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Ü35-Ladies von Kewa Wachenbuchen gewinnen Süddeutsche Meisterschaft

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Blau-Weißer Jubel: Die Ü35-Fußballerinnen von Kewa Wachenbuchen haben gegen den FC Bayern München 1:1 gespielt und sind dadurch Süddeutscher Meister geworden.
Blau-Weißer Jubel: Die Ü35-Fußballerinnen von Kewa Wachenbuchen haben gegen den FC Bayern München 1:1 gespielt und sind dadurch Süddeutscher Meister geworden. © Kewa

Die Ü35-Fußballerinnen von Kewa Wachenbuchen sind Süddeutsche Meisterinnen. Unter anderem spielten die Maintalerinnen 1:1 gegen die Mannschaft des FC Bayern München. Nun sind die Kewa-Ladies für den Bundesentscheid qualifiziert.

Oberkirch/Maintal – Manchmal liegt etwas in der Luft, ist fast greifbar, obwohl niemand so wirklich damit rechnet. Genauso fühlten sich die Ü35-Fußballerinnen von Kewa Wachenbuchen, als sie am Sonntag die Süddeutsche Meisterschaft in Oberkirch gewannen. „Unser Plan ging einfach zu 95 Prozent auf“, sagt Trainerin Rebecca Lautenschläger. Vor allem gegen die Ü35-Damen des FC Bayern München wirkte die Mauertaktik.

Gegen den SSV Waghäusel, die SG Stadelhofen und den SV Böblingen hatten die Kewa-Ladies bereits gewonnen, als das Spiel gegen die Bayern anstand. „Wir haben sehr diszipliniert von hinten heraus gespielt. Wir hatten nur einen Konter - und der ging ins Tor“, berichtet Rebecca Lautenschläger. Die ehemalige Bundesliga- und Jugendnationalmannschaftsspielerin Mirja Dorny schoss den Führungstreffer für die Kewa. Kurz vor Schluss glichen die Bayern zwar aus. Aber aufgrund des besseren Torverhältnisses genügte Wachenbuchens Damen das 1:1, um sich den Cup und damit die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Berlin zu sichern.

„Das hat keiner erwartet. Mein Handy steht quasi seitdem nicht mehr still“, sagt die Trainerin. Neben der Mauertaktik sieht sie die Geschlossenheit der Mannschaft und ihre zielsichere Einwechselstrategie als maßgebliche Zutaten des Erfolgsrezepts. „Uns konnte keiner einschätzen. Wir waren sehr kompakt - und damit gegen die Bayern eindeutig besser“, sagt Rebecca Lautenschläger.

„Zudem hat die Mannschaft die von mir vorgegebene Strategie sehr diszipliniert umgesetzt, obwohl wir sonst nie so spielen.“ Selbst die Spielerinnen, die erst seit kurzer Zeit Teil des Kewa- Kaders seien, hätten sich perfekt integriert und die Mannschaftsphilosophie mitgetragen.

Aber auch die routinierteren Spielerinnen feierten den Erfolg ausgelassen. „Alle haben gespürt: Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Rebecca Lautenschläger. Sie nahm den Pokal und die obligatorische Bierdusche in Empfang. Die mitgereisten Fans bejubelten ihre Mannschaft. „Ich wünsche mir sehr, dass wir diese Euphorie mit nach Berlin nehmen.“ Am 24. und 25. September steht dort der DFB-Ü35-Frauen-Cup an. Bis dahin gibt es für sie noch einiges zu organisieren. „Wie stark die anderen Mannschaften dort sind, weiß ich nicht. Das wusste ich hier aber auch nicht“, gibt die Kewa-Trainerin zu. „Wir machen trotzdem alles wie immer und konzentrieren uns auf uns.“  

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