Die Großkrotzenburger (schwarze Trikots) wollen im Derby den nächsten Favoriten besiegen. Archivfoto: Patrick Scheiber

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Verbandsliga: Großkrotzenburg will nächsten Favoriten stürzen

Fußball. Germania Großkrotzenburg (3:1 gegen Germania Ober-Roden) und der SC 1960 Hanau (3:1 bei Sportfreunde 04 Frankfurt) haben mit ihren Siegen am Tag der Deutschen Einheit alles für ein Festmahl am morgigen Sonntag (15 Uhr, Oberwaldstadion) beim Zusammentreffen der beiden Klubs in der Verbandsliga Süd getan.

Von Gert BechertVierter gegen Zweiter – damit hatte keiner bei Bekanntgabe des Terminplans Anfang Juli gerechnet. Dass der selbsternannte Meisterschaftskandidat HSC vorne mitspielen wird, hatte jeder erwartet, dass aber auch Neuling Großkrotzenburg eine scharfe Klinge eine Liga höher schlagen würde, kommt sehr überraschend.

Spätestens nach dem verdienten 3:1-Coup gegen Germania Ober-Roden ist das Team von Christos Tsifnas in aller Munde. „Wir waren am Donnerstag richtig gut drauf, das war ein Sahnetag für uns“, freute sich Matthias Filbrich über den nicht eingeplanten Dreier. Die Erkenntnis, dass der Aufsteiger auch mit den Topteams der Liga mithalten kann, erfüllt den letztjährigen Germania-Coach und jetzigen sportlichen Leiter mit Stolz. „Die Spieler harmonieren bestens, sie ziehen an einem Strang, wobei das Kollektiv über allem steht. Das unterscheidet die diesjährige Mannschaft vom Team der vergangenen Runde“, berichtet Filbrich.

Mit den Füßen am Boden

Der 52-Jährige bleibt bei aller Euphorie mit den Füßen auf dem Boden. „Das sind alles Punkte für den Ligaverbleib“, betont er. Auch am Sonntag werde die Mannschaft alles dransetzen, einem weiteren Favoriten ein Bein zu stellen. Besonders hebt er dabei Connor Storm hervor, der nach langer Verletzung auf dem Weg zur Bestform ist. „Wir haben gegen Ober-Roden gesehen, wie wichtig er für uns ist.“ Tsifnas kann fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die langzeitverletzten Dennis Kalb, Mario Filbrich und Tim Hosemann sind alle an Bord.

Noch besser ist die personelle Lage beim HSC. Erstmals in dieser Saison kann Savas Erinc auf seinen kompletten 25-köpfigen Kader zurückgreifen, nachdem der im Pokal gegen Hanau 93 vom Platz gestellte Aret Demir seine Sperre abgesessen hat. Ob der Ex-Regionalligaspieler allerdings in der Anfangself steht, ließ Erinc offen. Den unnötigen Platzverweis hat der HSC-Trainer dem Ball-Rastelli noch nicht ganz verziehen.

Respekt vor Großkrotzenburg

„Wir haben auch ohne Demir, Hofmeier und Aydin unser Können unter Beweis gestellt“, stärkt der Übungsleiter indirekt die Position der Nachrücker. Vor Großkrotzenburg hat er großen Respekt. „Das ist ein starker Gegner, sehr stabil in der Abwehr und mit einem sehr guten Teamgeist. Das beeindruckt“, sagt Erinc. Die Arbeit, die beim Neuling geleistet werde, flöße Respekt ein. Nichtsdestotrotz nimmt er die Favoritenrolle an. „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Spielen taktisch weiterentwickelt, jeder akzeptiert seine Rolle“, ist Erinc guter Dinge, auch im Oberwaldstadion etwas mitzunehmen.

Filbrich hofft auf eine gute Zuschauerkulisse. Zwischen 300 bis 400 Fans kalkuliert er. In diesem Zusammenhang korrigierte er die Zuschauerangabe im HA vom Donnerstagspiel. „Die Partie gegen Ober-Roden verfolgten 230 und nicht 130 Besucher.“

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