Enttäuschte Gesichter soll es im Issigheimer Derby bei der Eintracht aus Oberissigheim diesmal keine geben. Es ist zudem das Spiel eins nach der Ära von Robert Kahlina. Archivfoto: TAP

RegionHanau

Spiel eins nach Kahlina-Ära: Eintracht muss im Derby ran

Fußball. Zwei Derbys in der Kreisoberliga: Auf dem Sportplatz an der Obermarkersdorfer Straße treffen im Spiel eins nach der Ära Robert Kahlina Eintracht Oberissigheim und der TSV Niederissigheim aufeinander, das Spiel VfB Großauheim gegen den SV Wolfgang ist gleichzeitig ein Duell des Tabellenletzten gegen den Vorletzten.

Von Lukasz Galkowski

Nach dem Rücktritt Kahlinas als Trainer bei der Eintracht werden sich die Blicke der Zuschauer beim Issigheimer Derby zwangsläufig auf den verwaisten Trainerstuhl richten. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass der Verein bis zum Sonntag eine Dauerlösung präsentieren wird.Bei der kurzfristig für den Mittwochabend anberaumten Vorstandssitzung konnten die Funktionäre zwar die ersten Schritte bei der Suche für die Kahlina-Nachfolge einleiten, aber verständlicherweise keine nennenswerten Ergebnisse präsentieren. „Es gibt noch keine Neuigkeiten, wir werden Gespräche führen“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Klaus Stephan. Feststeht, dass Zweitmannschaftstrainer Kai Herzberger am Sonntag Kahlinas Platz einnehmen wird.Favorit ist nur schwer auszumachenNach der 0:4-Niederlage gegen Niederrodenbach und der sportlichen Misere der letzten Wochen bleibt Herzberger nicht viel Zeit, um die Oberissigheimer für das Derby wieder aufzurichten. Niederissigheim dürfte in diesem Spiel ein klares Ziel vor Augen haben: Bei einem Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung würden sie in der Tabelle an dem Ortsrivalen vorbeiziehen.

Ein Favorit ist in den Issigheimer Vergleichen schwer auszumachen. Zuletzt trennten sich die Kontrahenten zweimal 2:2-unentschieden. Wenn aber die Eintracht in der Vergangenheit gewann, dann waren es oft hohe Siege: 2013 gab es ein 8:0, 2011 einen 8:1-Erfolg.Abstiegskampf pur im StadtteilderbyUms Prestige, aber auch um dringend benötigte Punkte geht es in dem Hanauer Stadtteilderby zwischen dem VfB Großauheim und dem SV Wolfgang. Die beiden Teams, deren Sportplätze weniger als drei Kilometer Luftlinie trennen, stehen am Ende der Kreisoberligatabelle. Wolfgangs Trainer Mike Busch hofft, dass der 1:0-Sieg gegen die Spvgg. Langenselbold ein gutes Omen vor dem Derby war. „Wir wollen das Spiel gewinnen“, sagt der Trainer.Auf der anderen Seite der Tabelle wollen die Topteams ihre Stellung verteidigen. Einfach dürfte es für die ersten drei aber nicht werden. So hat der nächste Gegner des 1. FC Erlensee, Hilalspor Hanau, etwa beim 2:2 gegen Wachenbuchen vergangene Woche, bewiesen, dass er gegen gute Mannschaften bestehen kann. Auch die Maintaler erwartet beim TSV 1860 Hanau erfahrungsgemäß kein Spaziergang: Die Kewa wartet in der Liga bereits seit acht Spielen auf einen Sieg gegen die Sechziger. Dörnigheim nur AußenseiterIn der Außenseitenrolle tritt Germania Dörnigheim beim Spitzenreiter aus Niederrodenbach an. Desweiteren spielen am Sonntag Eintracht Oberrodenbach gegen SG Bruchköbel II und Spvgg. Langenselbold gegen die Sportfreunde Ostheim. Wie üblich im November werden die Partien früher ‧angepfiffen. Mit Ausnahme der Begegnung in der Hanauer Rudi-Völler-Sportanlage (14.30 Uhr) beginnen alle Spiele um 14.45 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren