Die SG Bruchköbel in der Saison 2021/22: (hintere Reihe, von links) Sergej Zutic, Maxi Wolff, Nico Bätz, Moritz Kosch, Aydin Günes, (mittlere Reihe, von links) Kazimir Balentovic (Sportlicher Leiter), Bennet Wienand, Alen Kulenovic, Tobias Jockel, Björn Döhring (Betreuer), Torsten Weber (Trainer)
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Für die SG Bruchköbel war in Vellmar mehr drin.

Oberliga

SG Bruchköbel kann sich über den ersten Punkt kaum freuen

  • VonRobert Giese
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Die Handballer der SG Bruchköbel haben im dritten Spiel der Oberliga-Saison den ersten Zähler gesammelt: Beim TSV Vellmar gab es für die Mannschaft von Torsten Weber ein 31:31(13:16)-Unentschieden nach abwechslungsreichem Spielverlauf. Über die Punkteteilung konnten sich die Bruchköbeler allerdings nicht so recht freuen.

Vellmar – Die Nordhessen legten einen Blitzstart hin und führten nach nicht einmal einer Minute bereits mit 2:0, Bruchköbel verdaute den frühen Rückstand gut und kam von Minute zu Minute besser ins Spiel. Schon kurz darauf hatten die Gäste das Kommando übernommen, nach gut zehn Minuten lag die SGB mit 9:6 in Front. Die Drei-Tore-Führung nahm Webers Mannschaft, in der neben Sergej Zutic und Leon Eck diesmal auch Bennet Wienand fehlte, mit in die Halbzeitpause, der Bruchköbeler Trainer war damit aber nicht zufrieden: „Wir hätten eigentlich höher führen müssen.“

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis die Hausherren den Rückstand egalisiert hatten, in der Folge bestimmte Vellmar das Spielgeschehen. „Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben und waren plötzlich sehr nervös“, ärgerte sich Weber, die Nordhessen hingegen hätten „das Momentum auf ihrer Seite gehabt.“ Der TSV ging Mitte der zweiten Hälfte mit 24:21 in Führung, kurz darauf musste SGB-Routinier Alen Kulenovic nach der dritten Zeitstrafe vom Feld. „Da dachte ich, das Spiel wäre weg“, machte sich Weber keine großen Hoffnungen mehr auf einen Punktgewinn.

Doch die dezimierte Bruchköbeler Mannschaft bewies Kampfgeist, wodurch die 150 Zuschauer eine dramatische Schlussphase erlebten: Knapp zehn Minuten vor Abpfiff führte Vellmar noch mit drei Toren, die Gäste aber holten auf und gingen 140 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit 31:30 in Führung. Die Gastgeber glichen aus, 20 Sekunden vor Spielende hatte Bruchköbel aber noch einmal Ballbesitz.

„Dann schaffen wir es, drei Sekunden vor Schluss den Rechtsaußen freizuspielen, aber er trifft leider nicht“, zeigte sich Weber enttäuscht, dass es nicht zu einem Auswärtssieg gereicht hat. „Das ist bitter, denn wir waren besser. Uns haben ihre starken Außen aber das Genick gebrochen, die häufig im Zeitspiel doch noch getroffen haben“, ärgerte sich der SGB-Coach. Zwar freute sich Weber über das „überragende Spiel“ von Linksaußen Aydin Günes, das Remis war für den Trainer der Bruchköbeler dennoch „ein verlorener Punkt“.

SG Bruchköbel: M. Bätz, Simic; Artero, N. Bätz (3), A. Günes (10/3), Haupt (3), Jockel (6), Kosch (6/2), Klein, Kulenovic (1), Wiegand (1), M. Wolff (1)

Schiedsrichter: Tafferner/Tröller - Siebenmeter: TSV 6/5, SGB 5/5 - Zeitstrafen: TSV 2, SGB 4 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Kulenovic (SGB, 47., dritte Zeitstrafe) - Zuschauer: 150

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