Leistungssteigerung erhofft: Spielmacher Omari Knox (mit Ball) blieb zuletzt blass. Dabei kann er mit seiner Erfahrung in der entscheidenden Saisonphase ein wichtiger Faktor sein. Rechts der wiedergenesene Matthias Fichtner.
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Leistungssteigerung erhofft: Spielmacher Omari Knox (mit Ball) blieb zuletzt blass. Dabei kann er mit seiner Erfahrung in der entscheidenden Saisonphase ein wichtiger Faktor sein. Rechts der wiedergenesene Matthias Fichtner.

WHITE WINGS HANAU

Schwierig, aber nicht aussichtslos: Duell mit Baskets Münster ist für Hanau schon ein Endspiel

  • Jörn Polzin
    vonJörn Polzin
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Vorzeitiges Aus oder Showdown ums Halbfinale am Samstag in eigener Halle? Heute Abend (28. April 2021), gegen 22 Uhr, wissen die White Wings, wohin die Reise geht. Nach der Partie bei WWU Baskets Münster, die zwei Stunden zuvor angepfiffen wird. Die Ausgangslage nach der Auftaktniederlage in Bochum ist klar: Nur mit einem Sieg wahren sich Hanaus Drittliga-Basketballer die Chance, die zweite Gruppenphase zu überstehen.

Hanau – Als Motivation und Fingerzeig dient die erste Runde. Da ließen sie einer Pleite in Bochum Siege gegen Düsseldorf und Karlsruhe folgen. Münster ist allerdings eine Kategorie höher einzuschätzen.

„Ich sehe sie ähnlich stark wie Bochum. Sie haben nicht die ganz großen Namen in ihren Reihen, aber eine erfahrene, eingespielte und ausgeglichene Truppe mit einem guten Trainer“, sagt Sebastian Lübeck, Geschäftsführer der White Wings. In der regulären Saison landete das Team von Philipp Kappenstein auf dem dritten Platz der Nordstaffel und gewann in der ersten Playoff-Runde alle drei Spiele, darunter jeweils ein 20-Punkte Sieg gegen die Süd-Teams Coburg und München.

Münster hat gefährliche Distanzschützen

Offensiv setzen vor allem Kapitän Jan König sowie die Guards Jasper Günther und Marck Coffin die Akzente, punkten regelmäßig zweistellig. Die Mannschaft lebt von ihren gefährlichen Distanzschützen und dem schnellen Umschaltspiel. „Sie sind sehr flott unterwegs. Daher wird es vor allem darauf ankommen, dass wir schnell vom Angriff in die Verteidigung zurückkommen“, sagt Hanaus Trainer Kamil Piechucki. „Außerdem müssen wir ihre Drei-Punkte-Schützen gut verteidigen.“ Denn neben König und Coffin schließen auch Kai Häning, Helge Baues, Malcolm Delpeche und Adam Touray recht erfolgreich von außen ab.

Ein schwieriges, aber nicht aussichtsloses Unterfangen. Dass dem Gegner an einem schwächeren Tag beizukommen ist, bewies am vergangenen Sonntag die Reserve des FC Bayern München II, die in Münster nur knapp mit 76:80 unterlag. Dabei war dem Gruppensieger aus der ersten Runde die längere Spielpause deutlich anzumerken. Auf jene Bayern treffen die Hanauer dann zum Abschlussspiel am Samstag (19 Uhr) in der Main-Kinzig-Halle.

Um eine Überraschung in Münster landen zu können, benötigen die White Wings einen richtig starken Auftritt – der gesamten Mannschaft wohlgemerkt. Denn so konstant Akteure wie Eduard Arques Lopez, Felix Hecker oder Kapitän Till-Joscha Jönke abliefern, so wechselhaft sind die Vorstellungen etwa von Malik Kudic oder Omari Knox. Gerade vom erfahrenen US-Spielmacher wird in der heißen Saisonphase mehr erwartet. Schließlich bieten diese besonderen Duelle die Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu spielen und damit auch für neue Verträge zu empfehlen.

Gegner schiebt Hanau zur Kategorie Wundertüte

In Bochum blieb Knox blass, kam gerade mal auf fünf Punkte. „Er hat uns in dieser Saison auch schon Spiele gewonnen, wir hoffen natürlich, dass er daran wieder anknüpfen kann“, betont Lübeck.

Der heutige Gegner stapelt im Vorfeld trotz des Sieges zum Auftakt gegen den FC Bayern München II eher tief und schiebt laut Kapitän Jan König die White Wings in die Kategorie Wundertüte: „Sie haben zwei, drei richtig gute Spieler. Das wird ein schwieriges Spiel. Ein erstes Mal gegen eine unbekannte Mannschaft, da kann man auch böse überrascht werden, wenn man nicht richtig eingestellt ist. Ich glaube aber, dass wir das ganz gut wieder hinbekommen werden.“ (Von Jörn Polzin)

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