Philipp Wörner fällt gegen die Sportfreunde mit einer Zerrung aus. Archivfoto: Patrick Scheiber

Erlensee

Verbandsliga: FC Erlensee erwartet die "Speuzer"

Fußball. Offensiv super, defensiv katastrophal. Mit diesen vier Worten beschreibt Tobias Heilmann die Personallage des FC Erlensees vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportzentrum) gegen Sportfreunde Frankfurt.

In der Abwehr drohen dem FCE-Trainer in der Tat die Spieler auszugehen. Mit Sven Franek (Kreuzbandriss), Robin Münk (Verletzung konnte noch nicht genau diagnostiziert werden), Nico Hixt (Muskelfaserriss) und Philipp Wörner (Zerrung) fallen definitiv vier Abwehrkräfte aus. Ein großes Fragezeichen steht hinter Luca Walke, den Adduktorenprobleme plagen. Sollte auch Walke nicht zur Verfügung stehen, will Heilmann auf einen A-Juniorenspieler zurückgreifen.

„Die A-Junioren spielen bereits samstags bei Viktoria Griesheim, zeitlich gäbe es keine Probleme“, berichtet Heilmann. Da er die A-Jugendlichen bestens kennt, wäre es auch kein Griff in die schwarze Kiste. Zu allem Überfluss hat sich Jan Lüdke am Dienstag gegen Viktoria Urberach (1:1) eine Gelb-Rote Karte eingehandelt und ist für ein Spiel gesperrt. Es verwundert daher nicht, dass Heilmann bezüglich der Mannschaftsaufstellung kein Statement abgibt. Er wollte erst das Abschlusstraining am Freitag abwarten, bevor er seinen Kader bekanntgibt. Wer dann gegen die „Speuzer“ der Startelf angehört, entscheidet er sowieso erst kurz vor dem Anpfiff.

Rechnung mit Frankfurt offen

Mit dem Verein aus dem Frankfurter Westen hat der FCE noch eine Rechnung offen. Nach einem tollen Saisonstart mit vier Siegen in Folge waren es die Sport-freunde, die dem FCE vor Jahresfrist bei ihrem 4:2-Heimsieg die erste Niederlage in der Verbandsliga Süd bescherten. Und auch das Rückspiel ging 2:3 verloren. Das soll trotz aller Personalsorgen korrigiert werden.

Zumal die Gäste bislang noch nicht in Fahrt gekommen sind. Ein Punkt aus fünf Spielen sind zu wenig. Wobei jedoch berücksichtigt werden muss, dass die Gegner bis auf die SG Bornheim/GW alle dem erweiterten Favoritenkreis der Liga angehören.

Ex-Hessenligist

Dass das Team von Mehmet Somun noch nach seiner Form sucht, liegt auch an den zahlreichen Zu- und Abgängen. Somun war gezwungen, fast ein neues Team aufzubauen. „Was sich beim Gegner getan hat, interessiert mich nicht. Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken und wollen diese zum Tragen bringen“, betont Heilmann. Sollte Bedarf zum Nachjustieren bestehen, werde dies während des Spiels geschehen.

Verwundert zeigte sich Heilmann über die Erwartungshaltung vieler, die gegen Urberach mit einem Sieg rechneten. „Urberach ist kein Nobody sondern ein Ex-Hessenligist, der nicht nach dem aktuellen Tabellenstand beurteilt werden darf“, war er froh, einen Punkt geholt zu haben. Gegen die „Speuzer“ legt Heilmann dagegen seine Zurückhaltung ab und hofft auf einen Dreier. geb

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