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Trainerrochade bei HSG Hanau II: Kukla und Wess tauschen Rollen

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Von: Robert Giese

Vom Co- zum Cheftrainer: Jan Kukla übernimmt beim Oberliga-Team der HSG Hanau eine neue Rolle. Für Henrik Graichen (links) und seine Teamkollegen soll sich aber nicht all zu viel ändern.
Vom Co- zum Cheftrainer: Jan Kukla übernimmt beim Oberliga-Team der HSG Hanau eine neue Rolle. Für Henrik Graichen (links) und seine Teamkollegen soll sich aber nicht all zu viel ändern. © Scheiber

Auch bei der zweiten Mannschaft der HSG Hanau hat die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Vor ihrer zweiten Spielzeit in der Handball-Oberliga muss das Team – ähnlich wie die erste Mannschaft der Hanauer – einen großen personellen Umbruch bewältigen. Veränderungen gibt es auch auf der Trainerbank, wo Norbert Wess und Jan Kukla die Rollen tauschen.

Hanau – Bisher war Wess Chefcoach und Kukla, der lange Zeit als Spieler zum Zweitmannschaftskader gehörte, fungierte in den vergangenen beiden Spielzeiten als Co-Trainer. Zur neuen Saison wechseln die beiden die Rollen, sodass Kukla das Team hauptverantwortlich betreut, während sich Wess vor allem in die Förderung des Kleingruppenspiels und die zwischenmenschliche Ebene einbringen wird.

„Ich wollte gerne mehr machen und habe Blut geleckt, was die Trainerrolle angeht“, erzählt Kukla, der während der beiden vergangenen Jahre bereits mehr und mehr Verantwortung übernommen hatte. Die Personalrochade ist also vielmehr ein fließender Übergang denn ein plötzlicher Wechsel. Auch weiterhin werden Kukla und Wess eng zusammenarbeiten und sich intensiv austauschen.

Einen größeren Umbruch gibt es beim Oberliga-Team der Hanauer hingegen auf dem Spielfeld, denn dort müssen Kukla und Wess künftig neben dem bisherigen Kapitän Daniel Kegelmann auch auf weitere Spieler verzichten, die über Jahre das Gerüst der Mannschaft bildeten. Füllen will der neue Coach diese Lücken vor allem mit jungen Spielern aus dem eigenen Verein, die bisher in der A-Jugend spielten oder vornehmlich in der dritten Mannschaft zum Einsatz kamen.

Die Hanauer können bisher allerdings auch drei externe Neuzugänge vermelden, die künftig für Wirbel im Rückraum sorgen sollen: Florian Juli, der in der Region bereits beim TV Gelnhausen, der SG Bruchköbel und der TGS Niederrodenbach spielte, wechselt von der HSG Rhein-Nahe Bingen in die Brüder-Grimm-Stadt. Vom Bezirksoberligisten TGS Seligenstadt kommt der hochgewachsene Keno Mehrpahl, aus Maintal Jonas Pillmann.

Weitere Zugänge könnten noch folgen, denn im Tor und auf Rechtsaußen wollen sich die Hanauer noch breiter aufstellen – hier wären allerdings auch interne Lösungen denkbar. Kukla betont an dieser Stelle die enge Verzahnung zwischen den verschiedenen Teams der HSG, die im Leistungsbereich gut aufgestellt ist: „Wir haben unsere erste Mannschaft in der 3. Liga, die zweite Mannschaft spielt in der Oberliga und die A-Jugend in der Bundesliga– so eine Plattform hat kein anderer Verein in der Region.“

Um die Qualität des Oberliga-Teams weiter zu steigern, haben die Hanauer ihren Trainerstab erweitert, binden frühere Spieler wie Janik Kegelmann in den organisatorischen Bereich ein und werden während der begonnenen Saisonvorbereitung mit einer Athletiktrainerin zusammenarbeiten.

Um den Klassenerhalt erneut zu erreichen, wird Kukla seine Spieler in den kommenden Monaten viermal pro Woche in die Halle bitten, „wobei wir auch gemeinsame Trainingseinheiten mit der ersten Mannschaft und der A-Jugend absolvieren werden“, so der neue Coach des Oberliga-Teams.

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