Erlensees Sven Franek hatte mit einem Pfostenschuss Pech. Archivfoto: Scheiber

Erlensee

Verbandsliga: FC Erlensee verliert in Wald-Michelbach mit 0:2

Fußball. Eintracht Wald-Michelbach entpuppt sich in der Verbandsliga Süd für den 1. FC Erlensee zum Angstgegner. Die abstiegsbedrohten Südhessen gewannen ihr Heimspiel gegen den FCE mit 2:0 und strichen damit wie im Hinspiel (1:0) die drei Punkte ein.

Von Frank Schneider

Die Gäste konnten nicht an den überzeugenden Auftritt des ersten Restrundenspieltags (5:1 gegen Bornheim) anknüpfen und verpassten den Sprung auf Platz vier.

Dabei waren die Gäste erwartungsfroh mit ihrem Anhang per Reisebus in den Odenwald gereist. Dort fühlte sich FCE-Sprecher Bernd Mohn irgendwie aufgrund der Witterung wie im falschen Film. „Die erste Halbzeit endete vom Winde verweht torlos“, gab er zwischenzeitlich zu Protokoll. Kontrolliertes Spiel sei bei heftigen Böen kaum möglich gewesen, so Mohn. Die Elf von Trainer Tobias Heilmann hätte beim Abstiegskandidaten dennoch frühzeitig in Führung gehen können, wenn Sven Franek mit einem Pfostenschuss nicht Pech gehabt hätte.

In der 14. Minute die nächste Möglichkeit für den Hanauer Kreisvertreter, diesmal zielte Tom Niegisch knapp am Tor vorbei. Die Gastgeber versuchten es mit Fernschüssen. Einen solchen feuerte Marco Fetsch in der 33. Minute ab, fand dabei jedoch in FCE-Torhüter Tim Kuhl seinen Meister. Bei der letzten Torchance der ersten Hälfte rettete erneut das Aluminium für Eintracht Wald-Michelbach: Jan Lüdke traf mit einem 25-Meter-Freistoß nur die Torlatte.

Die zweite Hälfte begann ausgeglichen. Beide Mannschaften hatte ihre Schwierigkeiten, glasklare Torchancen zu kreieren. Bezeichnenderweise fiel der erste Treffer des Spiels nach einer Standardsituation. Nach einem Eckball der Gastgeber bekam die Heilmann-Elf den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Etienne Ismirovic netzte zum umjubelten 1:0 ein.

Erlensee musste nun aufmachen, was den auf Konter lauernden Odenwäldern in die Karten spielte. Als Jan Gebhardt in der 84. Minute den schnellen Malcom Darffour gut in Szene setzte und dieser zum 2:0 abschloss, war das Spiel aus Erlenseer Sicht gelaufen. „Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte aus der Hand gegeben und hatten einfach keine zwingenden Aktionen mehr“, berichtete Bernd Mohn von einer eher bescheidenen Leistung im zweiten Abschnitt. Der Sieg der gastgebenden Eintracht war aufgrund des stärkeren Willens demnach nicht unverdient.

1. FC Erlensee:Kuhl – Walke, Hixt (71. Mohn), Münk, Hamann, Franek, Reutter (74. Braun), Lüdke, Wagner (74. Ennin), Niegisch, Schunck – Tore: 1:0 Ismirovic (64.), 2:0 Darffour (84.) – Schiedsrichterin: Uersfeld (Wiesbaden) – Zuschauer: 130 – Beste Spieler: Knauer / geschlossene Mannschaftsleistung

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