1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Schiedsrichter Safi aus Erlensee leitet U19-DFB-Pokalspiel

Erstellt: Aktualisiert:

Er muss einen kühlen Kopf bewahren: Der Erlenseer Gahis Safi (Mitte) leitet am heutigen Samstag die Partie im U19-DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. Der Psychologiestudent hat sich intensiv auf die Begegnung vorbereitet. Foto: Privat
Er muss einen kühlen Kopf bewahren: Der Erlenseer Gahis Safi (Mitte) leitet am heutigen Samstag die Partie im U19-DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. Der Psychologiestudent hat sich intensiv auf die Begegnung vorbereitet. Foto: Privat

Fußball. Borussia Dortmund gegen RB Leipzig. Was in der Fußballbundesliga nach einem spannenden und hochklassigen Spiel klingt, ist auch im Juniorenbereich ein absolutes Topspiel. Gahis Safi aus Erlensee wird das Duell im DFB-Pokal der Junioren am heutigen Samstag leiten.

Von Nicolas Obst

Der Schiedsrichter freut sich bereits auf die Begegnung, die Partie ist eines der Highlights seiner bisherigen Laufbahn im Fußball.

„Das wird ein sehr spannendes Spiel, die Vorfreude ist schon sehr groß“, erklärt Safi. Wie bei sonstigen Spielen auch, bereitet er sich intensiv darauf vor: „Ich habe mir bereits die letzten Spiele beider Mannschaften angeschaut, dabei achte ich auf Schlüsselspieler, auf die Taktik und die Spielweise.“

Der Schiedsrichter leitet daraus ab, wie er sich auf dem Feld zu positionieren hat und auf welche Spieler er vielleicht besonders achten sollte: „Man muss vorbereitet, aber nicht voreingenommen sein.“ Aufgeregt ist der 24-jährige Psychologiestudent nicht besonders. Anspannung gehört für ihn natürlich dazu, doch zu viel davon wäre nicht förderlich, denn am Ende ist Safi es, der einen kühlen Kopf bewahren muss.

Hält sich durch Lehrgänge und vier Trainingseinheiten pro Woche fit

Außerdem ist es keine ganz neue Situation für ihn. Safi ist mittlerweile im zweiten Jahr Schiedsrichter der U19-Bundesliga, er kennt Spielweisen und einige Teams. In der Hessenliga pfeift er schon länger und hat dort bereits Topspiele wie Hessen Kassel gegen Eintracht Stadtallendorf geleitet.

Zu seinem Job als Unparteiischer zählt neben der Vorbereitung und dem eigentlichen Spiel auch eine intensive Nachbereitung: „Man hat einen Beobachter, der mit einem nach dem Spiel das Geschehene bespricht und analysiert. Ich bin sehr selbstkritisch und versuche, mich stetig weiterzuentwickeln.“ Durch Lehrgänge und vier Trainingseinheiten pro Woche hält sich Safi fit.

Seit acht Jahren Schiedsrichter

Alles ist auf sein Hobby abgestimmt, der Erlenseer arbeitet so professionell, wie es ihm möglich ist. Seit acht Jahren ist er Schiedsrichter: „Ich habe damals ganz normal angefangen, Spiele in der E-Jugend zu pfeifen, mit der Zeit ging es zur D-Jugend, irgendwann in den Erwachsenenbereich.“ Mit jedem Spiel wuchs die Erfahrung, ab einem bestimmten Niveau bekommt man Noten, wird beobachtet und so leitet man immer höherklassige Spiele.

Dabei ist der Job des Schiedsrichters kein leichter, auf den Sportplätzen geht es oft sehr emotional zu. Der Unparteiische hat bei vielen Fußballern keinen guten Stand: „Die wenigsten wollen verstehen, warum ich das mache, man kann es nie allen auf dem Platz recht machen. Man ist immer der Buhmann.“

Beleidigungen und Gewalt gegenüber Schiedsrichtern nehmen zu

Doch genau darin sieht Safi die Motivation: „Das war ein Anreiz für mich, ich wollte mich dem Ganzen stellen.“ Außerdem gab es damals ein gutes Taschengeld, erinnert er sich. Ein Taschengeld, auf das immer mehr Jugendliche verzichten. Beleidigungen, sogar Gewalt gegenüber Schiedsrichtern, waren in den letzten Jahren zunehmend auch Teil des Fußballs in Deutschland.

„Das sehe ich sehr kritisch, man muss einfach auf dem Platz akzeptieren, dass Fehler passieren, dass sie menschlich sind. Es ist ganz wichtig, dass der gegenseitige Respekt im Vordergrund steht.“

Dafür steht der Student ein, Respekt spielt für ihn eine große Rolle im Umgang mit den anderen Sportlern. Safi möchte in Zukunft seine bisher guten Leistungen fortsetzen, sich weiterentwickeln und verbessern. Das Spiel am Samstag wird ihm die Möglichkeit dafür geben, wenn es heißt Borussia Dortmund gegen RB Leipzig.

Auch interessant