Dennis Gogol (rechts) hat mit dem Aufsteiger FC Hanau 93 einen starken Saisonstart hingelegt und will gegen Bad Homburg an die guten Leistungen aus den ersten Spielen anknüpfen. Archivfoto: TAP

Hanau

Verbandsliga: Hanau 93 zu Gast bei defensivstarken Bad Homburgern

Fußball. Der FC Hanau 93 hat sich an die Höhenluft in der Verbandsliga Süd gewöhnt. Am Sonntag reist die Mannschaft der beiden Trainer Christoph Prümm und Slavisa Dacic als Tabellenzweiter zu Vatanspor Bad Homburg und will dort die Auswärtsserie nicht reißen lassen. Bislang ist der Aufsteiger auf fremden Plätzen noch unbesiegt.

Von Frank SchneiderAuf Seiten der Gastgeber, die in der Tabelle Rang vier einnehmen, freut sich einer ganz besonders auf das anstehende Spitzenspiel der beiden Verfolger von Tabellenführer FV Bad Vilbel: Furkan Usta. Der Hanauer spielte einst bei den 93ern und hat nach zwischenzeitlicher Kurzstationen in seiner türkischen Heimat und einem Gastspiel beim SC 1960 Hanau beim TSV Vatanspor Bad Homburg seine sportliche Heimat gefunden.

Zuletzt beim 2:0-Erfolg seiner Farben beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Bruchköbel zählte Usta zu den auffälligsten Spielern seines Teams. „Wir haben Furkans Weg sicherlich verfolgt, allerdings nur aus der Ferne“, nimmt HFC-Sportchef Giovanni Fallacara das Wiedersehen mit dem ehemaligen Spieler eher als beiläufige Randnotiz des anstehenden Matchs hin.„Rechne mit total offenem Siel“Der Gegner stelle generell eine hohe Höhe dar, die Defensivstärke der Bad Homburger ist bekannt. Hier muss die Hanauer Angriffsformation wohl dicke Bretter bohren, um erfolgreich zu sein. Anderseits befinden sich Christian Fischer und Kahraman Damar derzeit in blendender Form. Dass Vatanspor mit 18 erzielten Treffern schon 20 Punkte geholt hat und mit negativem Torverhältnis auf Platz vier steht, ist schon etwas ungewöhnlich. Nur zwei Teams – TS Ober-Roden und die SG Bruchköbel – markierten im bisherigen Saisonverlauf weniger Tore als die Mannschaft von Trainer Jörg Loutchan.

„Ich rechne mit einem total offenen Spiel, in dem wohl die Tagesform entscheiden wird. Vatanspor hat in der vergangenen Saison eine ganz starke Rückrunde gespielt und steht auch jetzt wieder gut da. Sie stehen hinten gut, trotzdem wollen wir sie frühzeitig attackieren“, berichtet Fallacara. Die 93er können derweil auf ihr bewährtes Innenverteidiger-Duo Daniyel Cimen und Christoph Prümm bauen.Fink als routinierter VertreterMichael Fink, der zuletzt beim 3:0-Sieg des HFC gegen die Usinger TSG den verhinderten Cimen in der Abwehrzentrale routiniert vertrat, steht unterdessen diesmal nicht zur Verfügung, da er als Trainer des Waldhof Mannheim zeitgleich in der Regionalliga Südwest im Auswärtsspiel bei Schott Mainz im Einsatz ist. Noch offen ist, ob Ervin Skela wieder in den Kader rückt. Eine weitere personelle Neuigkeit, so Fallacara, sei die Ernennung von Sascha Ries zum stellvertretenden Spielführer hinter Kahraman Damar

Die jüngsten Erfolge haben im Lager des FC Hanau 93 nicht nur für gestiegenes Selbstvertrauen, sondern auch für eine prima Stimmung gesorgt. Erste Träumereien, ausgerechnet im Jahr des 125-jährigen Bestehens ans Tor zur Hessenliga anzuklopfen, werden von der Führung des Vereins jedoch (noch) nicht zugelassen.Nur 150 Zuschauer beim Spitzenspiel„Wir werden weder neue Ziele ausgeben, noch fangen wir jetzt an zu spinnen“, versichert Fallacara. Freilich hätte der Sportliche Leiter überhaupt nichts dagegen, wenn die Erfolgsserie seines Teams weiter anhalten würde und der Traditionsverein weiter in aller Munde wäre.

Was das Zuschauerinteresse betrifft, so steht die ausbaufähige Besucherresonanz derzeit nicht im Einklang mit den starken Leistungen des Teams. Bei bestem Fußballwetter wollten am vergangenen Samstag gerade mal 150 Zuschauer an der Hanauer Kastanienallee das Spitzenspiel gegen die Usinger TSG sehen.

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