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Spiel der Spiele für die 93er gegen Kassel im Dröse-Stadion

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Andere Voraussetzungen: Kürzlich gab sich Darmstadt 98 im Herbert-Dröse-Stadion die Ehre. Der Zweitligist gewann das Testspiel gegen Hanau 93 vor der leeren Stehtribüne mit 3:1. Dort sollen am Samstag die Fans von Hessen Kassel stehen, wenn es um Hessenliga-Punkte geht. Archivfoto: TAP
Andere Voraussetzungen: Kürzlich gab sich Darmstadt 98 im Herbert-Dröse-Stadion die Ehre. Der Zweitligist gewann das Testspiel gegen Hanau 93 vor der leeren Stehtribüne mit 3:1. Dort sollen am Samstag die Fans von Hessen Kassel stehen, wenn es um Hessenliga-Punkte geht. Archivfoto: TAP

Fußball. FC Hanau 93 gegen den KSV Hessen Kassel – diesem Spiel fiebern alle im Lager der 93er schon seit Wochen entgegen. HFC-Pressesprecher Hans Jung spricht sogar vom Highlight im Hanauer Fußballgeschehen im Jahr 2019.

Von Gert Bechert

Das Duell der beiden hessischen Traditionsvereine wird am Samstag um 18 Uhr im Herbert-Dröse-Stadion angepfiffen. Laut Terminplan hätte es in Kassel stattfinden sollen, da das Auestadion wegen des Frauen-Länderspiels gegen Montenegro aber anderweitig belegt ist, wurde es kurzerhand nach Hanau verlegt.

Nach vielen Jahren stehen sich die beiden Rivalen wieder in einem Pflichtspiel gegenüber. Letztmalig um Punkte ging es in der Saison 1985/86. Am 12. Oktober 1985 gewannen die „Löwen“ im Auestadion 3:1, das Rückspiel am 12. April 1986 entschied der HFC in Wilhelmsbad 2:0 für sich.

Achillesferse

Kassel gilt als einer der Topfavoriten für den Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Nach fünf Spieltagen läuft das Team des vom Nord-Regionalligisten gekommenen neuen Trainers Dietmar Hirsch jedoch Gefahr, schon frühzeitig den Anschluss an Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zu verlieren.

Während die Domstädter aus fünf Spielen bereits 13 Punkte gesammelt haben, hat der KSV aus vier Partien nur sieben Zähler eingefahren. Hirsch hat die Achillesferse seines Teams bereits lokalisiert: „Offensiv sind wir gut, defensiv haben wir uns noch nicht so ganz gefunden.“

Zwei ausgefuchste Angreifer

Mit Mahir Saglik und Sebastian Schmeer stehen ihm zwei ausgefuchste Angreifer zur Verfügung. Der bereits 36-jährige Saglik wechselte im Januar 2019 zu den Nordhessen. Der frühere U20 Nationalspieler der Türkei spielte von 2013 bis 2016 für den SC Paderborn, zuvor stand er unter anderem beim FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg unter Vertrag.

Schon seit 2012, nur kurz unterbrochen 2016 von einem halbjährigen Trip zu Borussia Fulda, geht der 32 Jahre alte Schmeer für den KSV auf Torejagd. In den bundesrepublikanischen Blickpunkt geriet er im August 2016, als er in der ARD für das „Tor des Monats“ ausgezeichnet wurde. Von den elf erzielten Toren gehen acht auf das Konto der beiden. Auch Mittelfeldspieler Alban Meha absolvierte für Paderborn Profispiele.

Kassel nach Pokal-Aus unter Druck

Die Generalprobe der Nordhessen ging allerdings total in die Hose. Bereits in der zweiten Runde des Hessenpokals schied der KSV am Mittwoch beim Nord-Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen durch eine 1:4-Niederlage vor 1400 Zuschauern aus. Davon lässt sich Michael Fink nicht blenden. „Der Pokal ist eine andere Geschichte, da gelingt einem Underdog auch mal ein Husarenstück wie jetzt Weidenhausen“, relativiert der Hanauer Spielertrainer die Niederlage des KSV.

Dass Kassel nach dem Pokal-Aus erheblich unter Druck steht, will er nicht verhehlen. „Eine weitere Niederlage am Samstag wäre sehr schmerzhaft.“ Wichtigste Aufgabe für ihn ist die Beschattung der beiden gegnerischen Torjäger, „das ist die halbe Miete“. Aber nicht nur im Defensivbereich soll dagegengehalten werden, auch in der Offensive will der 37-Jährige Akzente setzen. „Wir wollen dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen“, deutet Fink an, dass er mit einem Punkt zufrieden wäre.

Fallacara träumt von 1000 Zuschauern

Personell deuten sich gegenüber dem Baunatal-Spiel keine großen Veränderungen an. „Die Mannschaft hat ihre Sache gut gemacht, es gibt keinen Grund, großartig zu wechseln.“ Einzig aus taktischen Gründen wären Änderungen denkbar. Gefreut hat sich Fink über die ersten Gehversuche von Betim Mezimi und Kevin Effiong beim 5:0-Pokalsieg am Mittwoch gegen den KSV Langen-Bergheim.

Mezimi war nach seinem Kreuzbandriss neun Monate außer Gefecht, Neuzugang Effiong musste sechs Wochen pausieren. Beide sollen behutsam herangeführt werden. Fink geht davon aus, dass sie ab Oktober wieder ein Thema für Einsätze in der ersten Mannschaft sind.

Giovanni Fallacara träumt von 1000 Zuschauern. „Realistisch betrachtet müssten aber mindestens 600 kommen“, meint der HFC-Abteilungsleiter.

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