Erst nach der Pause zeigten André Althaus (rechts) und seine Krotzenburger Kollegen, was in ihnen steckt. Ginsheims Zweite machte es der Germania nicht leicht. Foto: Roland Adrian

Fußball

Verbandsliga: Großkrotzenburg siegt dank Doppelpacker Storm

Fußball. Mit einem 2:0 (0:0)-Arbeitssieg gegen den VfB Ginsheim II verabschiedete sich Germania Großkrotzenburg von seinem Heimpublikum im Jahr 2019. Bis zur Winterpause stehen noch zwei Auswärtsspiele bei RW Frankfurt und in Erlensee auf dem Programm.

Von Gert Bechert

Nach den ersten 45 Minuten sah es im Oberwaldstadion vor 120 Zuschauern nicht nach einem Dreier für die Gastgeber aus. Nach vorne ging lange Zeit gar nichts, die drei Angreifer Connor Storm, Kewin Siwek und Noah Knezovic hingen regelrecht in der Luft. Bezeichnend, dass der erste Schuss auf das gegnerische Tor erst nach 33 Minuten abgegeben wurde. Robin Prey verfehlte das Ziel aber meilenweit.

Ginsheimer bestimmen das Spiel

Die blutjunge Mannschaft aus Ginsheim – sieben Spieler gehörten in der vergangenen Saison noch dem A-Junioren-Team an – war über weite Strecken spielbestimmend, was fehlte, war die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Nur zweimal wurde es für die Gastgeber gefährlich, zweimal klärte Ali Mahboob im letzten Moment gegen Tim Vietze (18.) und Francesco Nocera (20.).

Einen richtigen Aufreger gab es kurz vor dem Seitenwechsel, als sich Germania-Kapitän Robin Prey und Ginsheims Abwehrchef Johannes Tatchouop in die Haare gerieten. Es folgte eine minutenlange Rudelbildung, in deren Folge Gästecoach Theodoros Simeonakis die Gelbe Karte sah. Christos Tsifnas war mit den Darbietungen seiner Elf im ersten Durchgang überhaupt nicht zufrieden. „Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass man sich so nicht im letzten Heimspiel des Jahres seinen Fans präsentieren kann. Das war schwer verdauliche Kost, die wir servierten.“

Germania taut nach der Pause auf

Die Spieler schienen die Worte des Trainers zu verinnerlichen. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich eine ganz andere Mannschaft auf dem tiefen aber gut bespielbaren Rasen des Oberwaldstadions. Jetzt tauten die drei Sturmspitzen zusehends auf, woran Prey mit seiner Dynamik großen Anteil hatte. Am Führungstreffer durch Storm nach 51 Minuten hatte der Germania-Kapitän großen Anteil. In Mittelstürmerposition wurde er auf die Reise geschickt und hatte das Auge, den mitgelaufenen Storm mustergültig zu bedienen, der Gästekeeper Frederic Erb tunnelte.

Die Führung wirkte wie ein Befreiungsschlag. Großkrotzenburg hatte in der Folge den Gegner fest im Griff. Von Ginsheim kam nichts mehr, bis zum Abpfiff tauchten die Gäste kein einziges Mal mehr gefährlich vor dem Germania-Tor auf. Ganz anders auf der Gegenseite. Nach einem herrlichen Angriff bediente Knezovic Storm (58.), der in aussichtsreicher Position am Tor vorbei schoss. Wenig später lenkte Erb einen Schuss von Siwek (63.) zur Ecke. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute. Nach einer Maßflanke Siweks köpfte Storm zum 2:0 ein.

In den verbleibenden Minuten ließ Großkrotzenburg nichts mehr anbrennen. „Kompliment an meine Mannschaft. Die Spieler haben die in der Halbzeitpause besprochenen Vorgaben exakt umgesetzt. Der Sieg ging letztlich in Ordnung“, freute sich Tsifnas über ein bislang toll verlaufenes Jahr 2019.

Großkrotzenburg: Westenberger – Althaus, Meub, Mahboob, Blam – Becker, Malcher, Prey – Siwek (88. Woitynek), Storm (90. Erbe), Knezovic (81. Hertzke) – Tore:1:0, 2:0 Storm (51./70.) – Schiedsrichter:Amirian (Hünstetten) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler: Meub, Prey, Storm/Tatchouop, Amoako

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