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TGS Niederrodenbach setzt auf Aufstiegstrainer Georg Völker: „Das Feuer brennt wieder“

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Erfolgstrainer ist zurück: Georg Völker (rechts) hat mit der TGS Niederrodenbach unter anderem 2013 einen Aufstieg bejubelt. Nun soll er den angeschlagenen Landesligisten in die Aufstiegsrunde führen.
Erfolgstrainer ist zurück: Georg Völker (rechts) hat mit der TGS Niederrodenbach unter anderem 2013 einen Aufstieg bejubelt. Nun soll er den angeschlagenen Landesligisten in die Aufstiegsrunde führen. © Scheiber

Gänzlich anders vorgestellt hatten sich die Handballer der TGS Niederrodenbach den bisherigen Verlauf der Landesliga-Saison 2021/22 - nach der fünften Niederlage im siebten Spiel wurde schließlich die Reißleine gezogen und der Vorstand einigte sich mit Trainer Eryk Kaluzinski einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung.

Rodenbach – Auf der Bank nahm bereits am vergangenen Wochenende ein alter Bekannter Platz: Georg Völker. Sein Einstand konnte sich sehen lassen: Das Auswärtsspiel bei den OFC Kickers wurde mit 27:24 gewonnen.

Warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Georg Völker hatte bereits vor der Weihnachtspause ein TGS-Spiel erfolgreich gecoacht - seinerzeit war die HSG Kahl/Klein-ostheim bezwungen worden. Ohnehin hatte der Niederrodenbacher immer den Kontakt zur Mannschaft gehalten, die er schon vor Jahren trainiert hat - in Summe neun Jahre, in denen immerhin zwei Landesliga-Aufstiege bejubelt werden konnten.

Nach den ersten sechs und drei weiteren Jahren handelt es sich nun somit um die dritte Verpflichtung des erfahrenen B-Lizenz-Inhabers, der in seiner Karriere auch schon den TV Langenselbold und die SG Bruchköbel trainiert hatte.

Jetzt kehrt der Niederrodenbacher wieder zur TGS zurück. Die vierjährige Pause hat Georg Völker gutgetan. „Nach einer insgesamt neunten gemeinsamen Saison schleift sich etwas ab. Ich brauchte selbst eine Pause, um den Akku wieder aufzuladen“, gibt er zu. In seiner Rolle als Interimscoach hat er gemerkt, wie viel Spaß ihm die Rolle bereitet und dass er sich nur allzu gerne voll auf die Mannschaft einlassen wollte. „Das Feuer brennt wieder“, sagt Völker lachend.

Und er hat - zunächst bis zum Saisonende - viel vor mit den Niederrodenbacher Jungs, von denen er noch einige aus früheren Zeiten kennt. Ziel ist das Erreichen des dritten Platzes in der Süd-Gruppe 1, um sich damit für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. „Das ist mehr als realistisch“, zeigt sich der neue alte Coach zuversichtlich. Man müsse nur konzentriert weiter arbeiten und sich vor keinem der Gegner ängstigen - bis auf den individuell sehr stark aufgestellten TV Gelnhausen II seien alle Mannschaften durchaus schlagbar.

Im eigenen Spiel gelte die Devise „weniger ist mehr“. Soll heißen: Aus einer Auslösehandlung heraus variabel und mannschaftstaktisch agieren und dem Angriff damit mehr Sicherheit geben. „Wir möchten eine Linie in das Angriffsspiel bringen, in dem jeder seine Aufgabe kennt“, so Völker, der dazu vorrangig auf eine stabile, aggressive 6:0-Deckung baut.

Unterstützt wird der Coach von Holger Hölzinger, mit dem er gleichzeitig noch die Auswahl des männlichen Jahrgangs 2010 im Bezirk Offenbach-Hanau trainiert. „Wir haben dieselben Ansichten und sind einfach ein gutes Team“, freut sich Völker über die fruchtbare Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Nun will das Trainerteam am kommenden Sonntag ab 18 Uhr mit der TGS die nächsten zwei Auswärtspunkte einfahren.

„Je nachdem, mit welcher Mannschaft die HSG Rodgau/Nieder-Roden II aufläuft, müssen wir ein bis drei Schlüsselspieler in den Griff bekommen“, weiß Völker, der über einen breiten, ausgeglichenen Kader verfügt und somit praktisch aus dem Vollen schöpfen kann - lediglich hinter dem Einsatz von Felix Grünbacher steht ein Fragezeichen. Sollte der anvisierte Sieg über den punktgleichen Tabellennachbarn gelingen, befindet sich die TGS im Kreis der Aufstiegsaspiranten - eine Aussicht, die zusätzlich motivieren dürfte.

Von Katja Vügten

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