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Torwart Shaffer muss beim FSV Bischofsheim als Marggraf-Nachfolger große Lücke stopfen

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Gestandener Kreisoberliga-Keeper: Daniel Shaffer wechselte von Safakspor Hanau nach Bischofsheim und tritt dort in die Fußstapfen von Routinier Christian Marggraf.
Gestandener Kreisoberliga-Keeper: Daniel Shaffer wechselte von Safakspor Hanau nach Bischofsheim und tritt dort in die Fußstapfen von Routinier Christian Marggraf. © Roland Adrian

Auch dank der Verpflichtung von Ex-Safakspor-Torwart Daniel Shaffer kehrt der FSV Bischofsheim positiv gestimmt aus der Winterpause zurück. Der Tabellenzwölfte der Kreisoberliga Hanau hat vor dem Start in die Restrunde zwar nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, dennoch gibt sich Trainer Kenan Kocak optimistisch.

Maintal – „Dass wir bereits in der Vorrunde unsere Ergebnisse verbessern konnten und aus den letzten neun Spielen lediglich einmal als Verlierer vom Platz gingen, zeigt den stetigen Aufwärtstrend und die Verfassung der Mannschaft“, so Kocak, der die „Frösche“ am fünften Spieltag übernommen hatte. Gleichzeitig ist er sich bewusst: „Davon können wir uns heute jedoch nichts mehr kaufen. Der Kampf um den Klassenerhalt geht weiter, wobei ich sehr zuversichtlich bin, dass uns dieser auch gelingt, weil die Mannschaft einfach gut in der Vorbereitung gearbeitet hat und eine gute Stimmung herrscht.“

Bisher überzeugte in Bischofsheim die Offensive weniger als die Defensive, welche sich im Vergleich mit den Abstiegskonkurrenten aus Oberrodenbach, Wolfgang und Langen-Bergheim mit 28 Gegentoren in 19 Spielen als durchaus liga-tauglich erwiesen hat. Teilweise lag das sicher auch an dem im Winter zu Gruppenligist Germania Dörnigheim gewechselten Torwart Christian Marggraf.

Der Routinier hinterlässt „eine sehr große Lücke“, formulierte Kocak, um aber gleich auf den „Coup“ zu verweisen, der die stabile Abwehrarbeit des FSV weiterführen soll. „Wir sind über unseren Neuzugang Daniel Shaffer sehr glücklich. Er war nach einigen Beobachtungen und Gesprächen unser absoluter Wunsch-Nachfolger für Christian.“

Der 30-jährige Shaffer spielte zuletzt für den mittlerweile zurückgezogenen Liga-Konkurrenten Safakspor Hanau und stach dort als oftmals alleingelassener Fels in der Brandung hervor. „Bei Safakspor war es von Anfang an komplizierter. Man kann das gar nicht vergleichen, der FSV ist ein stabiler Verein“, berichtet er von seinen ersten Erfahrungen in Bischofsheim.

Der Torwart, der auch schon für Rot-Weiß Großauheim kickte, habe Angebote anderer Vereine zugunsten des FSV ausgeschlagen. Das frühe Interesse und gute Gespräch etwa mit Oliver Sonntag, der Mitglied der Sportlichen Leitung am Fechenheimer Weg ist, und das Potenzial der jungen Mannschaft hätten ihn überzeugt, sich erneut in den Abstiegskampf zu werfen. „Mein Motto ist: Leicht kann jeder,“ so Shaffer, der zuversichtlich ist, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten: „Maggi ist natürlich ein guter Torwart. Ich habe meine eigene Taktik und glaube an meine Stärken. Ich habe keinen Druck.“

Trainer Kocak baut für die restlichen Saisonspiele auf Shaffer und dessen Vorderleute: „Unsere Defensive wird auch in der Rückrunde unsere Bank für den Klassenerhalt sein. Hier sind wir wirklich sehr gut aufgestellt.“ Offensiv erhofft er sich frischen Wind durch die Winterneuzugänge Ferhat Sakarya (FC Hochstadt), Tim Ott und Nico Trageser (SG Bruchköbel II), sowie Esat Gültekin, der vom kommenden Gegner Eintracht Oberissigheim (Sonntag, 15 Uhr) hinzugestoßen ist. „Ich bin sehr positiv gestimmt, dass der Weg des FSV Stück für Stück nach oben gehen wird und wir unser diesjähriges Ziel, die Kreisoberliga zu halten, schaffen werden“, meint Kocak.

Seine neue Nummer eins pflichtet ihm bei: „Wir werden stärker zurückkommen, als die Jungs in die Winterpause gegangen sind. Damit kann man rechnen“, versichert Shaffer und prognostiziert hinsichtlich seiner ersten Meisterschaftspartie im Dress der „Frösche“: „Das Spiel muss Oberissigheim erst mal gewinnen!“

Von Lennart Nickel

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