Letzter Auftritt: Beim 1:6 in Ginsheim lief Tim Franz (Mitte) das letzte Mal für Hanau 93 auf. Er kehrt nach nur einem halben Jahr zurück zu Verbandsligist Germania Großkrotzenburg. Archivfoto: TAP

Fußball

Transfer-Hammer: Tim Franz kehrt nach Großkrotzenburg zurück

Fußball. Verbandsliga-Aufsteiger FC Germania Großkrotzenburg ist ein Transfercoup gelungen. Nach nur einem halben Jahr in Diensten des Hessenligisten FC Hanau 93 kehrt Tim Franz zur Winterpause zum aktuellen Tabellenachten zurück.

Von Frank Schneider

In der vergangenen Runde war Franz mit 32 Saisontreffern maßgeblich an der Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt Ost beteiligt. Jetzt kehrt der 30-jährige Somborner trotz vieler Startelfeinsätze bei den 93ern an seine alte Wirkungsstätte zurück und wird dort mit offenen Armen empfangen.

Trainer Tsifnos verlängert

„Ich war auch überrascht, aber als Tim uns mitgeteilt hat, dass er aus beruflichen Gründen den zeitlichen Aufwand für die Hessenliga nicht mehr stemmen kann, haben wir ihm gerne den Rückwechsel angeboten“, berichtet Matthias Filbrich von der Sportlichen Leitung der Germania.

Der Aufstiegstrainer der Vorsaison hat überdies noch eine weitere positive Nachricht parat: Der Vertrag mit seinem erfolgreichen Nachfolger Christos Tsifnas wurde vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. „Wir sind mit der Arbeit von Christos sehr zufrieden und ihm macht es bei uns großen Spaß“, erläutert Filbrich. Mit B-Teamtrainer Fabian Kolb wird die Zusammenarbeit ebenfalls über das Saisonende hinaus ausgedehnt.

Großkrotzenburg überzeugt als Aufsteiger

Mit 30 Punkten aus 18 Partien steht der Aufsteiger sportlich glänzend da. Gestalten die Großkrotzenburger ihre Nachholspiele erfolgreich, winkt der Tsifnas-Elf sogar ein Rang in der Spitzengruppe. Die gute Punktausbeute lässt den Verein nicht nur selbstbewusst in die Zukunft schauen und bietet auch schon ein wenig Planungssicherheit.

„Wir gehen davon aus, dass wir auch kommende Saison in der Verbandsliga Süd spielen und wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen“, berichtet Filbrich. Die Gespräche mit den Spielern sind im Hinblick auf die Saison 2020/21 bereits in vollem Gange, etwa die Hälfte des Kaders habe dem Verein bereits die Zusage für die kommende Spielzeit gegeben.

Franz kann nur unregelmäßig trainieren

Mit einer großen Fluktuation im Spielersektor rechnet Filbrich ohnehin nicht. Das familiäre Umfeld und die gute Kameradschaft innerhalb des Teams führt er in diesem Zusammenhang als die gewichtigsten Gründe an. Die Verpflichtung von Franz passt daher wie die Faust aufs Auge. Der junge Familienvater hat viele Freunde im Team und wird keinerlei Integrationszeit brauchen.

„Er ist ein toller Typ und menschlich wie sportlich für uns ein absoluter Gewinn. Wir müssen halt sehen, wie Tim es von seiner Zeit her hinbekommt, weil ganz ohne Training wird er auch bei uns nicht spielen können“, ist Filbrich aber auch weit davon entfernt, dem Rückkehrer einen Freifahrtschein in Sachen Stammelf auszustellen. Klar ist aber auch eines: Mit seiner Klasse und der offensiven Wucht wird Tim Franz die Germania wohl auf Anhieb verstärken.

Bei Hanau 93 eine wichtige Stütze

Beim Hessenligisten FC Hanau 93 spielte er in der abgelaufenen Vorrunde nach anfänglichen Schwierigkeiten fast immer von Beginn an, Trainer Michael Fink schätzte den Mannschaftsgeist und die Flexibilität des früheren Regionalligaspielers des FC Bayern Alzenau enorm und setzte den Offensivspieler von hinten links bis vorne rechts auf mehreren Positionen ein.

„Ich kenne Tim seit 15 Jahren und es tut mir sehr leid, dass er uns wieder verlässt. Aber ich kann seine Beweggründe absolut nachvollziehen. Er will die Schlagzahl zurückfahren und das ist bei uns nicht möglich“, erklärt Giovanni Fallacara. Der Fußball-Abteilungsleiter des FC Hanau 93 hat sich mit dem aufnehmenden Verein hinsichtlich der Wechselmodalitäten auch sehr schnell geeinigt. „Wir sind Giovanni Fallacara und dem FC Hanau 93 sehr dankbar, dass sie Tim diesen Schritt ermöglichen und ihm keine Steine in den Weg legen“, bestätigt Matthias Filbrich faire Gespräche.

Nolde und Filbrich wieder dabei, Erbe legt eine Pause ein

Großkrotzenburgs Trainer Christos Tsfinas darf sich zu Beginn der Wintervorbereitung neben Franz noch auf zwei weitere „Neue“ freuen. Julien Nolde ist von seinem mehrwöchigen Auslandsaufenthalt zurückgekehrt und auch Mario Filbrich wird nach überstandener Hüftverletzung wieder mitwirken können. Nicht mehr im Aufgebot wird dagegen Daniel Erbe stehen. Der Stürmer möchte aus privaten Gründen eine Pause einlegen.

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