Oguzhan Yilmaz (links) bleibt am Ball ganz ruhig und hält den Langenselbolder Markus Zirnzak auf Abstand. Die Großauheimer setzten sich mit 3:0 durch. Foto: TAP

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3:0 über Selbold II: RW Großauheim will den Sieg mehr

Fußball. Die TSG Niederdorfelden (1:1 gegen Marköbel II) und der KSV Langen-Bergheim (0:1 bei Victoria Heldenbergen) haben sich in der Kreisliga A jeweils Ausrutscher geleistet. Spitzenreiter ET-SF Windecken (4:2 in Kilianstädten) zieht daher weiter davon. Großauheim hat beim 3:0-Sieg über Langenselbold II Ruhe bewahrt.

Von Michael Bellack

Im Tabellenkeller wird es zunehmend enger, da auch der FSV Neuberg (1:1 gegen Büdesheim) und der FC Mittelbuchen (3:2 in Oberdorfelden) gepunktet haben. Der KSV Eichen und die Spvgg. Langenselbold rutschen derweil weiter nach unten.

Spvgg. Langenselbold II – RW Großauheim 0:3 (0:2)„Großauheim hat es mehr gewollt, sie haben mehr gekämpt“, meinte Langenselbolds Trainer Sven Lindemann. In einer ausgeglichenen Partie machte der Wille letztlich den Unterschied. Ein Doppelschlag in Halbzeit eins durch Arnes Arnautovic (26.) und Henna Moussa (29.) brachte Rot-Weiß auf die Siegerstraße.Nach dem Seitenwechsel waren dann die Gastgeber besser. Wenn es gefährlich wurde, konnte der starke Auheimer Schlussmann Daniel Schaffer ein ums andere Mal entschärfen. Vier Minuten vor Schluss sorgte Benjamin von Krockow mit einem Foulelfmeter für die Entscheidung.Tore: 0:1 Arnautovic (26.), 0:2 Moussa (29.), 0:3 von Krockow (86., FE) – Zuschauer: keine Angabe – Schiedsrichter: Emge – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/ TW Schaffer

SV Kilianstädten – ET-SF Windecken 2:4 (1:1)„Das war ein überragendes A-Klasse-Spiel“, meinte Heimsprecher Holger Kieninger. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, die rund 100 Zuschauer sahen Chancen im Minutentakt. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, das spiegelt unsere Situation wieder“, so Kieninger. Felix Tugend scheiterte früh mit einem Strafstoß, Mario Klöppel traf später nur den Pfosten.Die Windecker zeigten sich abgezockter und cleverer vor dem gegnerischen Tor. Trotz der Unterzahl nach einer Notbremse von Morris Lenz (32.) hatten die Gäste mehr vom Spiel. Der eingewechselte Avdulla Dragoshi brachte Windecken nach einem kapitalen Fehler in der SVK-Hintermannschaft entscheidend in Front (79.). „Unter dem Strich wäre ein Unentschieden okay gewesen“, meinte Kieninger.Tore: 1:0 Wenzel (20.), 1:1 Tsifnas (25.), 1:2 Yücel (64.), 2:2 Bogun (69., FE), 2:3 Dragoshi (79.), 2:4 Sattler (90.) – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Sauerwald (Nidda) – Besondere Vorkommnisse: Windeckens Torwart Schickedanz hält Foulelfmeter von Tugend (10.), Rot für Windeckens Lenz (32.) – Beste Spieler: TW Gabler/TW Schickedanz

Victoria Heldenbergen – KSV Langen-Bergheim 1:0 (0:0)Marc Meininger war der Mann des Tages. Sein Kopfballtreffer zum 1:0 (56.) sorgte für den vierten Saisonsieg des Aufsteigers. „Wir haben uns endlich für eine gute Leistung belohnt“, freute sich Heldenbergens Sprecher Ulrich Stechno. In einem kampfbetonten Spiel waren die Hausherren die überlegene Mannschaft. Wille und Einsatz stimmten auf Seiten der Victoria.Die Gäste kamen zwar zu Chancen, richtig gefährlich wurde es aber nicht. Ein Sonderlob verdiente sich Schiedsrichter Bülent Eris. „Er hat sehr, sehr gut gepfiffen“, so Stechno. Auch bei den späten Platzverweisen in der ansonsten fairen Partie habe der Unparteiische richtig gelegen.Tore: 1:0 Meininger (56.) – Zuschauer: 35 – Schiedsrichter: Eris (Friedrichsdorf) – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Heldenbergens Leichner (80.) und Lagen-Bergheims Kappel (86.) – Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

TSG Niederdorfelden – SG Marköbel II 1:1 (0:1)Schlusslicht Marköbel kann sich gegen die favorisierten Gastgeber über einen nicht unverdienten Punkt freuen. „Aufgrund der kämpferischen Leistung von Marköbel geht das in Ordnung“, sagte TSG-Sprecher Markus Schichor. Niederdorfelden war zwar feldüberlegen, erspielte sich aber kaum Torchancen.Die Gäste gingen durch Janosch Hache in Führung (16.), einzig Yannick Heinz (53.) konnte im weiteren Spielverlauf die Marköbler Defensive überwinden. Die größte Chance auf den Sieg hatte die Heimelf. Christian Merten setzte sich über Außen durch, seine scharfe Flanke fand Nico Nozal. Dieser traf mit vollem Risiko aus kürzester Distanz aber nur den Pfosten. So blieb es letztlich beim Remis.Tore: 0:1 Hache (16.), 1:1 Heinz (53.) – Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Stender – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Wesenberg, Weise

SV Oberdorfelden – 1. FC Mittelbuchen 2:3 (2:1)SVO-Sprecher Dietmar Böhmert ärgerte sich nach Schlusspfiff über die vielen vergebenen Chancen der Platzherren. „Wir hätten mit 4:1, 5:1 führen müssen. Da hätte sich Mittelbuchen nicht beschweren können“, sagte er. Immer wieder waren die Abschlüsse der Oberdorfelder zu schwach und unkonzentriert.So reichte es nur zu einer 2:1-Führung, die der SVO in der Schlussphase noch hergab. „Wir sind nachlässig geworden und dafür bestraft worden“, so Böhmert. Admir Junic erzielte fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer, zuvor hatte der starke Paul Kaucher den Ausgleich erzielt (80.).Tore: 1:0 A. Bojahr (1.), 1:1 Kaucher (20.), 2:1 M. Cillis (42.), 2:2 Kaucher (80.), 2:3 Junic (84.) – Zuschauer: 30 – Schiedsrichter: Demir (Obertshausen) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Oberdorfeldens Fröhlich (70.) – Beste Spieler: – /TW Nemes, Kaucher

FSV Neuberg – FC Büdesheim 1:1 (1:0)In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften ab, danach nahm Büdesheim das Zepter in die Hand. Ein Sonntagsschuss machte den Gästen aber einen Strich durch die Rechnung. Marco van Boeckholt hämmerte den Ball aus 25 Metern unhaltbar unter die Latte.„Das war nicht ganz unverdient“, meinte Neubergs Pressesprecher Peter Hackel. Die zweite Halbzeit war geprägt von Hektik und Aufregung, ein Elfmetertor, verwandelt von Alessandro Strollo, brachte den Büdesheimer Ausgleich (70.). In der Schlussphase gab es je eine Rote Karte auf beiden Seiten (88.). „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Spielerisch waren wir gleichwertig“, ärgerte sich Hackel.Tore: 1:0 van Boeckholt (38.),1:1 Strollo (70., FE) – Zuschauer: 50 – Schiedsrichterin: Da Luz (Schlüchtern) – Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für den Neuberger Kadir Cinko und den Büdesheimer Andreas Schneider (88.) – Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

KSV Eichen – 1. FC Hanau 93 II 2:3 (0:1)Erst mit zwei späten Treffern sicherten sich die Hanauer den Sieg. Zunächst gelang Gruppenliga-Torjäger Kahraman Damar der Ausgleich (85.). In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte Illir Saljihi für den Eicher Knockout. „Wir haben uns um den verdienten Lohn gebracht. Wir hätten unsere Chancen nutzen müssen, da waren wir einfach nicht clever genug“, ärgerte sich Eichens Sprecher Marcus Thomas.Eichen sei zunächst die klar bessere Mannschaft gewesen. Ein Kopfball, der zum 1:0 geführt hätte, sei wegen Abseits abgepfiffen worden. Die Gästeführung durch Damar (25.) drehte der KSV nach der Halbzeit. Yasir Bashir (47.) und Daniel Ebell mit einem Strafstoß (53.) brachten Eichen in Front. Danach verpasste der KSV es aber, den Sack zuzumachen. „Wir hatten tausendprozentige Chancen. Latte, Pfosten, da war alles dabei“, meinte Thomas. Nach einer zweifelhaften Roten Karte gegen Stefano Greco (86.) verlor man die Ordnung. Die 93er nutzten dies und feierten den späten Sieg.Tore: 0:1 Damar (25.), 1:1 Bashir (47.), 2:1 Ebell (53.,FE), 2:2 Damar (85.), 2:3 Saljihi (90.+3) – Zuschauer: 10 – Schiedsrichter: Stadtfeld (Butzbach) – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Eichens Greco (86.) – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Damar

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