Kein Durchkommen: Gegen die HSG Zwehren/Kassel war bei Juliana Bruzdziak und ihren Teamkolleginnen von der SGB vor allem im Angriff zu viel Sand im Getriebe. Archivfoto: Kalle.

Bruchköbel

Torflaute nach der Pause besiegelt Bruchköbeler Auswärtspleite

Handball. Einen bitteren Ausgang hatte die Auswärtsfahrt der SG Bruchköbel nach Nordhessen. Sie verloren bei HSG Zwehren/Kassel nicht nur mit 16:23 (9:13), sondern mussten auch den Ausfall von Spielmacherin Juliana Bruzdziak hinnehmen – die Rückraumspielerin zog sich vermutlich einen Kreuzbandriss zu.

Von Robert GieseDie Gäste kamen nicht gut ins Spiel: Die 3:2:1-Abwehr bekam gegen die HSG-Offensive überhaupt keinen Zugriff, sodass die Bruchköblerinnen nach nicht einmal zehn Minuten bereits mit 2:6 zurück lagen.

Stefan Wagner nahm daraufhin eine Auszeit und stellte die Defensive auf eine 6:0-Deckung um. „Das hat dann deutlich besser funktioniert“, so der Bruchköbeler Trainer, dessen Team fortan den Rückstand stetig verringern konnte und in der 20. Minute zum 7:7 ausglich.Fehlen von Schlüsselspielerin Bruzdziak macht sich permanent bemerkbarDann verletzte sich jedoch Spielmacherin Bruzdziak ohne Einwirkung einer Gegenspielerin am Knie. „Nach der ersten Diagnose ist es wohl leider ein Kreuzbandriss“, zeigte sich Wagner betroffen, Bruzdziaks Mitspielerinnen standen nach der schweren Verletzung ihrer Spielgestalterin unter Schock: Vor allem in der Offensive lief bei den Gästen in der Folge kaum noch etwas zusammen, sodass sich die HSG bis zur Pause auf 13:9 absetzen konnte.

Das Fehlen von Schlüsselspielerin Bruzdziak machte sich auch nach dem Seitenwechsel permanent bemerkbar. „Wir waren im Angriff ohne richtige Führung und haben ziemlich konzeptlos gespielt, mit Juliana fehlte der Kopf der Mannschaft“, so Wagner zur anhaltenden Misere in der SGB-Offensive. Die Verletzung warf ihre Teamkolleginnen derart aus der Bahn, dass diese selbst klarste Chancen nicht verwandelten. „Alleine fünf Tempo-Gegenstöße haben wir verworfen“, führt Wagner als Beispiel an.„Unsere Abwehr stand immerhin gut“Da bei den Bruchköblerinnen bis Mitte der zweiten Hälfte im Angriff Flaute herrschte, konnte sich Zwehren bis dahin einen komfortablen 18:11-Vorsprung herausspielen. Dass der Rückstand nicht höher ausfiel, war der guten Abwehrleistung der SGB zu verdanken.

„Vorne waren wir zwar regelrecht kopflos und haben ständig verworfen, unsere Abwehr stand aber immerhin gut“, konnte der SGB-Coach dem Spiel einen positiven Aspekt abgewinnen.

SG Bruchköbel: Corinna Herzog, Claudia Schilling; Vanessa Amon, Kristin Amos (6/2), Janine Brodbeck (1), Juliana Bruzdziak (2), Fabienne Fleischhacker (1), Daniela Gebhardt (2), Carola Gick (2), Lea Heß (2), Selina Körbl, Jennifer Krasnansky, Annalena Müller, Ayla Muratoglu –Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer – Siebenmeter: HSG 4/4, SGB 4/2 – Zeitstrafen: HSG 3, SGB 3 – Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Carina Salzmann (HSG, 23., Foul bei Tempo-Gegenstoß) und Kristin Amos (SGB, 53., Foul bei Tempo-Gegenstoß) – Zuschauer: 80

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