Trotz Niederlage hat sich die Notelf der Germanen nicht schlecht geschlagen. Archivfoto: Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Großkrotzenburger Notelf verliert durch späte Tore

Fußball. Mit dem 2:4 (2:1) im Endspurt kassierte Germania Großkrotzenburg in der Fußball-Verbandsliga Süd bei der TS Ober-Roden eine bittere Niederlage. „Wir fahren ohne Punkte, aber erhobenen Hauptes nach Hause“, sagte Germania-Trainer Christos Tsifnas.

Der Aufsteiger trat erneut mit dem letzten Aufgebot an. „Wir konnten von der Bank nicht nachlegen“, bedauerte Tsifnas. Philipp Hertzke hatte aus beruflichen Gründen die Woche über nicht trainiert, Mario Woitynek war ohnehin angeschlagen und Raul Jimenez Perez aus der zweiten Mannschaft nach oben gerückt. So musste sich Innenverteidiger Ali Mahboob trotz Magenkrämpfen über 90 Minuten durchbeißen.

„In der ersten Hälfte haben wir ein Riesenspiel gezeigt“, erklärte Tsifnas, „wir waren die spielbestimmende Mannschaft, Ober-Roden kam nicht zur Entfaltung, das Spiel lief in eine Richtung.“ Die Gäste vergaben allerdings einige Möglichkeiten. Etwas überraschend gingen die Ober-Rodener durch Lucas Sitter in Führung (34.), „dann aber waren wir nicht bissig genug“, kritisierte TSO-Trainer Bastian Neumann. Die Folge: Großkrotzenburg wendete noch vor der Pause das Blatt. „Wir haben uns nach dem 0:1 nicht mal geschüttelt, sondern direkt weiter nach vorne gespielt“, lobte Tsifnas. Mit Erfolg: nur 60 Sekunden später glich Nils Becker mit einem 28-Meter-Knaller aus. In der 39. Minute tanzte Robin Prey seinen Gegenspieler zweimal aus und brachte die Gäste in Führung.

Steigerung im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang steigerte sich Ober-Roden, „wir haben den Sieg erzwungen“, meinte Neumann. Lorenzo Gick traf zum 2:2 (55.), im Endspurt sicherten sich die Hausherren dann noch die drei Punkte. Sitter verlängerte einen Befreiungsschlag zum 3:2 in Germania-Netz (90.).

Als die Gäste in der Nachspielzeit alles nach vorne warfen, traf Görkem Barak sogar noch zum 4:2 für die Turnerschaft. „Mir hat es das Herz zerrissen, als ich die Enttäuschung bei meinen Jungs gesehen habe. Gegen Ginsheim werden wir jetzt noch einmal alles raus hausen. Dann sind wir spielfrei, dann will ich eine Woche lang keinen auf dem Sportplatz sehen. Die Jungs sollen sich erholen.“

Germania Großkrotzenburg: Westenberger; Mahboob, Becker, Althaus, Blam, Prey, Maicher, Meub, Knezovic (89. Jimenez Perez), Siwek, Erbe (81. Woitynek)Tore: 1:0 Sitter (34.), 1:1 Becker (35.), 1:2 Prey (39.), 2:2 Gick (55.), 3:2 Sitter (90.), 4:2 G. Barak (90.+3) – Schiedsrichter:Kamnitzer (Eltville) – Zuschauer:100

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