbandsligamatch bei Viktoria Urberach der mit Abstand beste Spieler seines Teams und rettete mit einigen guten Paraden dem Spitzenreiter zumindest einen Punkt.

Wie schon im Hinspiel, das an der Kastanienallee 1:1 endete, machte das Team von Trainer Lars Schmidt dem Favoriten mit einer unangenehmen Spielweise das Leben von Beginn an richtig schwer. Selbst in Überzahl – die Gastgeber kassierten kurz vor der Pause eine Gelb-Rote Karte – fiel dem HFC in der Offensive nicht viel ein. Es fehlten die zündenden Ideen und am Ende war das Team der beiden Trainer Christoph Prümm und Slavisa Dacic mit dem Unentschieden gut bedient.

Die Gefahr blieb aus

Die Hanauer waren zwar um Spielkontrolle bemüht und hatten oft den Ball, so richtig gefährlich wurde es aber nur, wenn Urberach angriff. In der achten Minute wäre ein Fehler von Enis Muratoglu im Aufbauspiel fast bestraft worden, doch Marco Di Maria köpfte nach einer Flanke knapp über den Kasten. Gegen den gleichen Spieler bügelte HFC-Keeper Jens Westenberger in der 28. Minute per Fußabwehr einen Fehler von Christoph Prümm aus. Das erste Mal gefährlich in gegnerischen Tornähe war der Spitzenreiter in der 35. Minute: Sascha Ries setzte energisch nach, scheiterte aber aus spitzem Winkel. Der Urberach Sinisa Alempic war in der 41. Minute frei durch, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss und fand schließlich ebenso in Westenberger seinen Meister. Kurz vor der Pause trat Viktoria-Akteur Domagoj Filipovic zwei Mal in Aktion. Zunächst tankte er sich gut durchs Hanauer Mittelfeld und hatte etwas Pech, dass sein 20-Meter-Schuss knapp am rechten Pfosten vorbeistrich.

In der nächsten Szene leistete sich Filipovic ein unnötiges Foul im Mittelfeld. Da er schon verwarnt war, sah er von Schiedsrichter Lukas Sporck (Wöllstadt) zurecht die Gelb-Rote Karte. Wer dachte, dass der Tabellenführer in der zweiten Hälfte seine numerische Überzahl gewinnbringend ausnutzen würde, der sah sich getäuscht. Urberach zog sich tiefer in die eigene Hälfte zurück und den 93er fiel einfach nichts ein. Die in der ersten Hälfte schon nicht gutklassige Partie wurde von Minute zu Minute zerfahrener. Bei wenigen Entlastungsangriffen waren die Viktorianer sogar noch gefährlicher als ihr Gegner. In der 74. Minute setzte Urberachs Patryk Czerwinski einen tollen Linksschuss aus 18 Metern ab, doch Jens Westenberger kratzte den Ball mit einer Wahnsinnsparade aus dem Winkel. Es war die beste Torchance im zweiten Abschnitt. Beide Teams kamen zwar in der Schlussviertelstunde noch das eine ums andere Mal in Tornähe, unter dem Strich blieben die Offensivaktionen aber Stückwert, das torlose Remis war das folgerichtige Endergebnis.

"Wir können mit dem Punkt gut Leben"

Während die zahlreich mit nach Urberach mitgereisten Anhänger des FC Hanau 93 obgleich der spielerisch dürftigen und insgesamt ein wenig uninspiriert wirkenden Leistung ihrer Mannschaft ein klein wenig enttäuscht den Nachhauseweg antraten, war der Sportliche Leiter Giovanni Fallacara gar nicht mal unzufrieden. „Wir können mit dem Punkt gut leben. Gegen Urberach ist es eben nicht einfach zu spielen, nicht umsonst hat diese Mannschaft nach uns die wenigsten Gegentreffer in dieser Liga kassiert.“ Dass es in den Abläufen auf dem Feld hier und da ein wenig hakte, führte Fallacara auch darauf zurück, dass einige Spieler, die zuletzt verletzungsbedingt fehlten, erst wieder Schritt für Schritt ihre Form finden müssen. „Wir sind weiter ungeschlagen, darauf sind wir stolz. Es ist unser großes Ziel, nun auch ungeschlagen in die Winterpause zu gehen“, so Fallacara abschließend. Am kommenden Wochenende sind die 93er spielfrei, danach stehen noch lösbare Heimaufgaben gegen den SV Altwiedermus und Rot-Weiß Frankfurt auf dem Spielplan.

FC Hanau 93: Westenberger – Ries, Muratoglu, Prümm, Gogol, Crews (68. Gischewski), Sekeric (79. Ünal), Flswieß, Bicakci (46. Suljic), Damar, Amani​; Tore: Fehlanzeige; Schiedsrichter: Sporck (Wöllstadt); Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für den Urberach Filipovic (43.) wegen wiederholten Foulspiels; Zuschauer: 190; Beste Spieler: Yildirim, Malkiewicz / Westenberger, Prümm.

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