Wurfgewalt: Robin Treutler (am Ball) und die HSG Maintal haben etwas Zeit gebraucht, sind aber im Laufe der Saison immer besser in Fahrt gekommen. Archivfoto: TAP

Maintal

Saisonrückblick HSG Maintal: Hochform nach Startschwierigkeiten

Handball. Trotz eines Holperstarts kann die HSG Maintal zufrieden auf die vergangene Saison in der Bezirksoberliga zurückblicken. Besonders eine Abwehrvariante trug zur Kehrtwende hin zum Erfolg bei.

Von Robert Giese

Mit dem siebten Platz und 28:24 Punkten erreichten die Maintaler unter ihrem neuen Trainer Torsten Weber eines der besten Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit, und das, obwohl ihr Top-Torschütze Nicolai Mehlitz vor Rundenbeginn zur HSG Hanau II gewechselt war. Ein wichtiger Baustein des Erfolgs war eine offensivere Abwehrvariante, die besonders am Saisonende Früchte trug.

Gleich zwei gravierende Abgänge musste die HSG vor dem Saisonstart verkraften, denn neben Torjäger Mehlitz verließ auch der langjährige Trainer Sasa Krezovic den Verein.

Und Weber, der zuvor die Frauenmannschaft der HSG Preagberg trainiert hatte, nutzte die Gelegenheit, um einen größeren Umbruch anzustoßen: Mit der 3:2:1-Deckung ließ der neue Coach ein offensiveres Abwehrsystem spielen und wollte auf diese Art mehr gegnerische Ballverluste provozieren.

„So etwas einzustudieren, braucht selbstverständlich Zeit“, betont Weber im Rückblick, gerade zu Saisonbeginn habe die 3:2:1-Deckung noch nicht immer reibungslos funktioniert, weshalb die Maintaler auch häufig wieder defensiver verteidigten. Je länger die Saison andauerte, desto vertrauter wurde das Team jedoch mit der offensiven Deckung und fuhr nach und nach mehr Siege ein. Ihre stärkste Phase hatte die HSG im Saisonendspurt, als sie von den letzten sechs Spielen fünf gewann und in der Tabelle bis auf den siebten Platz nach oben kletterte.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Weber über seine Premierensaison in Maintal und die Art, wie sein Team die Abwehrumstellung angenommen habe. „Gerade in den letzten Spielen hat die Abwehr immer besser funktioniert, aber“, wirft Weber schon einmal einen Blick auf die kommende Spielzeit, „es ist auch noch Luft nach oben.“ In der kommenden Saison will der Trainer, der bei der HSG auch weiterhin Regie führt, daher weiter an der Defensive feilen.

Personell tut sich bei den Maintalern im Sommer wenig, es gebe nur wenige Abgänge, die allerdings allesamt nicht gravierend seien. Als ersten Neuzugang konnte die HSG bereits Julian Springer begrüßen, der in der abgelaufenen Saison in der zweiten und dritten Mannschaft der HSG Hanau spielte, fürs Tor sucht Weber ebenfalls noch Verstärkung. Dieser Neuzugang kann sich in Maintal über besonders intensive Betreuung freuen, denn die frühere Zweitligaspielerin Christine Wostruha wird künftig das Torwarttraining bei der HSG übernehmen.

Derart aufgestellt dürften sich die Blicke der Maintaler in der kommenden Saison 2019/2020 weiter nach oben richten. „Wir haben eine gute, junge Truppe, mit der die Arbeit großen Spaß macht“, betont Torsten Weber. „Wenn wir weiter an der Defensive arbeiten, haben wir eine gute Abwehr, und hoffentlich haben wir in der nächsten Saison weniger Verletzungspech als diesmal.“

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