Kristin Amos (rechts) hat mit ihren 14 Treffern erheblich zum Sieg der SG Bruchköbel beigetragen. Foto: Kalle

Bruchköbel

SGB-Frauen klettern auf Rang zwei - Amos mit 14 Treffern

Handball. Die SG Bruchköbel hat im Oberliga-Spitzenspiel die Nerven behalten, das Duell mit dem bisherigen Tabellenzweiten HSG Sulzbach/Leidersbach mit 27:25 (15:10) für sich entschieden und dadurch selbst den zweiten Tabellenplatz erobert.

Von Robert Giese

Die Bruchköblerinnen hatten in den jeweils zehn Minuten vor und nach der Halbzeitpause ihre stärkste Phase und legten dort den Grundstein für den Heimsieg - auch wenn es gegen Spielende noch einmal spannend wurde.

Zu Beginn agierten beide Mannschaft mit viel Tempo, aber auch vielen Fehlern, sodass die beiden Oberliga-Spitzenteams ihre Chancen zunächst nicht in Tore ummünzen konnten. Weil die Deckung der Gastgeberinnen anfangs aufmerksamer war und SGB-Torhüterin Corinna Fassing einige klare Chancen der HSG vereitelte, gingen die Bruchköblerinnen aus der Anfangsviertelstunde mit einer 6:3-Führung hervor.Amos tut der Offensive gutIn der Folge verpasste es aber auch die SGB, ihre Chancen - vor allem über die Außen - konsequent zu nutzen, daher konnte Sulzbach erst ausgleichen und beim 7:8 nach gut 20 Minuten gar selbst in Führung gehen.

SGB-Coach Stefan Wagner reagierte mit einer Auszeit und brachte Torjägerin Kristin Amos, der im Spiel ganze 14 Treffer gelangen, zurück aufs Feld, wodurch die Gastgeberinnen in der Offensive wieder mehr Durchschlagskraft entwickelten.SGB baut Vorsprung ausDa Bruchköbel kurz vor der Pause zudem einige Ballgewinne verbuchen konnte und die anschließenden Tempo-Gegenstöße sicher verwandelte, machte die SGB binnen nicht einmal zehn Minuten aus dem knappen Rücksstand eine deutliche 15:10-Pausenführung.

Durch einige weitere Gegenstöße baute Bruchköbel seinen Vorsprung zu Beginn der zweiten Hälfte gar auf sieben Treffer aus, bevor das schwache Schiedsrichtergespann mit einigen kuriosen Entscheidungen den Spielfluss erheblich störte. Die nun häufiger in Unterzahl agierenden Bruchköblerinnen konnten nicht verhindern, dass ihr Vorsprung gut acht Minuten vor Schluss auf ein Tor zusammenschmolz.Fassing findet zu Form zurückIn der Schlussphase fand SGB-Torhüterin Fassing allerdings wieder zu ihrer starken Form aus der ersten Halbzeit zurück, was den Bruchköblerinnen am Ende den Sieg sicherte, denn im Angriff ließen sie auch in der Schlussphase zu viele Chancen liegen.

"Das Spiel hätten wir schon vorher entscheiden können", so Wagner, stattdessen habe sein Team es noch einmal unnötig spannend gemacht. "Im Moment fällt es uns noch schwer, unser Niveau über 60 Minuten zu halten, aber das ist bei so einem jungen Team nunmal so." Mit dem Sieg und dem damit verbundenen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz zeigte sich der Bruchköbeler Trainer aber hochzufrieden.

SG Bruchköbel: Corinna Fassing, Claudia Schilling; Vanessa Amon, Kristin Amos (14/5), Janine Brodbeck (3), Juliana Bruzdziak (2), Linda Gastgeb, Carola Gick (6), Jennifer Krasnansky (1), Kristina Lorenz (1), Saskia Müller, Ayla Muratoglu. Schiedsrichter: Hohm/Petry. Siebenmeter: SGB 5/5, HSG 6/4. Zeitstrafen: SGB 4, HSG 1. Zuschauer: 100.

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