Zwei Spiele, sechs Punkte: Sven Franek (rechts) ist mit Aufsteiger FC Erlensee weiterhin Tabellenführer der Verbandsliga Süd. Den jungen Wilden mussten sich Jeff Thielmann und der TSV Vatanspor Bad Homburg geschlagen geben. Foto: TAP

Fußball

Verbandsliga: FC Erlensee spannt Fans auf Folter

Fußball. Gelungene Heimpremiere des FC Erlensee in der Verbandsliga Süd. Mit einem verdienten 2:1 (2:1)-Sieg gegen Vatanspor Bad Homburg verteidigte der kecke Aufsteiger die Tabellenführung. Schunck und Wagner schießen Erlensee zum Sieg.

Von Gert Bechert

Allerdings gingen die FCE-Fans unter den 200 Zuschauern durch ein Wechselbad der Gefühle, ehe die drei Punkte unter Dach und Fach waren.

In der Schlussphase versiebten die Gastgeber reihenweise hochkarätige Chancen und zitterten bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Yannic Lenssen um den knappen Sieg. Genau diese Nachlässigkeit im Abschluss kreidete Tobias Heilmann seinen Schützlingen als einziges Manko an. Ansonsten war der FCE-Coach mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft rumdum zufrieden. Konnte er auch sein. Bei erneut tropischen Temperaturen spulten beide Teams ein hohes Laufpensum ab.

Die Gäste, mit neun Zugängen in der Anfangsformation, fanden schneller ins Spiel. In der zwölften Minute hatte Erlensee viel Glück, als Robin Münk einen Schuss von Soufian Chihab noch von der Linie kratzte. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Alexander Schunck im Mittelfeld. Auf der Gegenseite war Schunck (17.) durch, doch Vatanspor-Keeper Rachid Döhring klärte zur Ecke. Nur zwei Zeigerumdrehungen später fiel die zu diesem Zeitpunkt verdiente Gästeführung. Einen Stellungsfehler von Sven Franek nutzte Emre Kadimli (19.) zur Führung aus.

Wieselflinke Erlenseer Stürmer vergaben in der Schlussphase einige Chancen

Das Heilmann-Team, in dem sieben Spieler des hervorragenden A-Juniorenteams vor drei Jahren standen, steckte den Rückstand locker weg. Schunck wurde von Döring von den Beinen geholt und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:1 (30.). Wenig später scheiterte Jan Lüdke (37.) an Döhring. Zwei Minuten später war aber auch Döhring machtlos. Nach einer butterweichen Flanke von Tom Niegisch brauchte Sebastian Wagner (37.) nur noch den Kopf hinzuhalten: 2:1.

„Nach vorne sind wir dank unserer schnellen Angreifer brandgefährlich. Trotzdem ist Vatanspor ein unbequemer Gegner“, meinte Erlensees Spielausschuss-Vorsitzender Chris Sickmann zur Halbzeit.Hätten die wieselflinken Stürmer ihre Qualitäten in Tore umgemünzt, hätte der Sportliche Leiter nicht bis zum Schlusspfiff bangen müssen. Während FCE-Zerberus Tim Kuhl nur bei einem Kopfball Kadimlis (47.), den er zur Ecke abwehrte, ernsthaft geprüft wurde, brannte es vor dem Gästetor mehrfach lichterloh.

Schlusspfiff erlöste den Aufsteiger

Wagner (57.) spielte in den Rücken Schuncks, nach Pass von Niegisch stand der kurz zuvor eingewechselte Torben Becker (64.) völlig frei, zielte jedoch drüber. Nach einer Flanke Schuncks hatte Wagner (84.) das 3:1 vor Augen, wieder war bei Döhring Endstation. Und dann kam auch noch Pech hinzu, als Wagner (87.) ebenfalls unbedrängt den Pfosten traf.

Der Schlusspfiff war wie eine Erlösung vor der ständigen Gefahr, gegen nie aufsteckende Gäste noch den Ausgleich zu fangen. Bereits am kommenden Mittwoch geht es weiter. Dann gastiert der FC Sandzak Frankfurt um 20 Uhr im Sportzentrum in Erlensee.

Erlensee: Kuhl – Hixt (63. Becker), Münk, Franek, Hamann – Wagner (90.+1 Kreinbihl), Mohn, Lüdke, Zerr – Niegisch (84. Braun), Schunck – Tore: 0:1 Kadimli (19.), 1:1 Schunck (30./FE), 2:1 Wagner (39.) – Schiedsrichter: Lenssen (Darmstadt) –Zuschauer. 200 – Beste Spieler: Münk, Wagner, Niegisch/Döring, Thielmann, Matondo

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