Für den Ex-Hanauer Robi Marquardt (TV Gelnhausen) ist die Saison gelaufen. Damit kommt es nict zum Wiedersehen mit der HSG Hanau. Archivfoto: Adrian

Hanau/Gelnhausen

Saisonende für Marquardt: Ex-Hanauer muss operiert werden

Handball. Für die HSG Hanau wird es in dieser Saison in der 3. Liga Ost auf dem Spielfeld kein Wiedersehen mit Robin Marquardt (TV Gelnhausen) geben: Für ihn ist die Saison nach einer Verletzung gelaufen.

Für die HSG Hanau stehen noch vier Begegnungen in der Hinrunde an, wobei die Schützlinge von Patrick Beer bereits am Mittwoch, 21. Dezember, ihr erstes Rückspiel bestreiten: Um 20 Uhr bittet die HSG Rodgau Nieder-Roden dann zum Duell. Davor steht als Höhepunkt unter anderem die Partie gegen den Lokalrivalen TV Gelnhausen an (Freitag, 16. Dezember, 20.30 Uhr, Main-Kinzig-Halle). Dabei wird es auf dem Parkett nicht zu einem Wiedersehen mit Robin Marquardt kommen, der in der vergangenen Saison noch die Hessenmeisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga mit der HSG Hanau feierte. Der Youngster, der bereits in der Jugend das Trikot der HSG Hanau trug, steht mittlerweile in Diensten des Nachbarn aus der Barbarossastadt, fällt aber bis zum Ende der Saison verletzt aus.

Im Training in der vergangenen Woche kugelte sich Marquardt die linke Schulter aus und nun steht nach einigen Untersuchungen fest, dass der Spielmacher nicht um eine Operation herumkommt: Ein Einriss in der Umrahmung der Gelenkpfanne muss genäht werden. Die Operation ist für den 20. Dezember geplant. Damit ist Marquardts erste Spielzeit in der 3. Liga vorzeitig beendet.

Außerdem fehlen bei den Gelnhäusern noch Leistungsträger Philip Deinet (seit Ende vergangener Saison wegen einer Schulter-OP), Rückraumspieler Sven Schreiber (Kreuzbandriss) und Kreisläufer Max Bechert. Daher sehen sich die Verantwortlichen des TVG nach Neuzugängen um. „Natürlich suchen wir Verstärkungen. Aber sicher werden wir nicht nur jemanden verpflichten, um etwas getan zu haben. Es muss passen – und zwar auf allen Ebenen“, will TVG-Coach Andreas Kalman keinen voreiligen Schnellschuss wagen. An die Personalprobleme des Nachbarn, der seine zweite Saison in der 3. Liga Ost bestreitet, kann Aufsteiger HSG Hanau keinen Gedanken verschwenden. Schließlich kämpfen die Grimmstädter selbst gegen den Abstieg. Das nächste Etappenziel heißt, die ersten Auswärtspunkte einzufahren – am liebsten gegen Tabellennachbar Leipzig am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Brüderstraße, Leipzig).

Ein Blick auf die Tabelle offenbart, dass jeder Punkt hilfreich ist. Den ersten Abstiegsplatz (14., Groß-Umstadt) und den fünften Rang (TSV Burgdorf II) trennen gerade einmal fünf Punkte – die halbe Liga befindet sich im Abstiegskampf. Nur Schlusslicht TV Kirchzell scheint mit einem mageren Punkt aus dem 28:28-Remis gegen die MSG Groß-Umstadt abgeschlagen zu sein.

Eng geht es auch an dem anderen Ende der Tabelle zu – dem wohlgemerkt schöneren Teil des Tableaus. Spitzenreiter Eintracht Hildesheim kassierte zwar vor zwei Wochen gegen den Verfolger MSG Groß-Bieberau/Modau die erste Saisonniederlage (27:29), hat aber noch einen Vorsprung auf die Falken der MSG und rangiert auf dem Platz an der Sonne. Die MSG liefert sich einen Zweikampf mit dem HC Elbflorenz Dresden um den zweiten Platz. Allerdings hat Groß-Bieberau-Modau eine Partie weniger ausgetragen als die Dresdener. Erst bei zehn gespielten Begegnungen steht vor diesem Spieltag der TV Großwallstadt, der mit 15:4 Punkten auf Rang vier sitzt. mei

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