Kreisläuferin Janine Brodbeck steuerte sieben Treffer zum Heimsieg bei. Archivfoto: Kalle.

Bruchköbel

Sieg im Vier-Punkte-Spiel für SG Bruchköbel

Handball. Durch den zweiten Sieg in Folge haben sich die Oberliga-Handballerinnen der SG Bruchköbel etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Gegen den direkten Konkurrenten TSV Eintracht Böddiger feierte die SGB einen 30:26 (16:11)-Heimsieg, der in der Schlussphase allerdings noch einmal in Gefahr geriet.

Von Robert Giese

Der nur mit einer Auswechselspielerin angereiste TSV verteidigte zu Beginn wie erwartet mit einer 5:1-Deckung, die frühzeitig auf die Bruchköbeler Torjägerin Kristin Amos herausrückte, wann immer ihre Mitspielerinnen sie durch Kreuzbewegungen in Szene setzen wollten. Die Gastgeberinnen ließen sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen, brachten den Ball häufig zu Janine Brodbeck am Kreis oder nach Rechtsaußen zu Jennifer Krasnansky, die beide zuverlässig verwandelten.

Fünf Tore Vorsprung zur Pause

Da die Bruchköbeler 3:2:1-Abwehr Christin Schene, die beste Torschützin der Oberliga, meist erfolgreich vom eigenen Tor fernhielt und SGB-Torhüterin Yvonne Gruhn einige gute Paraden zeigte, setzten sich die Bruchköblerinnen allmählich ab: Nach zehn Minuten führte das Team von Stefan Wagner mit 7:4, zum Pausenpfiff war der Vorsprung auf fünf Treffer angewachsen.

Nach Wiederanpfiff kam Böddiger einige Male über den Kreis oder von Außen eingelaufene Spielerinnen zum Abschluss und konnte dadurch zunächst verkürzen. Die Bruchköblerinnen fanden aber schnell wieder zurück in die Spur, kombinierten sich teilweise sehenswert durch die TSV-Defensive und stellte den alten Vorsprung rasch wieder her. Als Kristin Amos einen Tempo-Gegenstoß eine Viertelstunde vor Schluss zum 25:17 verwandelte, schien die Messe in der Dreispitzhalle gelesen.

Beeindruckende Aufholjagd

Doch Böddiger schüttelte noch einmal ein Ass aus dem Ärmel und nahm die SGB-Torjägerin in Manndeckung, die sich daraufhin als zweite Kreisläuferin versuchte. Das ging gehörig in die Hose, denn ihre Mitspielerinnen entwickelten im Rückraum kaum noch Druck und fanden mit ihren unpräzisen Anspielen an den Kreis weder Amos noch Brodbeck.Die Gäste witterten Morgenluft und starteten gegen die nun sichtlich verunsicherte SGB eine beeindruckende Aufholjagd; fünf Minuten vor dem Abpfiff hatte der TSV auf nur noch einen Treffer Rückstand verkürzt.Wagner reagierte, indem er Amos wieder in den Rückraum beorderte – ein taktischer Kniff, der sofort Wirkung zeigte, denn in der Abwehr der entkräfteten Gäste zeigten sich nun deutliche Lücken.

Wichtige zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten

Diese nutzten die Bruchköblerinnen für einige Durchbrüche, die von Böddiger nur auf Kosten von Strafwürfen gestoppt werden konnten. Die drei Siebenmeter in den Schlussminuten verwandelte Amos sicher und die entschied die Partie damit endgültig. „Wir haben unsere gute Leistung aus dem Sulzbach-Spiel bestätigt“, war Wagner mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, „bis auf die kurze Durststrecke am Ende war es ein gutes Spiel von uns. Zwischenzeitlich ist es zwar unnötig spannend geworden, aber wichtig ist, dass wir zwei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten geholt haben.“

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