Raduan Belaajel leitete am Mittwochabend erstmals das Training beim Verbandsligisten SC 1960 Hanau. Foto: Scheiber

Hanau

Verbandsliga: Belaajel übernimmt Traineramt beim SC 1960 Hanau

Fußball. Schneller als gedacht hat Verbandsligist SC 1960 Hanau die Trainerfrage gelöst. Der Mühlheimer Raduan Belaajel ist Nachfolger des vor zehn Tagen zurückgetretenen Antonio Abbruzzese.

Von Frank Schneider

Der 41-Jährige leitete am Mittwochabend bereits seine erste Trainingseinheit beim HSC und wird den Tabellendritten der Verbandsliga Süd am kommenden Sonntag erstmals im Heimspiel gegen Sandzak Frankfurt betreuen.

Belaajel trainierte zuletzt fünf Jahre lang Kickers Viktoria Mühlheim, stieg dort aber vor zwei Jahren nach dem freiwilligen Rückzug des Vereins in die Kreisliga A Offenbach aus. Weitere Trainerstationen des gebürtigen Marokkaners waren der SVG Steinheim und Viktoria Sindlingen. Als aktiver Spieler war Belaajel für verschiedene Vereine bis hinauf zur Hessenliga aktiv.

Unter anderem war er für den FSV Frankfurt, Hanau 93, Kewa Wachenbuchen und den FC Hochstadt am Ball. „Ich war als Spieler ein Wandervogel“, schmunzelt Belaajel.

Als Trainer dagegen liebt er kontinuierliches Arbeiten und attraktiven Fußball. Beides erhofft er sich bei seiner neuen Trainerstation. Nach längerer Pause brennt er auf seine neue Aufgabe. „Ich habe nach meiner Zeit in Mühlheim bewusst eine längere Pause gemacht. Ich wollte mehr Freizeit meiner Familie widmen und auf den Fußball bezogen die Akkus wieder aufladen. Mit den Verantwortlichen des SC 1960 war Belaajel schon immer in gutem Kontakt. Als jetzt nach dem Abbruzzese-Rückzug die Anfrage kam, ging alles sehr schnell.

„Wir kennen uns schon einige Jahre, da wir oft sportliche Gegner waren. Wir hatten immer ein freundschaftliches Verhältnis“, sagt HSC-Sportchef Okan Sari. Als es in den ersten Gesprächen um eine Zusammenarbeit ging, fanden beide Seiten rasch zueinander. „Meine Ideen vom Fußball sind deckungsgleich mit denen des Vereins“, berichtet auch Belaajel von guten Gesprächen.

Ehrgeizig sind sowohl Verein als auch der neue Trainer. „Der SC 1960 Hanau verfügt in meinen Augen über einen außergewöhnlich guten Kader und spielt aktuell vorne mit. Und das soll natürlich so bleiben“, erklärt Belaajel. Auf das Ziel Hessenliga-Aufstieg will er sich vorab nicht festnageln lassen. „Ich will als Trainer in erster Linie die Spieler und somit die Mannschaft besser machen. Ich bin überzeugt, dass der Erfolg von alleine kommt, wenn man fleißig und engagiert arbeitet.“ Sein Wunsch: „Wir wollen ansehnlichen Fußball spielen, für den die Zuschauer gerne ins Stadion kommen.“

Mit Leistungsträger Benjamin Braus trifft Belaajel auf einen seiner ehemaligen Spieler aus Mühlheimer Zeiten, den einen oder anderen Spieler kennt der neue Trainer ebenfalls schon persönlich. „Mir war es wichtig, dass ich die Mannschaft so schnell wie möglich kennen lernen kann, deswegen auch der sofortige Einstieg.“

Der Verbandsliga-Dritte hatte zunächst anders geplant, wollte sich mit der Trainersuche bis zur Winterpause Zeit lassen und bis dahin die sportlichen Geschicke in den Händen von Interimstrainer Okan Sari belassen. Nach der schnellen Einigung mit Belaajel folgte nun die Kurskorrektur.

Sari wird dennoch gemeinsam mit Savas Erinc den neuen Trainer in den ersten Wochen und bis zur Winterpause aktiv auf dem Trainingsplatz und bei den Spielen unterstützen.

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