Bruchköbels Jaouad El Kaddouri (links) und Mark Nowak nehmen Hanaus Serhat Yildiz in die Zange. Im Derby der Verbandsliga wollen beide Teams am Sonntag einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Archivfoto: TAP

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Verbandsliga: SG Bruchköbel empfängt SC 1960 Hanau im Kreisderby

Fußball. In der Verbandsliga Süd kommt es am fünftletzten Spieltag zum mit Spannung erwarteten Kreisderby zwischen der SG Bruchköbel und dem SC 1960 Hanau (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz am Wald). Beide Vereine haben 41 Punkte auf dem Konto, gerettet sind sie damit noch nicht. Nur fünf Zähler trennen beide vom ersten Abstiegsplatz.

Von Gert BechertEntsprechend motiviert werden beide Teams zur Sache gehen. Wer gewinnt, hat den Ligaverbleib so gut wie sicher in der Tasche, der Verlierer muss weiter zittern.

Es wundert daher niemand, dass beide Trainer einen Punkt als Minimalziel ausgeben. Wobei ein Zähler der SGB, die das Hinspiel 2:0 gewonnen hat, eher in die Karten spielen dürfte. „Dann hätten wir den direkten Vergleich für uns entschieden, was in der Endabrechnung unter Umständen von Bedeutung sein kann“, klärt Andreas Arr-You auf.Andere Einstellung gefordertDem SGB-Coach lag die 3:5-Schlappe am Donnerstagabend bei Türk Gücü Friedberg auch einen Tag später noch schwer im Magen. „Das war eine desolate Abwehrarbeit, die bereits im Mittelfeld ihren Anfang nahm“, fuhr der 45-Jährige schweres Geschütz auf. Hätte nicht Marcel Dumann, der sogar einen Elfmeter parierte, überragend gehalten, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Arr-You sprach vom Wochentagsyndrom seiner Spieler, das sie stets bei Partien unter der Woche befalle.

Gegen den HSC fordert er eine komplett andere Einstellung, sonst drohe gegen den spielstarken Gegner eine ähnliche Pleite wie gegen Friedberg. „Das ist eine Frage des Charakters, das habe ich den Spielern ganz deutlich gesagt.“„Es wird Umstellungen geben“Personell sieht es wieder besser aus. Mark Nowak hat grünes Licht gegeben und wird wieder seinen angestammten Platz als Sechser einnehmen. Auch Kapitän Antonio Sbano steht wieder zur Verfügung. „Es wird definitiv Umstellungen geben, der eine oder andere wird sich auf der Bank wiederfinden“, kündigt Arr-You an, ohne Namen zu nennen.

Seinen Trainerkollegen Seref Zangir kennt er vom B-Schein-Lehrgang vor einem Jahr in der Sportschule des Hessischen Fußball-Verbandes in Grünberg. Süffisanter- weise nahm auch Sahin Arslanergül daran teil, den Arr-You im Dezember ablöste. Arslanergül ist mittlerweile als Co-Trainer beim HSC tätig. Alle drei werden sich am Sonntag auf dem Sportplatz am Wald treffen.Fragezeichen hinter Travis ParkerFür Zangir steht jedoch das Sportliche im Vordergrund. „Viele freuen sich auf das Spiel, einfach wird es nicht.“ Wie die gesamte Liga nicht einfach ist. Bis auf das abgeschlagene Schlusslicht Germania Großkrotzenburg kann nach den Worten des HSC-Coachs jeder jeden schlagen. „Das macht den Reiz der Liga doch aus, auch fünf Spieltage vor Rundenschluss haben die Spiele fast für jeden Verein Endspielcharakter.“

Einzig hinter dem angeschlagenen Travis Parker steht ein großes Fragezeichen, ansonsten kann Zangir aus dem Vollen schöpfen. Große Änderungen plant er gegenüber dem 3:1 gegen Großkrotzenburg nicht, auch wenn sich die Gäste dabei nicht mit Ruhm bekleckerten.

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