Zwei Steinheimer Aufstiegsgaranten, die mit dem SV Germania Steinheim in die Gruppenliga gehen: Mittelfeldspieler Fouad Brighache (links) und Torjäger Payam Khederzadeh. Archivfoto: TAP

Steinheim

Trainerwechsel beim SVG Steinheim wichtig für Meisterschaft

Fußball. Nach zehn Jahren durfte am Steinheimer Hellenhang endlich wieder ein Aufstieg gefeiert werden. Fusionsclub Sportverein Germania Steinheim bejubelte nach dem 5:2-Erfolg über Wiking Offenbach die Meisterschaft in der Kreisoberliga Offenbach und den Aufstieg in die Gruppenliga Ost.

Von Achim Dürr

Für SVG-Funktionär Bernd Hartmann eine regelrechte „Erlösung“. „Das wurde auch echt mal Zeit, wir waren einfach jetzt dran. In der Vergangenheit haben wir verstärkt auf die Jugend gesetzt, dies auch müssen. In der letzten Saison konnten wir uns wieder mit Spielern auch von außerhalb verstärken“, erklärte der Steinheimer Fußballchef. So habe man sich entsprechend den Aufstieg als Ziel gesetzt.

Nach 30 Spieltagen stand das Team mit 69 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz, drei Punkte vor dem 1. FC Langen, der in die Relegation einzog. Nach der Hinrunde belegte der SVG mit sieben Zählern Rückstand auf Platz eins noch Rang fünf.

Trainerwechsel in der WinterpauseZur Winterpause hatten sich die Verantwortlichen für einen Trainerwechsel entschieden. Für den Ur-Steinheimer Alexander Sticher übernahm Jürgen Baier, der zuletzt Viktoria Aschaffenburg in der Regionalliga gecoacht hatte. „Sticher hatte bis dahin gute Arbeit geleistet, aber die Verpflichtung von Baier gab der Mannschaft letztlich den entscheidenden Kick“, glaubt Hartmann. Unter Baier setzte es in 15 Spielen nur eine Niederlage (TSG Neu-Isenburg) und ein Unentschieden (in Langen).

Mit 94 Treffern stellte der SVG am Ende die stärkste Offensivreihe der Liga. Den Löwenanteil daran trugen Evangelos Zormpalas (25 Tore), Payam Khederzadeh (21) und Andrej Kolchak (18). Die Defensive offenbarte dagegen hin und wieder ein paar Schwächen, war aber mit 37 Gegentreffern immerhin noch drittbestes Team „Für mich war Fouad Brighache der Spieler der Saison. Er hat den Laden organisiert und zusammengehalten“, verteilt Hartmann ein Sonderlob an den „Sechser“, der zu Rundenbeginn vom Hessenligisten SC Hessen Dreieich gekommen war.

Ziel KlassenerhaltDass am Hellenhang für die Gruppenliga-Spielzeit einzig der Klassenerhalt als Ziel gelte, ergebe sich angesichts der hohen Zahl an Absteigern von selbst. „Wir haben das Potenzial die Liga zu halten, aber das wird ein hartes Stück Arbeit werden“, weiß Hartmann. So haben er und seine Mitstreiter schon kräftig auf der Spielerbörse zugeschlagen. Allerdings muss der Meister in Zukunft auch auf zwei Leistungsträger verzichten.Massimo Pietroluongo zieht in den Gelnhäuser Raum und will sich in seiner neuen Heimat einen Verein suchen. Noch schwerer wiegt der Weggang von Zormpalas. Wohin es den Torjäger zieht, ist noch offen. Hartmann nüchtern: „Wir konnten uns nicht einigen.“ Edeljoker Tobias Steinbrecher zieht es zu Teutonia Hausen.

NeuzugängeIm Gegenzug werden acht neue Akteure das Baier-Ensemble verstärken. Von Viktoria Aschaffenburg kommt Marius Trippel, von Bayern Alzenau nach knapp zweijähriger Pause Paa Kofi Boateng. Dazu gesellen sich Daniel Becker (Spvgg. Dietesheim) und Karim Baumann, der vom West-Gruppenligisten FC Oberstedten an den Hellenhang wechselt.

Mit Puya Khederzadeh (FC Bürgel) und Henna Moussa (RW Großauheim) kann Coach Baier auch zwei Heimkehrer begrüßen. Torwart Tobias Dostal (Spvgg. Dietesheim, A-Jugend) und Baris Anul (FSV Neuberg) komplettieren den Kreis der neuen Steinheimer Hoffnungsträger.

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