Hidir Albayrak (rechts im Testspiel gegen Kickers Offenbach) und der SC 1960 Hanau starten bereits am Mittwoch in das Pflichtspieljahr 2020. Archivfoto: Scheiber/Exito

Fußball

Verbandsliga: SC 1960 Hanau eröffnet die Jagd auf Erlensee

Fußball. Mit einem Nachholspiel startet die Verbandsliga Süd am Mittwoch in die Fortsetzung der Punktrunde im Jahr 2020. Um 20 Uhr stehen sich auf dem Nebenplatz des Herbert-Dröse-Stadions der SC 1960 Hanau und der SV der Bosnier Frankfurt gegenüber. Ein Duell Goliath gegen David, zumindest beim Blick auf die Tabelle.

Von Gert Bechert

Die Gastgeber können bei einem Sieg die Tabellenführung vom FC Erlensee zurückerobern, die Gäste zieren dagegen mit nur elf Punkten das Tabellenende.

Spielsperre führte zu Verlegung

Die Spiele der beiden Kontrahenten gehen in die Analen der Verbandsliga Süd ein. Das Hinspiel im August musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes kurzfristig abgesagt werden und wurde erst Ende Oktober nachgeholt. Dank eines Tores von Giorgi Piranashvili siegte der HSC 1:0.

Auch das Rückspiel am 8. Dezember musste wegen einer vorübergehenden Spielsperre des HSC verschoben werden. Nach Aufhebung der Sperre durch das Sportgericht der Verbandsligen terminierte Klassenleiter Michael Sobota die Partie neu auf den morgigen Mittwoch.

Generalproben verpatzt

Beide Mannschaften vermasselten am Sonntag ihre Generalproben gegen unterklassige Teams. Während die 3:4-Niederlage des HSC beim Kreisoberligisten VfR Kesselstadt noch im Rahmen blieb, kamen die Bosnier beim West-Gruppenligisten FC Neu-Anspach nach einem 1:1-Pausenstand kräftig mit 1:7 unter die Räder.

Savas Erinc wollte die Pleite des kommenden Gegners nicht überbewerten. „Das ist eine aggressive Mannschaft, die bis zum Schluss kämpft“, hat der HSC-Trainer durchaus Respekt vor dem Schlusslicht. Dass er drei Tage vorher Kesselstadt als Sparringspartner auswählte, machte laut Erinc Sinn. „Der VfR hat ebenfalls viele Bosnier in seinen Reihen, die aggressiv zu Werke gingen. Das war ein Vorgeschmack auf Mittwoch.“

Trainer Erinc mit Vorbereitung nur bedingt zufrieden

Als durchwachsen beschreibt Erinc die mehr als siebenwöchige Vorbereitungszeit seiner Mannschaft. „Wir haben ein halbes Dutzend neue Spieler dazubekommen, vier verließen den Verein. Es dauert seine Zeit, bis die neuen Spieler unser System verinnerlichen“, räumt der 33-jährige Übungsleiter den Neuen die nötige Eingewöhnungszeit ein.

Nicht auf einen Einsatz darf Dominik Emmel hoffen. Der Abwehrspezialist erhielt von seinem Ex-Verein FV Bad Vilbel keine Freigabe. „Bad Vilbel hat offenbar an ihm ein Exempel statuiert und eine astronomische Ablösesumme aufgerufen“, berichtet Erinc. In Abstimmung mit dem Spieler bleibt Emmel bis Mitte April gesperrt.

Stammspieler-Duo fehlt gesperrt

Vom seitherigen Stamm fehlen die gesperrten Özcan Aydin und Ilker Bicakci. Aydin muss wegen einer Gelb-Roten Karte einmal pausieren, Bicakci wurde wegen seiner Roten Karte beim letzten Spiel in Wald-Michelbach für zwei Partien gesperrt. Zudem steht auch Travis Parker nicht zur Verfügung, der wegen einer Sehnenentzündung noch zwei Wochen ausfällt.

Wegen Trainingsrückstands ist es auch sehr fraglich, ob Michael Kohnke und Jean Bosco Makengo im Kader stehen. Womit sich die Chancen der Neuzugänge auf einen Startelfeinsatz erheblich erhöhen. Es würde nicht überraschen, wenn Lukas Knell (FV Bad Vilbel), Engin Arslan (FC Hanau 93), Aziz Bidou (Germania Ober-Roden), Joshua Mensah (RW Frankfurt) und Ozan Keskin (VfB Ginsheim II) von Beginn an dabei wären.

Fehlersuche per Videoanalyse

Zuvor wird sich die Mannschaft aber noch eine Videoanalyse vom Spiel in Kesselstadt anschauen. „Ich werde nicht nur die Dinge ansprechen, die weniger gut gelaufen sind, sondern auch die positiven“, betont Erinc.Grundsätzlich hat er großes Vertrauen in sein neuformiertes Team.

„Wir wollen am Mittwoch ein Zeichen setzen. Wenn wir unsere Hausaufgabe erledigen, sind wir wieder Erster“, hofft der HSC-Coach, den Konkurrenten FC Erlensee unter Druck setzen zu können.

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