Bitter: Danny Kadioglu und 1960 Hanau haben spät gegen den Hessenligisten aus Fulda verloren. 
Archivfoto: Scheiber
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Bitter: Danny Kadioglu und 1960 Hanau haben spät gegen den Hessenligisten aus Fulda verloren. Archivfoto: Scheiber

2:3 gegen Barockstadt Fulda-Lehnerz

Hessenpokal: SC 1960 Hanau verliert durch spätes Hackentor - Unterbrechung nach Flutlichtausfall

Hanau – Der SC 1960 Hanau schnupperte im Fußball-Hessenpokal lange Zeit an einer großen Überraschung, musste sich aber im Zweitrundenspiel dem Hessenliga-Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz mit 2:3 geschlagen geben.

Von Frank Schneider

Die Gastgeber begannen nach dem 4:1-Ligasieg gegen den SV Münster selbstbewusst und ohne große Scheu vor dem großen Favoriten. Für den erkrankten Cheftrainer Savas Erinc übernahm Vereinschef Okan Sari. Abdussamed Gürsoy hatte die erste Möglichkeit für den HSC auf dem Fuß, verzog aber knapp. In der elften Minute ging der Hessenliga-Spitzenreiter durch einen Treffer von Jan Vögel in Führung. Trotz des Rückstands ließ 1960 die Köpfe nicht hängen und drängte auf den Ausgleich. Nach einer halben Stunde war es soweit: Travis Parker verwandelte einen Strafstoß zum 1:1.

Vier Minuten später verzog der Hanauer Serhan Karabas nur knapp. Zwei Minuten vor der Pause brandete erneut der Jubel beim Anhang der Gastgeber auf. Nach einem abgewehrten Freistoß von Ilker Bicakci gab es eine Ecke, die der aufgerückte HSC-Verteidiger Philipp Topic per Kopf verwandelte. Barockstadt kam wütend aus der Kabine und glich nach 56 Minuten aus, Torschütze war per Freistoß Tolga Duran. Jetzt waren wieder die Osthessen am Drücker. Marcel Trägler hatte zweimal das 2:3 auf dem Fuß, setzte aber jeweils den Ball aus kurzer Distanz über den Kasten.

Die Hanauer verteidigten weiterhin beherzt, wurden aber immer mehr in die Defensive gedrängt. Die Puste ging dem Verbandsligisten nicht aus – dafür aber das Licht. Ein Flutlichtausfall sorgte für eine 20-minütige Unterbrechung am Herbert-Dröse-Stadion. Nach Wiederanpfiff ging es sofort mit hoher Intensität weiter. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und wollten in der neunminütigen Restspielzeit die Entscheidung. In der 85. Minute erzielte Marius Löbig nach einer Hereingabe von Dennis Müller per Hacke den dritten Treffer für die Fuldaer, der gleichzeitig das Weiterkommen des Hessenliga-Spitzenreiters bedeutete.

Fazit: Der SC Hanau 1960 hat einen großen Pokalfight geboten und hätte ein Weiterkommen ebenso verdient gehabt. „Das war ein überragendes Spiel von uns, eine weitere Steigerung zum Münster-Spiel, man sieht, dass das Team Potenzial hat“, meinte der Sportliche Leiter Baris Bayval.

SC 1960 Hanau: Pellowski - Aslan, Fustero, Topic, Habibovic, Bicakci, Karabas (71. Kaya), Gürsoy, Kadioglu, Gibaja-Lofink (58. Mickley), Parker – Tore: 0:1 Vogel (11.), 1:1 Parker (30./FE), 2:1 Topic (44.), 2:2 Duran (56.), 2:3 Löbig (85.) – Schiedsrichter: Bengelsdorff (Stadtallendorf) – Zuschauer: 70 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung

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