Germania-Trainer Christos Tsifnas. Archivfoto: Patrick Scheiber

Großkrotzenburg

Verbandsliga: Germania nach Pleite auf dem Boden der Tatsachen

Fußball. Für Germania Großkrotzenburg wachsen die Bäume in der Verbandsliga nicht in den Himmel. Feierte der Aufsteiger am Donnerstag nach einer starken Vorstellung noch einen 4:0-Erfolg gegen Viktoria Urberach, so folgte am Sonntag bei den Sportfreunden Frankfurt die große Ernüchterung. Die Germania unterlagen mit 2:3 (1:2).

Coach Christos Tsifnas schenkte der gleichen Startelf vom Donnerstag das Vertrauen, was bedeutete, dass der aus seinem Kurzurlaub zurückgekehrte Robin Prey zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. „Ich war von der Leistung der ersten Halbzeit ziemlich enttäuscht“, meinte Tisfnas nach dem Spiel. Seiner Elf fehlte es an Dynamik und dem Passspiel an Genauigkeit. Zudem war das Aufbauspiel zu langsam.

Die „Speuzer“ agierten mit langen Bällen und suchten immer wieder ihre gefährlichen Spitzen. Bereits in der achten Minute nahm aus Krotzenburger Sicht das Unheil seinen Lauf. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke schnappte sich Okan Götürmen die Kugel und jagte sie aus 22 Metern in die Maschen. Die Hausherren waren heiß auf den ersten Saisonsieg. In der 38. Minute nahm Stanley Ike einen weiten Pass gut an und ließ Jens Westenberger mit einem platzierten Schuss nicht den Hauch einer Chance.

Zwischenzeitlicher Ausgleich durch Prey

Die Gäste kreierten auch Möglichkeiten und kurz vor der Pause führte ein über Kewin Siwek und Prey vorgetragener Spielzug zum Anschlusstreffer. Connor Storm musste die Kugel nur noch über die Linie drücken.

Nach dem Seitenwechsel agierte die Germania etwas zielstrebiger und war besser im Spiel. Nach einem Schnittstellenpass von Prey auf Storm wurde Letztgenannter im Strafraum gelegt. Prey verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 2:2 (60.). Das Spiel war nun völlig offen, jedoch nicht hochklassig.

In der 87. Minute fiel das entscheidende Tor. Sebhat Kahsay nahm eine Hereingabe an und schob den Ball zum 3:2 in Netz. Die Gäste wollten in dieser Szene ein Foulspiel an Innenverteidiger Tobias Meub gesehen haben, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Storm an den Pfosten

Um ein Haar hätte es für die Tsifnas-Elf noch ein Happyend in Form eines Punktgewinns gegeben. In der dritten Minuten der Nachspielzeit schoss Storm frei vor dem leeren Tor nur an den Pfosten. „Alle hatten die Arme schon zum Jubeln oben“, berichtete Tsifnas. Am Ende sei die Niederlage, so der Coach, unglücklich zustande gekommen, aber aufgrund einer eher mäßigen Leistung nicht unverdient gewesen. „In der Verbandsliga muss man gegen jeden Gegner an seine Leistungsgrenze kommen, wenn man punkten will“, bilanzierte Tsifnas.

Großkrotzenburg:Westenberger – Althaus, Meub, Mahboob, Blam – Knezovic, Maicher (82. Hertzke), Becker, Siwek – Sbano (32. Prey), Storm – Tore: 1:0 Götürmen (8.), 2:0 Ike (38.), 2:1 Storm (45.), 2:2 Prey (60./FE), 3:2 Kahsay (87.) – Schiedsrichter:Moritz (Mainz) – Zuschauer: 60 - Beste Spieler: Ike, Ilkiz / Siwek fs

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