Der Trainingseinstand von HSC-Coach Raduan Belaajel (rechts, im Gespräch mit Benjamin Braus) ist gelungen, nun folgt das Pflichtspieldebüt. Archivfoto: Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Feuertaufe für Trainer Raduan Belaajel

Fußball. Raduan Belaajel war mit seinem Einstand als Trainer des SC 1960 Hanau rundum zufrieden. Der Nachfolger von Antonio Abbruzzese konnte am Mittwoch 19 Spieler begrüßen, ein positives Zeichen, wie er betont. „Alle haben voll mitgezogen. Ich nutzte die Gelegenheit, um viele Gespräche zu führen“, so der 41-Jährige.

Von Gert Bechert

Auf Belaajel warten bis zur Winterpause noch vier Rück-rundenspiele, dreimal geht es gegen abstiegsgefährdete Klubs (Sandzak Frankfurt, Usinger TSG und Vatanspor Bad Homburg), der vierte Gegner ist der FC Erlensee. Der Papierform nach lösbare Aufgaben. Doch Belaajel warnt: „Gerade die Spiele gegen Teams, die im Abstiegskampf stecken, können sehr unangenehm werden.“ Den Anfang macht am Sonntag (14.30 Uhr, Herbert-Dröse-Stadion) die Partie gegen das abgeschlagene Schlusslicht FC Sandzak. Die Frankfurter bekamen sechs Zähler wegen fehlenden Unterbaus abgezogen und haben nur mickrige drei Pünktchen auf dem Konto. Der Abstieg scheint beschlossene Sache, zumal ein weiterer Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichter droht. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass die Mannschaft, in deren Reihen viele Spieler aus Bosnien-Herzegowina stehen, unverdrossen weiterkämpft. „Sandzak ist stärker, als die Tabelle es vorgaukelt“, stellt Belaajel fest.

Das bekam der HSC bereits in der Hinrunde zu spüren, als man nach 45 Minuten 0:2 hinten lag, am Ende aber dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang noch 3:2 gewann. Besonderes Augenmerk muss man auf Dino Cakovic legen. Der Angreifer hat mit zehn Toren mehr als die Hälfte aller Treffer der Gäste (18) erzielt.

„Ich muss das Rad nicht neu erfinden“

Belaajel greift bei seinem Einstand gerne auf die Ratschläge des Sportlichen Leiters Okan Sari und von Savas Erinc zurück, die das Team am vergangenen Sonntag gegen die SG Unter-Abtsteinach (4:0) coachten. „Der Sieg war enorm wichtig, er nahm viel Druck von der Mannschaft“, meint der neue HSC-Trainer. Große Änderungen plant er nicht. „Ich muss das Rad nicht neu erfinden, die Mannschaft hat genügend Qualität, um vorne mitzumischen.“

Auf Melih Gültekin, Kim Werner und Paa Kofi Boateng muss er verletzungsbedingt weiter verzichten. Dagegen ist Ugur Albayrak wieder ins Training eingestiegen. Der Ex-Profi könnte am Sonntag eine Alternative sein. Belaajel weiß, dass die Ansprüche beim HSC hoch sind. Nachdem Hanau 93 fast enteilt ist, ist Relegationsplatz zwei das Maß aller Dinge. Dieses Ziel soll mit dem jetzigen Kader angestrebt werden, Stand jetzt sind in der Winterpause keine weiteren Neuzugänge geplant. „Ich will mit einem Lächeln in die Winterpause gehen“, beantwortet Belaajel fast orakelhaft die Frage, mit wie vielen Punkten er aus den vier noch anstehenden Spielen rechnet.

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