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Sonderlob für A-Junior Mert Özkan: Youngster begeistert Germania Dörnigheims Coach

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Zehn Tore und gute Leistungen: Mert Özkan ist bei Germania Dörnigheim die Entdeckung der Hinrunde. Foto zeigt ihn im Zweikampf mit dem Bruchköbeler Felix Tugend (links).
Zehn Tore und gute Leistungen: Mert Özkan ist bei Germania Dörnigheim die Entdeckung der Hinrunde. Foto zeigt ihn im Zweikampf mit dem Bruchköbeler Felix Tugend (links). © Scheiber

Germania Dörnigheim ist in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost auf Platz vier in die Winterpause gegangen. Ein möglicher Aufstieg in die Verbandsliga Süd ist am Sportzentrum Dicke Buche jedoch kein Thema, denn der Rückstand auf Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt beträgt 18 Punkte. „Wir sind trotzdem mit der Vorrunde sehr zufrieden, auch wenn wir das eine oder andere Spiel wegen schwacher Chancenverwertung nur unentschieden gespielt haben“, erklärt Germania-Trainer Jochen Kostiris.

Maintal – Für die Rückrunde sehen sich die Germania-Verantwortlichen gut gerüstet. Ein Grund ist der durch drei Winter-Neuzugänge verbreiterte Kader. Vom benachbarten Kreisoberligisten FSV Bischofsheim kehren Torwart Christian Marggraf und Offensivspieler Lukas Barfuß zurück, zudem hat sich mit Simeon Lichtenfels ein früherer Verbandsligaspieler von Germania Schwanheim der Kostiris-Elf angeschlossen. „Das ist eine Granate“, frohlockt der Germania-Coach.

Kostiris hofft, dass Lichtenfels nach mehrjähriger Fußballpause die guten Trainingseindrücke auch im Wettkampf umsetzen kann. Gut fünf Jahre hat Lichtenfels wegen seines Medizinstudiums pausiert, jetzt möchte der in Frankfurt lebende Arzt wieder in einem Verein Fußball spielen. Ausgebildet wurde der Mittelfeldspieler unter anderem bei der SG Rosenhöhe Offenbach. Während seines Studiums in Bulgarien trainierte Lichtenfels dort bei einem Erstligisten mit.

Rückkehrer Torwart Marggraf soll als Co-Trainer agieren

Mit der Rückkehr von Marggraf deckt Germania Dörnigheim mehrere Felder ab. Der 39-Jährige soll nicht nur bei Bedarf zwischen den Pfosten stehen, sondern in erster Linie als Trainer mitarbeiten. Marggraf soll die Torhüter anleiten und Kostiris als Co-Trainer unterstützen. Mit im Schlepptau hat der Torwart-Routinier den bulligen Stürmer Barfuß, der ebenfalls seine Zelte bei den Fröschen abbrechen wollte. Einziger Dörnigheimer Abgang im Winter ist Maximilian Walter, der zur SG Bruchköbel gewechselt ist (wir berichteten).

Kostiris hofft, dass sein Team anders wie in der ersten Saisonhälfte nicht mehr in starkem Ausmaß vom Verletzungspech gebeutelt sein wird. Gerade in der Offensive konnte der Gruppenligist fast nie seine Wunschformation aufbieten. Ugur Erdogan fehlte eigentlich die gesamte Hinrunde, auch Emanuel Becker musste häufiger wegen Verletzungen pausieren. „Dafür war seine Torausbeute sehr ordentlich“, verweist Kostiris auf Beckers 16 Treffer.

Spieler der Vorrunde war für den Germania-Übungsleiter aber eindeutig Mert Özkan. Der junge Mittelfeldspieler erzielte zehn Tore und musste hin und wieder im Sturm aushelfen. „Das hat er klasse gemacht, man darf ja nicht vergessen, dass Mert noch A-Jugendlicher ist“, schwärmt Kostiris.

Für die 18 ausstehenden Punktspiele will sich der Coach kleine Etappenziele setzen. Platz eins erscheint unrealistisch, durch den Wegfall der Aufstiegsrunde ist der Vizetitel entwertet. „Für mich war von vornherein klar, dass Seligenstadt nicht zu stoppen ist. Mit dieser Mannschaft würden die sogar die Hessenliga halten“, attestiert Kostiris dem Ligaprimus Extraklasse.

Rang vier verteidigen und wie in der Hinrunde mehrere Wochen am Stück ungeschlagen bleiben, sind für den Trainer lohnenswerte Ziele. „Vielleicht können wir die Teams vor uns ein bisschen ärgern“, freut sich Kostiris auf die Restrunde, die für seine Germania wohl am 27. Februar mit dem Nachholspiel beim Vorletzten Alemannia Gedern beginnen wird. (Von Frank Schneider)

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