Robin Prey (links) erzielte zwei Tore für die Germania. Archivfoto: Patrick Scheiber

Großkrotzenburg

Verbandsliga: Großkrotzenburg gewinnt bei Ginsheim II

Fußball. Neuling Germania Großkrotzenburg hat in der Verbandsliga Süd die ersten drei Punkte einzufahren. Das Team von Trainer Christos Tsifnas feierte im Aufsteigerduell beim VfB Ginsheim II einen verdienten 4:1-Erfolg.

Zwei herrliche Freistoßtreffer des herausragenden Robin Prey ebneten der Germania in einer überlegen geführten ersten Hälfte den Weg zum Sieg. Gerade sechs Minuten waren gespielt, da verwandelte der zuvor gefoulte Prey unhaltbar aus 20 Metern. Vom Innenpfosten klatschte der Ball ins Netz.

Neuzugang Kewin Siwek hätte in der 20. Minute erhöhen können, traf aus kurzer Distanz aber nur die Latte des Ginsheimer Gehäuses. In der 27. Minute traf wieder Prey per Freistoß. Aus dem Stand jagte er den Ball aus 18 Metern ins Eck – wieder hatte VfB-Keeper Max Kunze keine Chance. Auch seine Mitspieler standen weitgehend auf verlorenem Posten. Erstmals Gefahr kam bei einer Chance für Stefan Baljak in der 34. Minute auf.

Torwartfrage noch nicht geklärt

Die Gäste kamen durch Daniel Erbe (37.) und Nils Becker (39.) zu guten Möglichkeiten und schauten plötzlich dumm aus der Wäsche, als Ginsheim II kurz vor der Pause praktisch aus dem Nichts zum Ausgleichstreffer kam. Matthias Manneck war im Anschluss an einen Eckball per Kopf erfolgreich. Der Anschlusstreffer machte der bis dahin doch sehr verhalten aufgetretenen jungen Truppe der Ginsheimer Mut. Die Hausherren kamen giftiger aus der Kabine und berannten gleich das Gehäuse ihres Gegners.

Im Tor der Germania stand übrigens Jens Schlund. Damit, so verriet Matthias Filbrich von der Sportlichen Leitung des Aufsteigers, sei die Torwartfrage noch nicht geklärt. Im nächsten Spiel wird Neuzugang Jens Westenberger seine Chance bekommen. Frühestens danach möchte Trainer Christos Tsifnas eine Entscheidung über den Nummer-eins-Status treffen. Schlund jedenfalls sorgte dafür, dass seine Mannschaft den knappen Vorsprung hielt, wenngleich er auch Glück hatte, als ein Kopfball von Nazeem Aboubakari in der 63. Minute nur an die Latte klatschte. Die Gastgeber riskierten nun mehr, was der Tisfnas-Elf Platz zum Kontern bot.

Chancenverwertung ausbaufähig

In der 69. Minute hatten die mitgereisten Großkrotzenburger Anhänger den Torschrei auf den Lippen. Prey war frei durch, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am Torwart – eine „tausendprozentige Torchance“. Wenig später eine ähnliche Szene: Wieder war Prey auf und davon, doch diesmal bediente er den mitgelaufenen Toni Sbano, und der Routinier ließ sich die Chance nicht entgehen. In der 81. Minute durfte Nils Becker durchs Ginsheimer Mittelfeld marschieren und schoss aus 18 Metern flach ins linke untere Eck. Mit einer besseren Chancenauswertung hätte Großkrotzenburg die Führung sogar noch weiter ausbauen können.

Kewin Siwek und Robin Prey vergaben noch gute Möglichkeiten. „Nachdem der Gegner umgestellt hat, gab es bei uns eine größere Unordnung, die wir mit der Einwechslung von Philipp Blam wieder in den Griff bekommen haben. Insgesamt war es eine gute Leistung, doch wir haben noch Luft nach oben“, kommentierte Germania-Trainer Christos Tsifnas. Zufrieden war auch Jochen Tögel von der Sportlichen Leitung des Gruppenliga-Meisters. Außer der nicht konsequenten Chancenverwertung hatte er nichts zu bemängeln.

Großkrotzenburg:Schlund – Althaus, Meub, Neuendorf, Scholz, Maicher (68. Blam), Becker, Nolde (60. Storm), Siwek, Prey, Erbe (55. Sbano) - Tore: 0:1 und 0:2 Prey (6./27.), 1:2 Manneck (44.), 1:3 Sbano (73.), 1:4 Becker (81.) - Schiedsrichter: Ackermann (Wiesbaden) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler:Kunze, Aboubakari / Neuendorf, Prey.

Das könnte Sie auch interessieren