Christoph Prümm hat seine Sperre abgesessen und wird in die Startelf zurückkehren. Archivfoto: Scheiber

Hanau

Verbandsliga: Hanau-93-Trainer mit vielen Sorgenfalten

Fußball. Am Sonntag (15 Uhr, Kastanienallee) zählt nur ein Sieg. Alles andere wäre für den FC Hanau 93 im Heimspiel gegen die SG Bornheim/GW eine weitere herbe Enttäuschung.

Die Mannschaft gibt Slavisa Dacic derzeit viele Rätsel auf. „Guten Heimauftritten folgen stets schwache Auswärtsspiele. Manchmal kommt es mir vor, als wolle die Mannschaft gar nicht Meister werden“, geht der gemeinsam mit Spielertrainer Christoph Prümm für das Team verantwortliche Übungsleiter mit seinen Spielern hart ins Gericht.

„Ich stelle mir hundert Fragen, wo wir eventuell Fehler gemacht haben, und komme stets zum Schluss, dass es keine klare Antwort für die eklatante Auswärtsschwäche gibt.“ Besonders ärgert Dacic, dass die Spieler nach einem Rückstand die Köpfe hängen lassen. „Das war in der Hinrunde noch anders, als jeder für jeden rannte. Wenn wir am Ende nicht mit leeren Händen dastehen wollen, muss sich ganz schnell etwas ändern“, fordert der 51-Jährige.

Tabellenführer Walldorf konstant

Dazu zählt für ihn, ehrlich miteinander umzugehen. An der Trainingsbeteiligung liegt es nach seine Worten nicht, „die ist weiter hoch“. Auch dass die Spieler nachher noch zusammensitzen, hebt er lobend hervor. Aber letztlich entscheidend seien die 90 Minuten auf dem Platz.

Noch ist nichts verloren, noch stehen sechs Spiele auf dem Programm. Dazu kommen die Punkte gegen den FC Sandzak Frankfurt, der sich vom Spielbetrieb zurückgezogen hat. Somit bietet sich sechs Mal die Gelegenheit, den neuen Tabellenführer RW Walldorf wieder vom Platz an der Sonne zu verdrängen und den sehnlichst erhofften Direktaufstieg in die Hessenliga zu bewerkstelligen. Aber auch Dacic weiß, dass bei der derzeitigen Konstanz der Walldorfer dies ein schweres Unterfangen ist.

Personelle Änderungen

Am Sonntag wird es einige personelle Änderungen geben. Prümm hat seine Sperre abgesessen und wird wie Ilker Bicakci und Khaibar Amani in die Startelf zurückkehren. Daniyel Cimen fällt verletzungsbedingt weiter aus. Mit dem Gegner hat sich Dacic nicht weiter beschäftigt. „Wir schauen auf uns. Wenn wir so funktionieren, wie wir das gewohnt sind, habe ich keine Bedenken“, liegt der Fokus des früheren Hessenligaspielers auf der eigenen Mannschaft.

Aufsteiger SG Bornheim/GW startete schwach in die restlichen Spiele nach der Winterpause. Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen gelang erst am vergangenen Sonntag im Derby gegen RW Frankfurt (3:1) der erste Sieg im neuen Jahr, sieht man von den am grünen Tisch erworbenen drei Punkten gegen das zurückgezogene Team von Eintracht Altwiedermus ab. Mit 36 Punkten liegt die Mannschaft von Maik Rudolf auf dem zehnten Platz, ein beruhigendes Acht-Punkte-Polster trennt den Neuling vom ersten Abstiegsplatz. Achillesferse ist die Abwehr, die bereits 54 Gegentore zuließ. Nur die Usinger TSG (61) hat mehr kassiert. geb

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