Im Gleichschritt: Philipp Blam (rechts) und Germania Großkrotzenburg haben den starken Frankfurtern alles abverlangt. Foto: Patrick Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Germania Großkrotzenburg holt einen Punkt

Fußball. Aufsteiger FC Germania Großkrotzenburg ist in der Verbandsliga Süd angekommen. Dem 4:1-Auftaktsieg beim VfB Ginsheim II ließ die Mannschaft von Trainer Christos Tsifnas bei der Heimpremiere gegen das weitaus stärker eingeschätzte Team von Rot-Weiss Frankfurt ein 2:2-Unentschieden folgen.

Von Frank SchneiderRund 150 Zuschauer sahen ein gutes Verbandsligaspiel, bei dem die Hausherren aufgrund eines leichten Chancenplus auch einen Sieg verdient gehabt hätten. Von einem schmeichelhaften Unentschieden der Gäste vom Frankfurter Brentanobad zu sprechen, wäre indes auch nicht gerechtfertigt, denn die Truppe von Ex-Bundesligaspieler Slobodan Komljenovic überzeugte mit einer guten Taktik, gefährlichen Umschaltmomenten und großer Effizienz. Kurzum: Am Ende konnten beide Mannschaften im Oberwaldstadion mit dem Unentschieden gut leben.

Bereits an diesem Mittwoch geht es für die Germania mit dem dritten Punktspiel der Saison zuhause gegen die SG Unter-Abtsteinach (Anstoß 20 Uhr) weiter. Mit dem ersten Heimsieg könnte die Germania dann ihr Punktekonto auf sieben Zähler nach oben schrauben.

Rot-Weiss Frankfurt begann das Spiel in Großkrotzenburg defensiv. Die Gäste lauerten auf Konter und waren damit in der 22. Minute bei ihrer ersten glasklaren Chance erfolgreich. Der pfeilschnelle Justin Pierre nahm einen Pass in die Tiefe auf und ließ im Eins-gegen-Eins Germania-Schlussmann Jens Westenberger keine Abwehrchance.

Verdienter Ausgleich vor der Pause

Die Tsifnas-Truppe bis sich trotz des Rückschlags in die Partie und wurde fünf Minuten vor der Pause mit dem Ausgleich belohnt. Nach guter Ballstafette drang Andre Althaus von rechts in den Strafraum ein und konnte nur noch per Foul gebremst werden. Beim fälligen Strafstoß von Robin Prey lenkte Frankfurts Torwart Daniel Duschner den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten, war jedoch gegen Preys Nachschuss machtlos.

Die zweite Hälfte begann für Großkrotzenburg nach Wunsch. Mittelstürmer Antonio Sbano legte nach einer Flanke den Ball prima ab und Nils Becker verwandelte die Kugel zum 2:1 in die Maschen. Als erstmals in diesem Spiel zurückliegendes Team lockerte Rot-Weiss Frankfurt nun seine Defensivtaktik und es entwickelte sich ein hochinteressanter Schlagabtausch mit Torchancen auf beiden Seiten. In der 66. Minute war es erneut der auffällige Pierre, der für die Rot-Weißen erfolgreich war. Erneut war der Offensivspieler auf und davon und schloss mit einem Schuss in die kurze Ecke zum 2:2 ab.

Scharf auf ersten Heimsieg

Die Germania war scharf auf den ersten Heimsieg und spielte im Schlussakkord weiter mutig nach vorne. In der 79. Minute scheiterte Julien Nolde nach einem Pass von Becker, weil er seinen Schuss etwas zu hoch ansetzte. In der 83. Minute ein ganz dickes Ding: Kewin Siwek tankte sich am Flügel durch, passte in die Mitte, wo Sbano, fünf Meter vor dem Tor stehend, den Ball nicht sauber traf, so dass die Kugel am Pfosten vorbeitrudelte. Gewöhnlich macht der Routinier einen solchen Treffer im Schlaf, doch diesmal eben nicht.

Auch die Anhänger der Gäste hatten den Torschrei noch einmal auf den Lippen, jedoch traf Younes Kurt in der 85. Minute nur den Pfosten. „Wir waren mit der Leistung unseres Teams zufrieden, da wir wie schon in Ginsheim wieder die bessere Mannschaft waren“, meinte Großkrotzenburgs Spielausschussmitglied Matthias Filbrich.

Großkrotzenburg:Westenberger – Althaus, Neuendorf, Meub, Blam – Siwek, Maicher, Becker, Prey, Woitynek (46. Nolde) – Sbano (90.+1 Scholz) – Tore: 0:1 Pierre (22.), 1:1 Prey (40.), 2:1 Becker (48.), 2:2 Pierre (66.) – Schiedsrichter: Kaufmann (Nierstein) – Zuschauer: 150 – Beste Spieler: Meub, Althaus, Siwek / Pierre

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